Bild: MJ

Gerade gewesen

Trotz Tageskühle besondere Wärme

Stimmungsvoller Erntedankgottesdienst in Evensen

Die Hofscheune in Evensen ist bis auf den letzten Platz besetzt. Schnell werden noch die letzten Biertischbänke aus den umliegenden Häusern geholt. Und trotzdem müssen noch manche in der wundervoll geschmückten Scheune stehen.

Obwohl es immer noch ziemlich kühl ist, wird uns schnell warm ums Herz. Zauberhaft führen uns Kinder aus dem Johannis-Kindergarten vor, wie das Brot auf dem Acker wächst. Dazu haben sie sich zu kleinen Weizenkörnern verkleidet. Sie legen sich auf das braune Tuch und verwandeln sich nach einer kurzen Zeit auf dem Boden in lebendige Weizenähren. Stolz betrachten Eltern und Großeltern der Kinder ebenso wie die Gottesdienstgäste das Wunder, das dort in unserer Mitte geschieht. Die "Weizenkinder" halten zusammen und bilden ein „Himmelsbrot“ aus eitel Freude. Allen Gottesdienstbesuchern wird es warm ums Herz.

Nach dem Gottesdienst sind wir alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Bäckerinnen und Bäcker aus unseren 6 Orten waren fleißig. Das Kuchenbuffet ist reichlich mit leckerem Blechkuchen gefüllt. Und der Kaffee tut gut. Auch in diesem Jahr hat die Stiftung den Apfelsaft aus selbstgepflückten Äpfeln mitgebracht. Der daraus bereitete Apfelpunsch ist heiß und lecker. 602,25 €  kommen im Rahmen der Kollekte für die Diakonie der Landeskirche zusammen. Auch darin erfahren wir, wie eine gute Gemeinschaft für andere zur Bestärkung wird.

Volle Erntedankscheune

Lebendige "Weizenkörner" in der Erde

Guter Start in die Konfirmandenzeit

Neue Konfirmanden*innen fahren zur Auftakt-Freizeit

„Willkommen bei uns zu euerm genialen Start-Wochenende“ . Die Begrüßung durch die Teamenden der Konfirmandenfahrt ist herzlich! Alle sollen sich schnell wohl fühlen. So starten wir mit einem guten Abendessen in das Abenteuerwochenende, zu dem sich die neuen Konfirmanden*innen auf dem Wohldenberg treffen. Gemeinsames stärkt nicht nur, sondern verbindet auch.

„Wir treffen uns gleich nach dem Essen im Gemeinschaftsraum!“ Gesagt, getan. Gespannt und auch ein wenig aufgeregt sitzen die Kids nach dem Essen im Kreis. Auch hier werden sie noch einmal freundlich begrüßt. Die folgenden Angebote haben die Teamenden der diesjährigen Vorkonfirmandenfahrt liebevoll vorbereitet. Schnell schwinden die Vorbehalte, und die Jugendlichen merken schon bald, wie viel Freude das gemeinsame Tun macht. Wie im Flug vergeht der erste Abend.

Der nächste Tag bringt nicht nur neue intensive Eindrücke. Er bringt auch die Konfirmanden*innen einander näher. Viel tragen dazu die gemeinsam zu lösenden Aufgaben bei. Auch hier haben die Teamenden liebevoll interessante Stationen gebildet, an denen sich die Jugendlichen gemeinsam ausprobieren und ihre Stärken ergänzen können. Dazu haben alle die Möglichkeit, über sich selbst und die eigenen Stärken nachzudenken und zu forschen, was jeder von ihnen besonders gut kann.

Angesichts der vielen spannenden Elemente der  Freizeit gehen die Tage schnell rum. Und ehe sichs alle versehen, ist schon wieder Sonntag. „Schade, dass wir schon wieder fahren müssen“, ist nicht nur ein Gedanke der Jugendmitarbeiter, die erneut diese Freizeit wirklich gut und spannend gestaltet haben.

Unsere neuen Konfirmanden*innen

Mit zwei Bullys und einem PKW

Jugendliche sammeln Äpfel für die Johannis-Stiftung

„Und wie kamen Sie auf die Idee, eine Stiftung zu gründen?“ Außergewöhnlich aufmerksam hören die Kids dem Stiftungsgründer zu:  Gustav Bartens berichtet von einer Zeit, die die Konfirmanden*innen nur vom Erzählen her kennen. Aber durch die sehr persönlichen Worte unseres Stiftungsgründers wird es auf einmal emotional sehr dicht und authentisch. „Viele Kinder mussten damals ohne Väter aufwachsen, und die Mütter hatten oft wenig Zeit“, berichtet Gustav Bartens. Für ihn selbst wurde das Pfarrhaus seinerzeit zu einer Heimat. „Und von dem, was ich damals dort an Halt und Gutem erfahren habe, möchte ich gern was zurückgeben!“

Man spürt förmlich, dass die Worte und Gedanken des Gründers der Johannis-Stiftung in offene Ohren und offene Herzen gehen. So ist es auch nicht schwer, die Konfirmanden*innen um ihre Mithilfe zu bitten. Mit zwei Bullys und einem Pkw fahren wir zur Domwiese, auf der die Apfelbäume stehen. Dankenswerterweise hatte der Bürgermeister schon vorher der Apfelpflückaktion zugestimmt. Mit Eimern und Apfelpflückgeräten machen sich die Kids auf den Weg. „Kann ich da nicht einfach auf den Baum klettern und schütteln“, fragt einer der Konfirmanden. „Ja, aber sei vorsichtig!“ Kurze Zeit später fallen die reifen Äpfel zu Boden, und die anderen müssen nur noch sammeln.

