Bild: MJ

Gerade gewesen

Ihr letzter Nachmittag beim Frauentreff in Bodenburg

Monika Becker und Sabine Koch verabschieden sich aus der Leitung

Sie hatten die Themen ausgewählt und die Frauentreff-Nachmittage liebevoll vorbereitet. Sie haben den Tisch gedeckt und für Getränke sowie einen kleinen Imbiss gesorgt. Einmal pro Monat haben sie die Türen des Gemeindesaales weit geöffnet und sich über eine rege Teilnahme gefreut. So haben die beiden viel Zeit geschenkt, aber auch viel zurückgeschenkt bekommen. Das sagen die beiden scheidenden Frauentreff-Verantwortlichen gleichermaßen.

Zum "Frauentreff" haben sich dienstags Frauen aus unseren Gemeinden regelmäßig getroffen und in gemütlicher Runde über verschiedenste Themen nachgedacht, Vorträge gehört, Ausflüge unternommen oder auch mal einfach nur Gesellschaftsspiele gespielt.

Dass es immer eine sehr schöne Zeit, sowohl  m i t  den Frauentreff-Leiterinnen, als auch  d u r c h  sie gewesen sei, betont auch Dankesrednerin Heidrun Heinrich bei der Übergabe eines Dankesgeschenkes an die beiden. Sabine Koch und Monika Becker freuen sich sichtbar über den Dank. Alle zusammen haben aber auch zugleich bedauert, dass der regelmäßige Treff durch die Corona-bedingte Zwangspause nicht möglich war.

Wie es weitergeht und ob es überhaupt weitergeht, ist leider immer noch offen. Doch wir hoffen, dass wir für die Leitung des Kreises Nachfolgerinnen finden, die den beliebten Treff aufrechterhalten. Vielleicht finden sich ja doch in unserer Gemeinde ein, zwei oder drei Frauen, die im Team Freude daran haben, solche wichtigen Zusammenkünfte für andere offen zu halten. Das wäre wunderbar.

Aber erst einmal gilt es, den Dank für die lange Verantwortlichkeit auszusprechen. Das wird auch im Rahmen eines Gottesdienstes am 12. Juni um 10 Uhr in St. Johannis geschehen. Und die Gemeinde ist dazu ganz besonders herzlich eingeladen.

sichtbares Zeichen für den Dank

Endlich mal wieder zusammen

Mord im evangelischen Gemeindezentrum

Krimi-Abend im Teamenden-Treff

Wurstfabrikant Alois Huber ist fassungslos. Ein Mord in seinem Betrieb! Auch Regine Greindl ist erschüttert. Das wird in den Aussagen zur Aufklärung des Mordes offensichtlich.

Im Laufe dieses besonderen Teamenden-Treffs geht es mal nicht vorrangig um Themen für eine gute Jugendarbeit. Die Teamerinnen und Teamer unserer Gemeinden schlüpfen in die Rollen erdachter Personen, die im Rahmen eines Spieles zu einem Mord befragt werden.

Die „Oberkommissarin“, die eigens zur Aufklärung der Tat angereist ist und nun inmitten der Teamerinnen und Teamer sitzt, ist Melanie Voss und vom Beruf her eigentlich Diakonin. Aber sie befragt die Anwesenden wie eine professionelle Kriminalistin nach ihrem jeweiligen Verdacht. Wer könnte wohl aus der Runde der Mörder oder die Mörderin sein? Das ist spannend und unterhaltsam zugleich. Und natürlich wird der Mord am Ende aufgeklärt.

Der gemeinsame Spielabend macht allen sichtbar Freude. Das hat auch mit der eigenen Spielfreude von Melanie Voss zu tun, die auf andere überstrahlt. Nach langer, Corona-bedingter Abstinenz genießen wir aber auch einfach das persönliche Zusammenkommen. Lange war es nicht möglich, zusammen zu lachen und zu rätseln, uns über das Neueste auszutauschen, eine kleine Andacht miteinander zu feiern und im Anschluss mit einem kleinen Snack zu stärken. Und umso mehr haben wir das an diesem Mittwoch beim Teamenden-Treff am 1. Juni genossen und freuen uns schon auf den nächsten am 6. Juli.