Am nächsten Tag bringen andere Ehrenamtliche die Ernte der Jugendlichen zum Mosten. 40 Stück 5-Liter-Kartons sind die stolze Ausbeute, die Geld in die Kasse der Stiftung bringt. Manche der Jugendlichen haben so viel Freude am Pflücken und Sammeln, dass sie  nach der Konfirmandenzeit sogar noch zu einer zweiten Wiese mitkommen.  Und wer den Saft probieren will, der ist herzlich zum Erntedankfest in Evensen eingeladen. Dort werden die Äpfel dann in Saftform, oder als leckerer Apfelpunsch verkauft und der Erlös dem Stiftungsstock der Johannisstiftung zugeführt. Und der Zinserlös wird dann u.a. wieder Jugendliche unterstützen. Denn dafür ist die Stiftung gedacht.

Die fleißigen Apfelpflücker*innen

Mister Mac Nugget hat spontan einen Bruder bekommen

Familienfreizeit 2019 in Hirschhagen

„Ssssssssst“… ruckzuck ist die Holzschraube drin. Marie hat schon die nächste in der Hand. Schnell haben die Kinder raus, wie sie mit dem Akkuschrauber die Schrauben in die vorgefertigten Holzteile drehen müssen. Sogar Papa staunt. Dann ist sie fertig. Eine Schatztruhe pro Familie entsteht. Dort kommen zunächst die sichtbaren Schätze hinein, die Kinder in der Familienfreizeit sammeln konnten. „Ich habe einen „Edelstein“ aus der Abendandacht mitgenommen“, erzählt Francesca stolz und öffnet den Deckel ihrer Schatzkiste, um den farbigen Glas-Muggelstein dort sicher aufzubewahren.

Viele haben auch ihre „Gaben-drink-karten“ dort aufbewahrt. Zwei Teile flüssige „Geduld“; ein Teil „Vertrauen“ und viel "Toleranz"… Die Flaschen mit den Säften haben neue Etiketten bekommen. Wo Orangensaft drin war, steht „Zuverlässigkeit“ drauf, und jeder kann nach eigenem Geschmack aus den Flaschen mit den verschiedenen Säften nachtanken und sein Rezept auf der Gabenkarte vermerken.

Bei schönstem Wetter verbrachten wir alle so viel Zeit wie möglich im herrlichen Außenbereich des Freizeitheimes Hirschhagen. Die „Kleinen“ konnten fast unbegrenzt spielen und Schätze entdecken, die aber auch die „Großen“ sichtbar fanden: Freude an dem Spaß der Kinder, eine schöne Gemeinschaft und innere Stärkung durch zauberhafte Meditationen und Andachten. Nur Mr. Mac Nugget war an diesem Wochenende so gehetzt, dass das Spielleitungsteam schnell mal eben einen Bruder erfinden musste, der sich für den erschöpften Mac Nugget jagen und finden ließ, um sich dann von seinem Goldwahn heilen zu lassen.

Jubelkonfirmation in Bodenburg

„Zweite Reihe hinten bin ich“

Das Foto macht die Runde am Tisch. Schnell haben die Konfirmanden von damals sich selber wiederentdeckt. „Zweite Reihe hinten…, der zweite von rechts, das bin ich“. „Aber wie hieß der hier noch mal?“. Alle kramen in ihren Erinnerungen. Die Fotos lösen mehr aus, als dass sie vergessene Namen neu ins Gedächtnis zaubern. Manch eine alte Geschichte erwacht zu neuem Leben. „Weißt du noch?“.

Es war natürlich eine prägende Zeit, die Konfirmandenzeit damals. Das ist bei den goldenen Konfirmanden*innen nicht anders, als bei den diamantenen und eisernen, auch wenn mehr als 10 Jahre zwischen den Jubelgästen liegen. „Vieles war früher noch strenger!“. Darin sind sich fast alle einig. Und auch, dass man als Konfirmand damals noch jeden Sonntag in die Kirche „durfte“. Mit einem Zwinkern in den Augen betont der Erzähler das „durfte“.

„Aber geschadet hat es uns damals nicht“, betont der Jubiläumskonfirmand, der heute mit vielen Gleichaltrigen zusammen feiert. „Und heute war ich sehr gern in der Kirche“, staunt der Berichtende über die Erfahrung aus dem Jubelgottesdienst.  „Es tut doch sehr gut, mal unabgelenkt von allem und vor Gott über die Welt und sich selbst einmal nachzudenken“, fügt der Erzähler noch hinzu. „Schließlich haben wir hier alle nicht mehr endlos Zeit, oder“? Die meisten nicken und für einen kurzen Moment spürt man eine Ernsthaftigkeit, die zu Herzen geht. Aber dann wird es auch wieder fröhlich, ohne dass die Tiefe der Gespräche verloren geht. Ja, es lohnt tatsächlich, zu einer Jubelkonfirmation zu kommen und mit der Reife des Alters auf die Jugendjahre zu blicken. Darin sind sich tatsächlich auch die meisten einig und wollen auf jeden Fall das nächste mal wiederkommen. „Wenn es die Gesundheit zulässt“!

Jubiläumskonfirmationen in Sehlem

"Kraftstoff" Segen

In der St. Cäcilien-Kirche ist es warm – richtig warm! Seit dem frühen Vormittag fällt die Sonne durch die großen Fenster. Manch einem Gottesdienstgast steht der Schweiß auf der Stirn. Das tut aber der Feier keinen Abbruch. Die Freude über das Wiedersehen nach langen Jahren steht vielen ins Gesicht geschrieben. Der Gesang der knapp 50 Jubelkonfirmanden und Konfirmandinnen füllt die Kirche mit Wohlklang. Wie schön klingt doch diese wunderbare Kirche. „Habt guten Mut, Euren Lebensweg weiter zu gehen!“ Der Segen Gottes wird fühlbar in der frohgemuten Stimmung nach der Jubiläumskonfirmation.

Nach dem Gottesdienst ist es gar nicht so leicht, ein schattiges Plätzchen für das Foto zu finden. Für das große Gruppenfoto wird dann doch die Kirche selbst ein sehr fotogener Hintergrund. Dann ist Aufbruch zum Essen. Die Autokaravane bewegt sich Richtung Maiental. Dort hat Nico Ullrich schon lecker gekocht. Erst die Suppe, dann Buffet und zum Dessert gibt es neben Mousse au Chocolat oder Kompott gibt es sogar noch die ersten Bilder der Jubiläumskonfirmation zu sehen.

„Manchmal haben die Jungs Maikäfer in den Konfer mitgebracht und dort freigelassen“. „Wir Mädchen waren natürlich ganz brav…“! Mit einem verschmitztem Blick erzählt die „eiserne“ Konfirmanden Anekdoten von „damals“ und man sieht das Leuchten in den Augen derer, die mit ihr an alte Geschichten denken. Es war doch irgendwie eine schöne Zeit, so wie jetzt.

In der Kirche :-)

Gruppenfoto - alle Jubelkonfirmanden zusammen

Regionales Treffen der Kirchenvorstände im Pfarrgarten Bodenburg

Gereifte Erfahrungen treffen auf neue Ideen

„Grün!“ „Rot!“ „Blau!“  In null Komma nix finden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sich in drei Gruppen zusammen. Dann ist einen Moment Zeit, sich zu der gestellten Impulsfrage zu äußern. „Ich bin im Kirchenvorstand, weil…“. Gespannt und aufmerksam hören die Frauen und Männer aus der evangelischen Kirchenregion Bad Salzdetfurth sich gegenseitig zu. Sie entdecken Ähnlichkeiten in der Motivation aber durchaus auch interessante Unterschiede.

Nach wenigen Minuten intensiven Austauschs setzt erneut die Musik ein und die Farbkegel werden wieder fröhlich getauscht. Eine zweite Runde beginnt und ein zweiter Impuls wird in die Runde gerufen: „Ich finde an Kirche gut…“.

Der regionale Kirchenvorstehertag im Pfarrgarten zu Bodenburg beginnt mit einer fröhlichen Begegnungsaktion anhand derer es nicht schwer wird, ins Gespräch zu kommen. Nicht alle kennen sich. Manche Kirchenvorsteher*innen sind schon Jahrzehnte im Amt, andere sind das erste Mal dabei. Aber das ist gerade das spannende. In der Austauschrunde treffen gereifte Erfahrungen auf neue Ideen und Visionen und aus allem zusammen bilden sich die Grundideen für ein gemeinsames Tun zur Weiterentwicklung der evangelischen Kirchenregion.

„Aber in erster Linie möchten wir Ihnen heute Danke sagen“! Darin sind sich die Hauptamtlichen einig. Gerade die Ehrenamtlichen in der Kirchenleitung bekommen vieles ab. Oft werden sie angesprochen, wenn es mal klemmte. „Und trotzdem treten Sie weiterhin frohgemut für Ihre Kirche ein“.  In der Dankesrede wird echte Anerkennung laut. „Immer mehr sind sie sind es, die Kirche in den Orten repräsentieren.“

Um den Dank nicht nur in Worte zu fassen, greifen die Diakoninnen und Pastoren*innen zur Grillzange und legen Bratwürstchen und Steaks auf den Grill. „Heute möchten wir Sie einmal bewirten und bedienen, die sie sonst so viel für andere tun“, betonen die Hauptamtlichen und drücken damit ihr Wertschätzung des Ehrenamtes auf ganz praktische Weise aus. Und so wird es in mehrfacher Hinsicht ein nahrhafter und stärkender Nachmittag im Pfarrgarten zu Bodenburg.

Guten Appetit

Leckeres auf dem Grill

Alle Latten am Zaun :-)

Der alte Jägerzaun um das Pfarrhaus in Wehrstedt musste dringend erneuert werden, da das Holz bereits an mehreren Stellen morsch und brüchig geworden war. Der KV beschloss deshalb die Anschaffung einer neuen Zaunanlage und entschloss sich für einen kesseldruck-imprägnierten Nordik-Lattenzaun.

Nachdem das Material geliefert war, erklärten sich Georg Stassig, Lothar Grosche und Karl Flätchen bereit, die Montage zu übernehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen kostete es so manchen Tropfen Schweiß, bis Latte für Latte angeschraubt war.

Christa Flätchen sorgte mit Getränken und kleinen Stärkungen dafür, dass die Kräfte und die gute Laune nicht verloren gingen. Nach insgesamt 56 Stunden war das Werk vollbracht und der Lohnaufwand für die Montage gespart. Der KV freut sich sehr über diese freiwillige Eigenleistung und bedankt sich ganz herzlich bei den fleißigen Helfern.

 

Im Fluss ist es „cool"

Teamer*innen in einem Boot

Der Temperaturfühler vom VW-Bulli zeigt 35 Grad. Es ist 11 Uhr morgens. „Habt ihr Sonnenschutzcreme dabei ?“ Die Teamer*innen haben Sonnenschutz dabei und manche sogar auch eine Kopfbedeckung. Doch die meiste Zeit paddeln wir unter Bäumen entlang. So ist es zwar warm, aber schattig. „Kommst du mit ins Wasser?“. Mutig lassen sich zwei der ingesamt 9 Teamer*innen ins Wasser gleiten. „Ist das schön!“. Das kühle Nass der Leine fühlt sich ganz anders an. Es ist viel samtiger als das gechlorte Wasser einer Badeanstalt. „Wie super die Schwimmweste trägt!“ Wie nebenbei machen die Jugendlichen diese Erfahrung, von der sie später dann vielleicht den Konfirmanden erzählen können. Glaube kann das ja auch: tragen und oben halten.