Erste Konfirmation 2022 in Bodenburg

„Hilfst du mir?“ „Na klar!“ Mit ihrer charmanten Anspieleinlage schlagen Lilith und Mira eine gute Gedankenbrücke zur Konfi-Abschlussfahrt. Vor den Augen aller Konfirmationsgäste erstehen erneut zwei Schattenrisse. Die Jugendmitarbeiterinnen haben nicht nur eine herzerfrischende Ausstrahlung bei dem Anspiel, sondern auch eine sichtliche Freude bei ihrem Tun. Anhand der ausgeschnittenen Profile erkennen wir erneut, wie unterschiedlich die Gesichtsprofile sind. Damit sind auch sie ja ein Beleg der Einzigartigkeit eines jeden Menschen, die jedem Menschen letztlich eine besondere Wertigkeit bestätigt… . Damit knüpft die Konfirmation inhaltlich an den Beichtgottesdienst des Abends zuvor an und führt diesen Gedanklich weiter. Ja, sie sind etwas sehr Besonderes und uns Kostbares – unsere Konfirmanden.

In der Bodenburger St. Johannis-Kirche feiern wir bei schönstem Frühlingswetter die erste Teilkonfirmation des Konfirmandenkurses 2020-2022. Sieben Konfirmationskerzen stehen auf dem Altar. Alle Festgäste folgen der Bitte des Kirchenvorstandes und tragen beim Singen ebenso wie beim Ein- und Auszug eine FFP-2 Maske. Dadurch klingt der Gesang etwas gedämpfter, aber die Musik ist gut ausgesteuert. Mario hat das Mischpult gut im Griff und kann auch die Lautstärke entsprechend einpegeln. So entsteht ein wirklich guter Klang.

Nach dem Gottesdienst treffen wir uns noch auf dem Kirchvorplatz. Dort macht unsere Fotografin Marion Jörns Gruppenaufnahmen und „unsere“ Bodenburger Konfirmanden bekommen von den Teamenden ihre Konfirmationsurkunden überreicht.

Der erste, nicht-digitale Teamenden-Treff in diesem Jahr war superschön

Mit ausreichendem Abstand stellen wir uns um das Schwungtuch. Das geht. Es ist groß genug. Ziel ist es, den Ball in der Mitte so hoch, wie möglich zu schleudern. Dazu müssen alle mit anfassen. Endlich sind sie wieder möglich: Teambuilding-Spiele, die Freude machen. Es tut gut, sich nach den digitalen Treffs mal wieder persönlich zu sehen. Natürlich tragen wir in den Innenräumen eine Maske. Aber nach den inhaltlichen Inputs spielen wir auf dem Rasen vor dem Gemeindezentrum zum Entspannen eine Partie "Wikingerschach". Und es fühlt sich fast ein wenig an wie „früher“.

kleiner Snack :-) der berüchtigt Sandwichmaker...

"Au-ja"-Begeisterung" auf dem Weg

Oster-Erlebnisgottesdienst bei schönstem Wetter

„Kommt, lasst uns zusammen hüpfen…“, schlägt eines der Kinder laut in den Kreis rufend vor. „Au-ja, au-ja,“ fallen alle anderen in dem großen Kreis mit ein und werfen die Arme zunächst in die Luft. So hatte es der "Osterspielleiter" Sascha kurz zuvor erklärt. Und alle machen zunehmend begeistert mit. „Komm, wir klopfen unserem Nachbarn bzw. der Nachbarin jetzt auf die Schulter“. Das Au-ja-Spiel ist nur eine der Aktionen, die sich die Mitarbeitenden des Kindergottesdienstes für den Erlebnisweg zum Ostersonntag ausgedacht haben. An der Kirche beginnend, erleben die zahlreich erschienenen Kinder und ihre Angehörigen einen bunten Strauß an Mitmach-, Zuhör-, aber auch Kreativimpulsen, passend zu den Wegestationen der beiden Frauen aus der Ostergeschichte.