Die fünf Stunden auf dem Boot vergehen rasend schnell. Zwischendurch singen wir sogar die modernen Kirchenlieder, die wir sonst auch beim Teamertreff singen. Ich staune, wie viel von den Liedertexten bei den Jugendlichen im Kopf sind, ohne dass sie diese auswendig lernen mussten. Dann haben wir unser Ziel unterhalb der Marienburg erreicht. Alle helfen dabei mit, das Boot und die Sachen an das Ufer zu tragen. Man merkt, dass die Verantwortlichkeit füreinander während der Bootstour alle noch einmal dichter miteinander verbunden hat. Beim Anlanden hat jeder und jede nicht nur die eigenen Bedürfnisse im Blick. „Soll ich deine Schuhe mit rausnehmen?“

Wieder zurück schmeißen wir im Garten unseres Gemeindezentrums den Grill an. Das Zusammensitzen und –essen ist ein schöner Abschluss eines herrlichen Tages, an dem wir wichtiges gelernt haben. Nicht nur baden im Fluss, sondern auch Teamer*in zu sein ist „cool“!

h.forwergk

die Zaunbauer... :-)

So wie er einmal war, ist er wieder geworden

Noch auf Land...

Bild: Henning Forwergk

Warten auf die Rückfahrt :-)

Bild: Henning Forwergk

Konfirmandentreffen mit Teamern

 

Der Brief an mich selbst…

 

Vor zwei Jahren hat sie ihn geschrieben. Jetzt hält sie ihn erneut in der Hand. Vorsichtig öffnet sie das Kuvert. Und dann liest sie ihn. Den Brief, den sie sich selbst vor zwei Jahren geschrieben hat. Ein sichtlich spannender Moment.

Das legendäre Konfirmiertentreffen zeigt nicht nur Erinnerungsbilder aus Konfirmandenzeit und Konfirmation. Es ist auch der Moment, in dem den Konfirmierten die Materialien überreicht werden, die aus der Konfirmandenzeit gesammelt wurden. Und dazu gehört eben auch ein Brief an sich selbst, den sich die Konfirmanden vor zwei Jahren als „Anfänger“ in der Konfirmandenzeit selber schrieben.

Wieder einmal haben die Teamer*innen diesen Tag liebevoll vorbereitet. Und bis auf drei sind alle da. Noch einmal  schauen wir zurück in eine wirklich schöne Zeit. Und dann schauen wir nach vorn. Lebhaft und sehr authentisch berichten die älteren Teamer*innen den aufmerksamen Konfirmierten, was sie dazu bewogen hat, Teamerin und Teamer zu werden. Und sie berichten davon, was sie als Teamer bereits an Erfahrungen gesammelt haben. Viele erzählen in diesem Zusammenhang von Freude und einer guten Gemeinschaft. Und dazu sind an diesem Tag auch die  Konfirmierten eingeladen.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

5. Taufengelwanderung verläuft fröhlich trotz Starkregen

Bischof in Bodenburg

„Gott hat uns längst einen Engel gesandt“. Mit dieser gesungenen Botschaft eröffnet das Vokalensemble „Klangfarben“ - unter der Leitung von Dorothea Bartels - die Eröffnungsandacht zur fünften Taufengel-Wanderung des Kirchenkreises Hildesheimer Land – Alfeld. Aus diesem Bereich haben sich  rund 130 Taufengelwanderer in der Bodenburger St. Johanniskirche versammelt. Viele haben einen kleinen Rucksack und einen Wanderstab mit dabei. Auch der Landesbischof trägt Wanderschuhe. In sein  berührendes, geistliches Wort gibt er auch biographische Erinnerungen. Die Grabinschrift auf dem Grabstein seines Großvaters habe in immer daran erinnert, dass wir alle Wandernde sind. In spannender und freier Erzählmanier finden sich intensive Parallelen zwischen der Taufengel-Wanderung und dem Gang der Jünger*innen nach Emmaus. „Dabei ist ER - Gott -  wie mit seinen Jüngern wohl auch mit uns unterwegs, auch wenn wir  oft erst im Nachhinein in ihm einem Begleiter auf dem Weg erkennen“, erzählt der Bischof.

 

Beim Aufbruch nach Wehrstedt öffnet dann der Himmel seine Schleusen. Über die erste Wegstrecke durch den Park wird der Regen noch von den Bäumen abgehalten. Dann aber schüttet es heftig. Doch es ist ein warmer Regen, und die Stimmung bleibt fröhlich und wird es sogar immer mehr. „Gottes Wahrheit ist Schutz und Schirm“. Am ersten Rastplatz fallen diese Worte des Psalm 91 in offene Ohren und in offene Herzen. Viele rettende Regenschirme werden zum Bild für die Gedanken dieses besonderen Gebets.

Kurz vor Wehrstedt hört es dann auf zu regnen, und schnell klart sich der Himmel wieder auf. So können sich dann doch noch ein paar Wanderer auf den trockengewischten Bänken unter den Linden vor der Kirche ein wenig ausruhen. Andere strömen in den Gemeindesaal und versorgen sich dort am reichlich gedeckten Tisch mit Brot, Käse und Getränken.

 

In der Abschlussandacht wird im Vortrag des Engelforschers Dr. Uwe Wolff die Leidenschaft für sein Fachgebiet deutlich. Man spürt, wie sehr er über seine Forschung mit den Engeln verbunden ist. Nach dem Schlussgebet tragen die tapferen und regendurchweichten Teamer Ole, Vincent, Jonas und Mario den hölzernen Taufengel noch einmal in die Mitte der Gäste, und jeder Teilnehmer unterschreibt mit seinem Namen. So wird dieser Engel aus Holz einmal mehr auf Gottes Geheiß zu einem lebendigen Mittelpunkt, um den sich Jung und Alt versammeln und auf sehr fröhliche Art und Weise bereits erste Erinnerungen an diese spektakuläre Wanderung mit unserem Landesbischof Ralf Meister austauschen.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

"als Be-GEIST-erte leben"


Pfingstmontagschristival 2019

Mit einem ordentlichen „Wumms“ haut Pauli die Becken zusammen und Ole auf die Pauke. Der bekennende Nicht-Sänger Manfred aus dem Nachbarort erwischt sich selbst beim Intonieren des "Halleluja" von Händel. Marlene lässt fünfe grade sein und schnippst einen 10er in das Spendenglas. „Ist für das super-leckere Stück Kuchen, das Stück Marzipan-Sahne und den kräfteweckenden Kaffee“; sagt sie. Davon hat sie ihrer Banknachbarin gleich einen mitgebracht. Andreas faltet aus dem Liederblatt nach dem Gottesdienst einen Papierflieger. „Schau nur, wie der von der unsichtbaren Luft getragen wird“, raunt er seinem Sohnemann zu. Der hat sich breitschlagen lassen, mitzukommen. Aber er sieht nicht unzufrieden aus.