Erlebnisostern in Wehrstedt

Ganz schön früh – aber eine stärkende Licht-Erfahrung

Oster-Frühgottesdienst – den Wandel vom Dunkel zum Licht erleben.

Vor der Friedhofskapelle in Bodenburg knistert ein kleines Feuer in einer gusseisernen Schale. Nach und nach sammeln sich die Besucherinnen und Besucher des Frühgottesdienstes um die Flammen. Über allem leuchtet ein heller Vollmond und wirft ein fahles Licht auf den Platz. Wir hören davon, wie sich auch Maria und Maria von Magdala in der Frühe des Ostermorgens auf den Weg gemacht haben, als es noch ganz dunkel war. So zieht denn auch unsere Gottesdienstgemeinde durch das Friedhofstor zur Johanniskirche. Dabei weist uns der Lichtschein der alten Osterkerze den Weg, die wir noch zuvor am Feuer entzündet haben. Sie wird von Lektor Manfried Witt und Lektorin Annette Bartels vorangetragen.

Das Licht der Osterkirche wirft einen flackernden Schein auf die Mauern der Eingangshalle der Kirche. In diesem Moment erinnert der Innenraum der Kirche an die Grabeshöhle damals. „Christus ist das Licht…" Anhand der nach und nach entflammten Lichter können wir gut spüren, welche Kraft doch ein kleiner Kerzenschein gegen die Finsternis hat. Und wir machen dieses eine Licht zu unserem eigenen Licht, indem wir die mitgenommenen Kerzen als allererste an der neuen Osterkerze entzünden.

Gebannt verfolgen wir, wie sich das Licht ausbreitet und den eben noch dunklen Raum in ein warmes Licht taucht. Mutmachende Bibeltexte und Gebete verstärken den optischen Eindruck. Beides zusammen leuchtet auch nach innen. So strahlt dieses Ostern auch sein Licht in unsere Seelen und erzeugt Aufmerksamkeit.

Ganz anders als sonst hören wir in der Kirche sogar, wie draußen die ersten Vögel in der Morgendämmerung  zu zwitschern beginnen. Zum Ende des Osterfrühgottesdienstes schickt die aufgehende Sonne bereits morgendlich zarte Lichtstrahlen durch die alten mundgeblasenen Fensterscheiben der Kirche. Alles zusammen verschmilzt zu einer einzigartigen Atmosphäre, die noch lange nachwirkt. Auch der Ostergruß der ersten Christen "Christ ist erstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!" hallt ebenso in den inneren Ohren nach. Erfüllt von Licht, Stille und Klang zugleich entlässt uns der Segen österlich gestärkt in den jungen Morgen.

der frühe Ostermorgen

die Kraft der Lichter

Karsamstag mit überraschend vielen Kindern

Kinder-Abendmahl mit Kirschsaft und Fladenbrot

„Setzt euch einfach auf die ausgebreiteten Decken!“ Überraschend viele Kinder sind der Einladung zu Ostergeschichte und Osterfeuer gefolgt. Auch ukrainische Gastkinder haben den Weg zu uns gefunden und nehmen nun mit ihren Begleiterinnen auf den Decken Platz. Feinfühlig erzählen die beiden Kindergottesdienstleitenden die Passionsgeschichte und Ostergeschichte in kindgerechter Sprache. Auch anhand gezeigter Bilder können die aufmerksamen Kinderaugen den Weg von der Trauer über den Tod von Jesus bis hin zum Weg der Frauen zum Grab mitverfolgen. Zwischendurch bekommen alle auch die Möglichkeit, sich selbst in die Geschichte einzubringen. „Ihr könnt euch jetzt einen Stein nehmen. Diese sind grau und wirken in den Kinderhänden klobig und groß. Jedoch mit den dazugelegten Farbstiften verwandeln sich die unansehnlichen Steine schon bald in wahre Kunstwerke... Ich habe einen Friedensstein gemalt... erklärt eines der älteren Kinder stolz.