Ein wundervolles Pfingstfest liegt hinter uns. Hunderte Besucher sind in den Pfarrgarten zu Bodenburg geströmt, und die meisten haben ihn mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen. Wie war das mit der entliehenen DVD und der Quittung der Stadtbibliothek „Jesus liebt dich, für drei Wochen verlängert“? Dafür gab es von jungen Nachwuchsmusikern einen feeling blues auf die Ohren, und die 145 Jahre alte Kapelle hat uns superschön "den Marsch geblasen". Der katholische Mitbruder hat uns alle beim Gottesdienst im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich ins ökumenische Pfingstgebet genommen, auch wenn die Worte aus katholischem Mund kamen. Der evangelische Mitbruder hat uns vorgeführt, dass eine Predigt länger als 7 Minuten dauern kann und trotzdem spannend ist und wert, sie bis zum Ende zu hören. Evangelische und  katholische Jugendliche haben begeistert Kindern das Nistkastenbasteln und Spielen vorgemacht. Sie haben gezeigt, dass ein Miteinander im guten Geist viel mehr Freude macht, als wenn jeder nur noch für sich auf den Handybildschirm starrt und auf Botschaften wartet, die dann doch nicht kommen.

Dabei war die Botschaft, auf die es ankommt, vor 2000 Jahren schon gesagt. Jetzt aber bekommt sie erneut Hand und Fuß im ökumenischen Miteinander der Musiker, der Sänger*innen und der Ehrenamtlichen. Auch das Hand-in-Hand-Vorbereiten ist nicht nur eine Gepflogenheit, sondern eine Freude, weil viele Hände für ein schnelleres Ende sorgen, zumindest bei der Arbeit. Denn für das fröhliche Miteinander des Pfingstmontagschristivals nehmen wir uns jedes Jahr Zeit ! Gott sei Dank oder ...?

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Jugendliche engagieren sich für Bodenburg


Echte Müll-Finde-Füchse

„Hat jeder ein Paar Handschuhe?“ Nachdem sich auch die letzten Jugendlichen einen Handschutz besorgt haben, kann es losgehen. Im Pavillon wird noch schnell ein Foto  mit leeren Eimern gemacht. Dann brechen die Kids in einzelnen Gruppen auf und durchforsten den Bodenburger Schlosspark. „Für das Team, das am meisten Müll in den Eimern sammelt, gibt es eine Tafel Schokolade!“ Die evangelischen und katholischen Jugendlichen entwickeln sich zu echten "Müll-Finde-Füchsen". Da liegt doch tatsächlich eine volle Windel im Gebüsch. Jana rückt mit Spezialwerkzeug an. Sie hat eine der zwei Müllzangen ergattert, die bei besonders ekligem Müll zum Einsatz kommen.

Binnen einer Stunde ist der Schlosspark müllfrei, so emsig waren die Jugendlichen bei der Arbeit. Im Schlosspark übernehmen Hans-Werner Kalkmann und eine Künstlerin, die wir gerade zufällig vor dem Bullenstall treffen, als Jury die Bestimmung der Gewinner und die Preisverleihung. Erstgenannter stockt den ausgelobten Finderlohn sogar noch um eine halbe Packung "Merci" auf, die er spontan aus seinem Künstleratelier holt und den Jugendlichen schenkt. So eine Initiative muss einfach belohnt werden!

Der Abend wird zu einem ökumenischen Grillabend. In der Küche und draußen im Garten werden gemischt-konfessionell Möhren geschrappt und Gurken geschnitten. Derweil kümmert sich eine ökumenische Jungengruppe um den Grill. Dann essen wir gemeinsam, und die 45 Jugendlichen werden alle satt!

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Konfirmation 2019 in Sehlem


Feierlicher Festgottesdienst in St. Cäcilien

Sie sehen allesamt sehr, sehr chic aus, "unsere" Konfirmanden*innen aus Sehlem. Die festliche Kleidung steht Ihnen gut. Wie über Nacht sind aus den 6 Jungen und Mädchen junge Erwachsene geworden. Kleider machen Leute? Nicht nur! Da ist mehr in den Augen der Konfirmanden*innen zu sehen. Fast zwei Jahre lang haben sie sich auf diesen Moment vorbereitet. Hinter ihnen liegen zwei gemeinsame Freizeiten und eine Konfirmandenzeit, in der ihre Fragen Raum und Zeit hatten, gestellt zu werden. Das „Ja, mit Gottes Hilfe“ als ihre eigene Antwort, ob sie der Spur Jesu weiterhin folgen wollen, klingt kräftig und sehr authentisch. In der langen Zeit miteinander ist nicht nur eine gute Gemeinschaft gewachsen. Bei manch einem, und bei manch einer hat die freiwillige Religionszeit etwas in Bewegung gebracht. Das spürt man. Der feierliche Gottesdienst nimmt unsere Heranwachsenden hinein in einen Moment, der Ihnen noch hoffentlich lange Schutz und Schirm und innere Kraft sein will, so wie es fast alle Konfirmationsverse als Glaubenswunsch in Worte fassen.

 

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Was wird mit dem Pfarrhaus Breinum


Informationsabend in St. Marien.

Diesmal ist es kein Gottesdienst zu dem sich die Breinumer Gemeinde in der St. Marienkirche trifft. Es geht an diesem Abend darum, über den Zustand des Pfarrhauses zu berichten. Vorn im Chorraum steht eine Leinwand. Wir sehen zunächst Bilder, die den Zustand des Hauses abbilden. Für manche der zahlreich erschienenen Breinumer ist es der erste Eindruck, den sie sich selbst von der Pfarrwohnung machen können. Diese ist in der Tat in einem bedenklichen Zustand. Besonders das Bad hat gelitten. Über lange Zeit ist offensichtlich Wasser aus der Toilette unbemerkt in den Fußboden der ersten Etage geflossen. Das hat die Holzlehmdecke in Mitleidenschaft gezogen. Noch weiß keiner, wie gravierend der dadurch entstandene Schaden ist. Das ist ja das Fatale, dass man bei einem Fachwerkaus so manche Schäden erst entdeckt, wenn man unter die Oberfläche schaut.

Natürlich wurden in der Zwischenzeit Gutachten über den Umfang und die Kosten einer nötigen Sanierung erstellt. Allein für die Renovierung der oberen Wohnung nennt die Kostenschätzung der Bernward-Gmbh einen Betrag von über 100.000 Euro, die aufgebracht werden müsste, um die Wohnung wieder in einen vermietbaren Zustand zu bringen. Die Gesamtkosten schätzt ein durch den Kirchenkreis in Auftrag gegebenes Gutachten aus dem 2015 bereits auf 300.000 Euro. Das sind Kosten, die die Kirchengemeinde als Eigentümer nicht aufbringen kann, zumal keinerlei Zuschüsse zu erwarten sind.

Von Anfang an machen die Kirchenvorsteher deutlich, dass dieser Abend ausschließlich der Information gilt. So werden natürlich keine Beschlüsse gefasst. Aber – auch dank der Fachkompetenz mancher Veranstaltungsbesucher - entstehen doch eine Reihe von Ideen, wie unter Umständen die Gemeinderäume und vor allem die Toiletten für die kommenden Jahre in Breinum erhalten werden können.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Stärkende Ritualgottesdienste


Von Karfreitag nach Ostern

Feierlich pusten die drei Sprecherinnen und Sprecher des szenisch gelesenen Evangeliums die Osterkerze aus. In der Kirche ist es einen Moment lang mucksmäuschenstill. Der Bericht des Evangelisten Johannes von der Kreuzigung Jesu geht unter die Haut. Das Thema Sterben und Tod kennen die meisten Gottesdienstbesucher aus der eigenen Biographie. So können sich viele vorstellen, wie es der Mutter von Jesus und dessen Freunden geht, die in Golgatha unter dem Kreuz stehen. Der Karfreitag bringt all dies auch exemplarisch zur Sprache und ist vielleicht auch darum eine Hilfe, weil sich die Anwesenden Klageworte und –gedanken aus den Texten zu Karfreitag ausleihen können für die eigene Trauerarbeit. Darum feiern wir Ostern auch nicht gleich im Anschluss an den Karfreitag. Trauerarbeit braucht Zeit. Dafür steht der Samstag, der eben kein Ostersamstag sondern noch ein Karsamstag ist.

Ostersonntag aber unterstreichen das volle Geläut der Glocken zum Festgottesdienst und ein kraftvoller Orgelklang das, was wir feiern, dass der Tod vielleicht Grenze des Lebens ist, aber nicht der Liebe!

Bild: Henning Forwergk

Licht und Stille mit viel Raum zum Nachdenken

In dem sonst leeren Chorraum der Marienkirche steht ein Kreis von Stühlen und in der Mitte auf einem alten, ehrwürdigen Leuchter die Osterkerze. Noch brennt sie nicht. Erst nach der Begrüßung nimmt Lektorin Birgit Ziemann mit einer kleinen Votivkerze von der Flamme der Altarkerzen und entzündet damit die Osterkerze. Sie wird und ist Erinnerung und Symbol zugleich für die Anwesenheit Gottes.

Die 7 Passionsandachten sind bewusst zeitlich kurz gehalten und legen Wert auf Momente der Stille. Damit geben diese Andachten besonderen Raum, in sich selber hineinzusehen und hineinzuhorchen – die Gedanken vor Gott zu ordnen und zu einer Klarheit zu finden. Dazu helfen auch die Meditationslieder aus Taizé, die so kurz und damit einfach zu singen sind und so das Nachdenken vor Gott hilfreich begleiten.

Dass diese Andachten eine besondere Kraft schenken, scheint sich herumzusprechen. Waren es zu Beginn der Reihe nur wenige Besucher, so sind es im Laufe der Zeit zunehmend mehr geworden, die sich mittwochs in der Marien-Kirche versammeln. Wie gut, dass wir hoffen dürfen, dass es diese Andachten auch im nächsten Jahr erneut geben wird – und das aller Wahrscheinlichkeit nach auch wieder in Breinum.

Gemeinsamer Vorstellungsgottesdienst in Badse

Der Altarraum der Martin-Luther-Kirche ist in buntes Licht getaucht. Das ist ebenso ungewöhnlich wie der ganze Gottesdienst, den die Konfirmanden*innen zusammen mit den Teamern und den Gottesdienstbesuchern feiern. Ein Schattenspiel, eine Spielszene im E-Bus, ein Interview… Aber das sind nicht nur Hingucker um der Aufmerksamkeit willen. Wer genau hinhört und hinsieht, erkennt, was die Bibelgeschichten mit den Konfer-Kids gemacht haben. Wer sich darauf einlässt, kann sich in die Glaubens- und Hoffnungswelt der jungen Generation hineinfühlen. Und es ist etwas sehr Kostbares, dass uns die Jugendlichen einen Einblick in die Welt ihrer Gedanken und Perspektiven schenken.