Natürlich feiern wir vor dem gemeinsamen Aufbruch zum Osterfeuer auch noch Kinderabendmahl. Dafür bekommt jedes Kind etwas zu trinken und ein Stückchen Brot. Über uns zwitschern derweil die Vögel in den Ästen der Bäume und dann geht es gemeinsam los: zum Osterfeuer auf den „Rhoden“ wo wir dann alle zusammen erleben, wie der große Stapel mit Holz entzündet wird. Und die meisten Kids treffen dort auch ihre Eltern wieder.

Bei schönstem Wetter im Gemeindegarten

ein Friedens-Osterstein

Steine bemalen macht Spaß

"...jetzt habt ihr den Groove"

Bandcoaching mit „Popular-Kantorin“ Hanna Jursch

„Wir fangen gleich mit dem Rhythmus an. Mit den Füßen nehmt ihr die Viertel, und die Halben klatscht ihr mit den Händen. Und ihr sprecht den Songtext dazu. Aber im Rhythmus!“

Sachkundig achtet die neue Berufsmusikerin des Kirchenkreises auf die Details. Die Bandmitglieder lassen sich nicht zweimal bitten. Wir stehen alle auf und stellen uns in einen Kreis. Der Rhythmus des Songs geht über die Füße und Hände in den Körper.

„Und jetzt nehmen wir die Instrumente dazu. Zuerst Keyboard und Gitarre, dann die Blasinstrumente.“ Aufmerksam nehmen Querflöte und Tenorsaxofon die Partitur auf und setzen die Noten in Klänge um.

„Und jetzt noch die Sängerinnen!“  Die neue Kirchenkreiskantorin hat sich viel Zeit für das Coaching genommen. Einen ganzen Samstag lang übt die Kirchenband „InTAKT“ unter der Leitung der bühnen- und banderfahrenen Kantorin. Wir arbeiten zunächst an zwei altvertrauten Stücken. Dann aber üben wir auch ein neues Stück ein. Der ganze Tag voller Musik macht enorm Freude. Und die Erfahrung von Hannah Jursch ist eine große Bereicherung und Unterstützung in der musikalischen Entwicklung der Band. Denn schließlich wollen wir bald wieder die Konfirmationen musikalisch begleiten. Aber auch ein nächster Musikgottesdienst ist geplant. Dieser soll dann – nach der Corona-Zwangspause – hoffentlich am 11.09. 2022 stattfinden.

InTAKT

Danke, Hanna...

Konfirmandenzeit-Abschlussfahrt Jugendhof Sachsenhain

3G: geliebt - gerufen - getauft

Fahren wir oder fahren wir nicht? Die Entscheidung ist nicht leicht. Schließlich gilt es abzuwägen: Ansteckungsrisiko gegen den Gewinn an sozialer Erfahrung und das Erleben tragender Gemeinschaft. Die Eltern machen Mut. Auch der Kirchenvorstand trägt die Entscheidung zur Durchführung der Fahrt mit. So starten wir Ende März an einem Donnerstag mit dem kurzfristig bestätigten Bus nach Verden an der Aller. Folgsam tragen wir alle einen Mundschutz, so wie wir ihn dann auch auf dem Jugendhof immer dann tragen, wenn wir uns bewegen. Nur am Platz legen wir die FFP2-Infektionsprofilaxe während der Freizeittage ab. Auf dem evangelischen Jugendhof angekommen, gelten die 27 Konfirmanden und Konfirmandinnen aus den beiden Pfarrgemeinden zusammen mit den Teamenden zwar als „Kohorte“, wir wollen aber vorsichtig sein. Darum testen wir uns jeden Morgen, obwohl nach dem vom Jugendhof geforderten „Anreise-Tagestest“ nur ein weiterer Test am dritten Tag erforderlich wäre. Aber die Sicherheit ist uns allen wichtig. Die Teamenden bereiten nicht nur die Tagestests vor dem jeweiligen Frühstück perfekt vor. Obwohl wir nur wenig Zeit zur gemeinsamen Vorbereitung der Fahrt hatten, gestalten unsere Jugendmitarbeiter ein einladendes Programm, das die Konfirmanden schon am ersten Tag zu gern-mitmachen anregt.

Spürt man am ersten Abend noch sehr deutlich, dass sich nicht alle aus den zwei Pfarramtsbezirken kennen, wird aber schon am zweiten Tag der Fahrt die anfängliche Fremdheit zu einer Vertrautheit untereinander, und die beiden Gruppen werden zu einer guten Gemeinschaft mit Freude am Progamm und bei den Ausflügen der Teilgruppen in die nähere Umgebung.

Der Lichterpfad, die durch Kerzen erhellte Gute-Nacht-Kirche und vor allem auch der Abschlussabend ziehen die Teilnehmenden besonders in ihren Bann. In diesen Erlebnissen kommt besonders auch die hervorragende Gemeinschaft der Teamenden zum Tragen. Alle 13 Jugendlichen leisten in diesen 4 Tagen und drei Nächten einen enorm guten Dienst. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich am Ende der Fahrt doch so einige gut vorstellen können, nach

ihrer Konfirmation selbst mal als Freizeit-Teamende eine solche Fahrt zu begleiten. Herzlich willkommen, das wäre wunderbar.

Endlich: nach zwei Jahren Zwangspause wieder :-)

Konfirmationskerzen

Der LIfchterpfad...

Diesjähriger Weltgebetstag wird zum Friedensgebet

Es ist ein Gebet, das einmal um die Welt geht. Vorbereitet wurde es diesmal von Frauen aus England, Wales und Nordirland. Da war der Ukraine-Krieg überhaupt noch nicht im Blick. Dennoch schlägt das Weltgebetstags-Team gleich in der Begrüßung eine inhaltliche Brücke. Letztlich war und ist der Weltgebetstags-Gottesdienst doch immer zugleich auch ein Friedensgebet gewesen, indem es soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung der Geschlechter in den Blick nahm.

Das musikalische Team, bestehend aus Bärbel Schnurr und Dorothea Bartels, singt die irisch-englisch anmutenden Gebetslieder teilweise sogar mehrstimmig. Das klingt zusammen mit der einfühlsamen Begleitung durch Flöte und Keyboard wunderbar und lädt zum Mitsingen ein. Das tun wir auch, lassen die Masken allerdings auf. Das klingt gedämpft und tut trotzdem gut, mal wieder gemeinsam zu singen.

Sonst hätten wir im Anschluss an den interessanten Gottesdienst noch landestypische Speisen probiert. Aber das klassische Fish´n Chips muss leider ausfallen. Einmal mehr funkt uns die Corona-Pandemie wieder dazwischen und verhindert die Begegnung, die ein so schönes Element dieses besonderen Gottesdienstes war. Aber wir hoffen einfach auf das nächste Jahr.

sanftes Licht begrüßte die Gottesdienstbesuchenden

Treffen mit drei echten Königen

Wehrstedter Kindergottesdienstteam macht´s möglich

Zielstrebig gehen sie auf die Kirche in Wehrstedt zu. Sie tragen keine Maske, trotz Corona! Aber sie halten Abstand. Sie haben sich in 1,5 Meter Abstand zueinander aufgereiht. Die drei Könige sind aus Holz. Aber Holzköpfe sind sie deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil. Die Bibel erzählt, dass es weise und sternenkundige Menschen waren, die ein besonderes Licht am Himmel gesehen hatten. Den „Silberstreif am Horizont“? Wir wissen das nicht exakt. Was wir aber wissen ist, dass die drei - ebenso wie die Hirten - in dem neugeborenen Jesuskind etwas Besonderes fanden. Die Legende von den drei heiligen Königen erzählt, dass sie Jesus Geschenke brachten... ich persönlich glaube, dass sie dem heiligen Kind auch ihren Kummer dalassen konnten – ihm ihr Vertrauen schenkten und erlebten, dass sie das irgendwie befreite. Darum habe ich mich gefreut, als ich den Königen in Wehrstedt leibhaftig begegnet bin. Ich hab das dann mal ausprobiert und in der Kirche - wie die Könige - meine ganzen Sorgen dem Gotteskind anvertraut. Das war ein gutes Gefühl nachher. Alles verdanke ich dem Kindergottesdienst Wehrstedt. Die hatten die Figuren gemacht, um an diese uralte Legende zu erinnern. Und damit hatten sie nicht nur mich auf die Spur gesetzt. Viele Kinder haben sich mit guten Ideen versorgt, die dort um Kirche und Pfarrhaus herumstanden. Kleine, aber großartige Impulse zum Nachdenken, Basteln und Spielen. „Wenn wir uns schon nicht treffen können, so können wir uns trotzdem die Botschaften dieser alten Legende zu Herzen nehmen...!“. Danke, liebe Kindergottesdienstverantwortliche in Wehrstedt für dieses Geschenk.