Selbstbewusst, fröhlich und definitiv begeistert singen wir die Lieder, die wir auf der Konfer-Abschlussfahrt gern gesungen haben. Und man merkt auch diesmal, dass es kein Abspulen von Tönen ist. Emotional dicht wird es dann nicht nur einmal in diesem besonderen Gottesdienst, sondern vor allem auch in dem Fürbittengebet der Jugendlichen. Dort beten wir nämlich die Bitten, die während des Lichterpfades im Rahmen der Abschlussfahrt der Konfirmanden*innen selbst geschrieben wurden. Und es wird ganz still in der Martin-Luther-Kirche, bis wir dann alle den stärkenden Segen empfangen, den uns diesmal die Jugendlichen spenden – uns allen ein Kreuz in die entgegengestreckten Hände malen und dazu sagen: Fürchte dich nicht. Gott hat dich lieb!

Abschlussfahrt der Konfirmanden*innen 2019

Sarah überlegt, wie sie ihre Follower bei Laune halten kann. Einen Post nach dem anderen schickt sie via Smartphone ins WWW. Aber diesmal scheint sie nicht den Nerv der jungen User*innen zu treffen. Sie verliert massenhaft Follower. Nur einer bleibt ihr – Gott ! Er hält dir die Treue, auch wenn alle gegen dich sind. Die Botschaft der Teamer-Spielszene ist ebenso eindrucksvoll wie aussagekräftig. Immer auf Erfolg aus sein zu müssen, kann ganz schön stressig sein. Aber die Konfirmanden des Jahrgangs 2019 denken nicht nur grundsätzlich über Follower und Influencer nach. Sie beschäftigen sich auch mit Geschichten der Follower über Jesus. Interessante Interviews, Schattenspiele und sogar ein Song entstehen in den „Kreativ-Werkstätten“, in denen sich die Konfer-Kids unter Anleitung der Teamer mit Bibelgeschichten auseinander setzen. Das Schönste aber ist, dass sich während der vier Tage im Evangelischen Jugendhof eine gute und tragfähige Gemeinschaft bildet. Wie schade, dass die gemeinsame Zeit begrenzt ist. Aber es ist zu hoffen, dass die gemeinsam gemachten guten Erfahrungen den Jugendlichen noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Bild: Henning Forwergk

Evenser legen selbst Hand an die Kapelle

Das günstigste Kostenangebot belief sich auf  rd. 2000,- €. So viel sollte allein die sogenannte „Einhausung“ der Orgel kosten, um sie vor Staub und Schmutz bei der anstehenden Sockelrenovierung zu bewahren. Nachdem sich die Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen der Christuskirche in Evensen mit dem zuständigen Architekten vom Amt für Bau- und Kunstpflege getroffen hatten, stand für alle fest: das würden sie selbermachen. Und so geschah es auch. Zusammen mit dem tatkräftigen Küster Bernd Knappe versahen die motivierten Kirchenvorsteher nicht nur die Orgel mit einer Schutzhülle. Auch Altar und Kanzel wurden mithilfe einer Einhausung aus Kunststoff vor Staub und Schmutz geschützt. Sogar der Taufengel bekam eine Schutzhülle aus einem alten Bettbezug. Dann wurden zunächst die Bänke und die Bankheizungsanschlüsse demontiert. Der schadhafte Sockelputz wurde entfernt und neuer aufgetragen. Ein Maler vollendete die Teilrenovierung des Innenraumes, die die Kirchenvorsteher schon lange geplant und erhofft hatten. Möglich wurde diese Erneuerung des schadhaften Sockelbereiches auch durch die großzügigen Spenden, die im Rahmen des „Freiwilligen Kirchgeldes“ schon über mehrere Jahr für die anstehende Teilrenovierung gespendet wurden. So ist das schmucke Erscheinungsbild der frisch renovierten Christuskirche nicht nur dem agilen Kirchenvorstand, sondern eben auch der Dorfgemeinschaft Evensen herzlich zu danken.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Musik in der Kirche....

hieß es am 17. März wieder einmal in St. Andreas zu Wehrstedt. Und dieses Mal gab es ein Wiederhören mit dem „Rhythmik Harmonika Quartett“ um die beiden Musiker Jürgen Stoffregen und Fritz Schwengler. Diese beiden ehemaligen Wehrstedter und ihre musikalischen Kollegen Willi Schmitz und Kurt Ebeling hatten winzig kleine und auch erstaunlich große Mundharmonikas mitgebracht und begeisterten ihr Publikum mit ganz unterschiedlichen Stücken. „Spiel mir das Lied vom Tod“ der Filmmusik-Klassiker von E. Morricone war ebenso dabei wie „Wien bleibt Wien“. Die Formation hatte schon im vergangenen Oktober beim Männergottesdienst in der St. Andrea-Kirche gespielt, und bereits da keimte bei Christa Flätjen der Gedanke, die Musiker für einen weiteren Termin in der Wehrstedter Kirche zu gewinnen.

Fritz Stoffregen und Fritz Schwenkler machen auch mit Heinz Riechers und Marion Bieler als Band „Just for fun“  gemeinsam Musik. So lag es nahe, diese Formation, die hauptsächlich amerikanische Folksongs spielte, ebenfalls einzubinden. Marion Bieler führte durch das Programm und es gelang den Musikern mühelos, die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche  anzuheizen.

Hatten die Zuschauer schon im mittleren Teil des Konzerts  beim  „Rhythmik Harmonika Quartett“ begeistert mitgesungen und manche Zugabe eingefordert, so steigerte sich die Stimmung beim erneuten Auftritt der Band „Just for fun“ noch einmal. Die Zuhörer klatschten und wippten im Takt und niemand hielt es mehr auf den Plätzen. Stimmungsvoller Höhepunkt war sicher das „Halleluja“ von Leonhard Cohen, gefolgt von zwei Zugaben. Christa Flätjen, Ursel Jakubowski und Lothar Grosche vom Kirchenvorstand hatten sichtlich Mühe, durch die begeisterten Konzertbesucher nach vorne zu den Musikern zu gelangen, um Ihnen ein „Dankeschön“ in Form von Blumen und Osterhasen zu überreichen.