P.S.: Jetzt stehen die 3 Könige übrigens etwas anders als noch vor dem heiligen Dreikönigstag. Zwei scheinen miteinander zu reden. Ein dritter sucht noch einen Gesprächspartner...! Und wenn du mal an der Kirche vorbeikommst, kannst du ihm vielleicht sagen, was dich gerade nervt oder umtreibt. Und du wirst die Erfahrung machen: diese von Gott berührten Könige hören dir zu. Das ist wunderbar, und du wirst wirklich erleichterter nach Haus gehen und kannst dabei aus den Behältern vor dem Pfarrhaus vielleicht noch neue Impulse mitnehmen....

Wir wünschen allen dort eine gute Begegnung mit den drei Königen. Übrigens darf man mit ihnen auch reden, ohne einen Mundschutz zu tragen.

Weihnachtsstimmung in kleiner Runde

Winterweihnacht... in diesem Jahr besonders

Letztes Jahr hat er gar nicht stattgefunden. Dieses Jahr haben wir ihn immerhin feiern können. Der Weihnachtsgottesdienst am ersten Weihnachtstag hat durch die Uhrzeit und die besondere Gestaltung in den vergangenen Jahren eine besondere Bedeutung bekommen. Er ist auch in diesem Jahr durch Musik und Gesang geprägt. Diesmal darf es allerdings aufgrund von Corona nur ein kleiner Chor sein, der in der Kirche singt. Außerdem muss der Abstand zur hörenden Gemeinde gewahrt bleiben. Aber der Chorraum der Johanniskirche gibt diese Möglichkeit her. So singen drei Paare vierstimmig Weihnachtslieder aus unterschiedlichen Genres. Leider darf die Gemeinde nicht singen. Das bedauern wir alle zutiefst, auch die Gottesdienstgäste. Trotz des schmerzlich vermissten Gemeindegesanges ist aber gerade auch dieser Gottesdienst ein besonders stimmungsvoller. Und als eine Art Trostpflaster gibt es dann doch noch ein Lied, das wir gemeinsam singen. Henrike Bartels hat ihre Posaune mitgebracht. Und am Ende des Gottesdienstes stellen wir uns alle zusammen mit dem vorgeschriebenen Abstand in einen Kreis auf dem Platz vor der Johanniskirche. Und nach einer kleinen Intonation durch die Posaune singen wir alle mit Mundschutz draußen auf dem Platz  " O, du fröhliche... ".Und auf einmal ist es da – das besondere Weihnachtsgefühl.

Krippenspiel auf dem Parkplatz

Auch die Wehrstedter trotzen Wind und Wetter

Ungemütlicher hätte das Wetter nicht sein können. Es ist knapp über 1 Grad, und es regnet. Dazu weht etwas Wind und treibt die Regentropfen über den Platz. Aber es sind doch erstaunlich viele Gottesdienstgäste auf den Parkplatz beim Südkauf gekommen. Für die Akteure des liebevoll vorbereiteten Krippenspieles war schnell noch ein Pavillon aufgebaut worden. Die meisten Gottesdienstgäste haben einen Schirm mitgebracht. So trotzen Groß und Klein im gebotenen Abstand dem ungemütlichen Wetter.

Aber gemütlich ging es auch damals schon nicht zu. Inmitten der Nacht und unter unwirtlichen Umständen kam das Jesuskind damals zur Welt. So erzählt es die alte Geschichte, die dem Weihnachtsfest zugrunde liegt.