Bild: Henning Forwergk

Johannisstiftung fördert gemeinschaftsstiftenden Ausflug

Schon zum 6. mal veranstalteten die Jugendfeuerwehr Bodenburg und die St. Johannis-Stiftung der evangelischen Kirche Bodenburg eine gemeinsame Jugendfreizeit zum Eislaufen in die Eishalle nach Salzgitter. 42 Jugendliche und Betreuer aus Bodenburg und Umgebung trafen sich gegen 13.30 Uhr auf dem Bodenburger Marktplatz zur gemeinsamen Abreise. Pastor Henning Forwergk ließ es sich nicht nehmen, den Bus mit der Reisegruppe herzlich  zu verabschieden. In der Eishalle angekommen wurden zunächst einmal alle mit passenden Schlittschuhen ausgestattet, bevor es auf die Eisfläche ging. Während einige der Jugendlichen sich schon als recht passable Eisläufer zeigten, mussten mehrere Neulinge ein paar Bauchlandungen hinnehmen oder sie nahmen vorsichtshalber mal eine „Lauflernhilfe“ in Anspruch. Zur Halbzeit gab es dann eine Erfrischung, bevor gut gelaunt gegen 17.00 Uhr die Heimreise nach Bodenburg angetreten wurde.

Die Vorbereitung lag in den bewährten Händen von Jugendfeuerwehrwart Siggi Schön, der auf der Fahrt von Nicole Maiwald und Lorenz Wolfram sowie von den Teamern der ev. Kirche um Jonas Maibaum unterstützt wurde.

Von den Jugendlichen war nur ein geringer Kostenbeitrag zu erbringen, da die Busfahrt und die Restkosten jeweils zur Hälfte von der St.Johannis-Stiftung Bodenburg und dem Förderverein der Feuerwehr Bodenburg übernommen wurde.

Wir alle als Selfie Gottes

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Teamer bereiten Abschlussfahrt vor

„Wer jetzt ein Handy dabei hat, holt es gerade mal aus der Tasche“. Es ist eine ungewöhnliche Bitte, die Miriam Haase im Rahmen ihrer Andacht äußert. Sonst sind doch eingeschaltete Mobiltelefone in Gottesdiensten eher noch verpönt. In manchen Teamer-Augen ist Skepsis zu sehen. Aber die Diakonin möchte, dass wir ein Selfie machen. Und dann erzählt sie aus der Bibel. „Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde“, steht dort im ersten Buch Mose. „Dann sind wir sozusagen das Selfie Gottes!“, schlägt sie den Bogen zu den Jugendlichen. Gespannt hören diese der Andacht zu.

Auch in diesem Jahr haben wir uns mit den Teamern und Teamerinnen unserer Gemeinden zwei Tage Zeit für die Vorbereitung der diesjährigen Abschlussfahrt der Hauptkonfirmanden genommen. Die Stimmung ist von Anfang an sehr gut. Viele haben sich auf die gemeinsame Zeit und das Miteinander gefreut. Die „alten Hasen“ aus der Teamer-Runde wissen ja schon, was sie erwartet.

Aber auch die neuen sind schnell mit dabei. Dank der vielen guten Ideen unserer Jugendmitarbeiter*innen wird aus der vorgegebenen Überschrift schnell ein ansprechendes und zugleich anspruchsvolles Programm, das den Konfirmanden und Konfirmandinnen Freude und Spaß machen wird. Spaß und Freude haben wir aber auch in diesen besonderen Tagen. Der Ausflug zur Eissporthalle und die Abende in denen die Jugendlichen spielen, Musik machen und nicht zuletzt das gemeinsame Kochen lässt dieses Wochenende zu einem werden, an das alle gern zurückdenken.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Johannis-Stiftung stiftet Nähkursus

… nur nicht den Faden verlieren

Der große Raum des evangelischen Gemeindezentrums hat sich in ein Nähstudio verwandelt. Auf den Tischen stehen 7 Nähmaschinen. Davor haben sich 6 Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren niedergelassen. Sie haben sich auf Einladung der Johannis-Stiftung zum Nähkurs angemeldet, der nun am Sonnabend von 10 Uhr bis 15 Uhr stattfindet. „Was möchtet ihr nähen?“ Die engagierte Textilfachfrau aus Alfeld fragt die Jugendlichen. Schließlich ist es auch Zweck und Ziel des Kurses, die eigene Kreativität und handwerkliche Kompetenz der Jugendlichen zu fördern.

In der Zwischenzeit hat die Kuratorin Heike Mahnkopp schon einmal die Lebensmittel aus dem Einkaufskorb genommen und auf die Ablage in der Küche des Gemeindezentrums gelegt. Das Eis zum Nachtisch bleibt noch in der Kühltasche. Natürlich wird frisch gekocht. Schon nach kurzer Zeit duftet es sehr lecker aus der Küche, während im Gemeindesaal die Ideen ausgetauscht werden, was die Kids nähen möchten und könnten. "Ich mache für mich eine Handytasche," sagt eine Nähbegeisterte, und ein erster Schnittbogen wird dazu herausgesucht. Auch wunderbare Kissenhüllen entstehen noch an diesem Samstag, der den Kids sichtlich Freude bereitet.

"Wenn es wieder mal einen Nähkurs gibt, müsst ihr mir unbedingt Bescheid sagen. Das hat mir heute so viel Spaß gemacht, das möchte ich unbedingt wieder machen." Na, wenn das kein Kompliment für die Textilfachfrau aus Alfeld ist, aber eben auch eines für die Stiftung.

Bild: Henning Forwergk
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Bild: Henning Forwergk
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