Auch die Neuauflage der 2000 Jahre alten Weihnachtsgeschichte, die uns die Krippenspielakteure liebevoll vor Augen führen und erzählen, berichtet davon, dass es ungemütlich zuging. Aber gerade da ereignet sich Weihnachten, hören wir auch im Jahr 2021, nämlich dort, wo Menschen trotz aller Ungemütlichkeit versuchen, in Gottes Namen trotzdem Nächstenliebe zu leben und auf verschiedenste Art Licht in das Dunkel zu tragen. So wurde auch in diesem Jahr in Wehrstedt auf dem Parkplatz von Südkauf trotz des ungemütlichen Wetters Weihnachten. Danke all denen, die das ermöglicht haben!

Wie schade - es hat so geregnet

Trotzten Wind und Wetter

Bodenburger Kinderweihnachtsweg

Weihnachtsspuren auf den Straßen

Am Heiligen Abend ist es Zeit, sich auf den Weg zu machen – so taten es auch viele Kinder mit ihren Familien und nahmen damit das Angebot des KiGo-Teams wahr, bereits zum zweiten Mal einen Gottesdienst der ganz anderen Art zu feiern – draußen, bei Regen und Kälte, ohne zu wissen, wohin der Weg führte.

Dem jungen Hirten Simon war sein kleines Lamm entlaufen – dies galt es zu finden. Fußspuren auf der Straße wiesen den Weg.

Bereits im Vorfeld hatten sich die Kinder ein Bastelset für eine Laterne aus der Apotheke abgeholt – genauso wie der Hirte Simon eine Laterne von einem alten Hirten für seine Suche erhalten hatte. Die Kinder bekamen vier Kerzen, die ihnen den Weg leuchten sollten.

Doch gab es unterwegs auch andere Geschöpfe, die Sehnsucht nach Licht hatten: einen Wolf mit einer verletzten Pfote, einen Dieb, der sich versteckt hielt, einen Bettler. Die Kinder konnten an den Stationen ein Licht verschenken und dazu bemerken, dass es trotzdem noch hell genug für sie war – ja vielleicht sogar ein wenig heller? Beim Wolf konnte man sich ein Pflaster mitnehmen und bei Bedarf verschenken. Unterwegs gab es eine kleine Stärkung und immer genug Zeit, darüber nachzudenken, ob und wie man anderen eine kleine Freude macht. Wer würde sich wohl am meisten über das kleine Herz zum Anstecken freuen? Was braucht ein Bettler dringend? Na klar, Wärme, ein Zimmer, etwas zu essen – das waren die Antworten. Aber auch andere Dinge wie Zuversicht, einen Freund und auf keinen Fall Corona.

Ein Licht blieb übrig - für wen sollte das wohl sein? Da stand sie im Schlosspark, im Schutz der Bäume – die Krippe mit Maria, Josef und dem neugeborenen Jesus. Noch jemand hatte sich dort im warmen Stall ein Plätzchen gesucht – das Lamm, welches Simon und auch die Kinder so lange gesucht hatten! Hier stellten die Kinder ihr letztes Licht ab, damit es im Stall noch heller und wärmer wurde. Um aber nicht im Dunkel nach Hause gehen zu müssen, konnten die Kinder sich am Ende noch eine große Kerze dekorieren und mitnehmen. So war es auch auf ihrem Heimweg wieder hell!

Engel mit nassen Flügeln

Krippenspielkinder trotzen Wind und Wetter

Teamerin Hannah hält schützend den Schirm über die kleine Gruppe der Engel. Die meisten Hirten haben einen Hut, der sie vor dem Regen etwas schützt.  Tapfer halten Krippenspielkinder ebenso wie die anwesenden Eltern und Weihnachtsgottesdienstbesucher das schlechte Wetter aus. Gemeinsam erleben wir alle das Wunder live mit. Trotz widrigster Bedingungen wird in Sehlem auf dem Platz hinter der Kirche das Jesuskind geboren. „Fürchte dich nicht!"  So verkünden es auch im Jahr 2021 die Engel mit den nassen Flügeln den aufmerksam zuhörenden Eltern. Und die Botschaft tut gut.  Der kalte Wind fühlt sich gar nicht mehr so kalt an. Ermutigende Worte tun gut in unwirtlichen Zeiten – gerade wenn sie von Kindern gesprochen werden. Zu danken ist aber auch den Eltern, die dieses schöne Krippenspiel zum Mitmachen vorbereitet und als Gottesdienst mit uns in Sehlem gefeiert haben.

Gottesdienstgäste mit Abstand und Mundschutz

Beschirmte Engel in Sehlem

Wie kommen eigentlich die Weihnachtsbäume in unsere Kirchen?

Danke allen Weihnachtsbaumaufstellern und –stellerinnen

In der Kirche riecht es auf einmal ganz anders. Sonst dominiert der Duft nach Wachs und brennenden Kerzen. Aber wenige Tage vor Weihnachten riecht es dann nach frischer Tanne oder Fichte. Die Weihnachtsbäume in unseren Kirchen und Kapellen tragen nicht nur einen besonderen Lichtschein in unsere Kirchen, sondern auch einen besonderen Geruch.

Doch wie kommen die Bäume in die Kirchen hinein?

Es beginnt schon Wochen vorher mit der Suche nach einem geeigneten Weihnachtsbaum. Dank der guten Informationsvernetzung im Dorf findet sich oftmals eine „Spendentanne“. Weil sie für den Garten zu groß werden, sollen diese Bäume sowieso gefällt werden. So sind die Weihnachtsbäume in den Kirchen oftmals auch Ergebnis einer „Win-Win-Situation“, und beide Seiten haben ihren Vorteil. Die Gartenbesitzer müssen Fällung und Entsorgung nicht durch eine Gartenbaufirma bewerkstelligen lassen. Und die Kirchengemeinde freut sich über einen kostenlosen Tannenbaum.

Ist der Baum ausgewählt, rückt in den Dörfern das ehrenamtliche "Fäll- und Transportteam" an. Meist stehen auch schon diejenigen bereit, die den aufgestellten Baum anschließend schmücken. Auch das ist angesichts der Größe und Höhe der Weihnachtsbäume in unseren Kirchen kein Kinderspiel. Sowohl der Transport durch enge Tore und Gänge in die Kirche, als auch das Einstielen in die XXL-Baumständer braucht Kraft und Erfahrung.

Im Anschluss an das Aufstellen und Schmücken kommt dann das eigentlich Schönste. Auch wenn das erneut in diesem Jahr etwas kürzer kam als die Jahre zuvor. Mit dem entsprechenden Abstand zueinander wird auch heuer wieder die Schönheit der diesjährigen Weihnachtsbäume gemeinsam bewundert, und die Freude über einen schönen Christbaum ist schon irgendwie auch der Anfang einer höheren Weihnachtsfreude.

4. Advent - alternativer Singgottesdienst

Outdoor singen – indoor hören

Wir beginnen diesen besonderen Gottesdienst draußen auf dem Platz der Johanniskirche. Weil drinnen das gemeinsame Singen aufgrund von Corona erneut nicht empfehlenswert ist, hat Prädikantin Christine Bormann das Singen einfach nach draußen verlegt. Die Bläser und Bläserinnen haben ihre Instrumente zur Hand genommen. Sie begleiten uns beim ersten Adventslied, nachdem die Glocken bereits den Mitsinggottesdienst zum 4. Advent durch ihr feierliches Geläut eröffnet haben. Letztes Jahr musste diese traditionelle Musikandacht ausfallen. Im zu Ende gehenden Jahr 2021 konnten wir sie unter Wahrung der wieder verschärften Corona-Regeln feiern. In das zweite Adventslied spricht Lektorin Neele Ahrens die Eingangsgebete, die mit den Strophen des Adventsliedes korrespondieren. Dann durchschreitet die den Gottesdienst feiernde Gemeinde die offenen Doppeltüren der Johanniskirche, um drinnen auf die Lesung des Evangeliums und die Predigt zu hören.

Nach Abkündigungen, Fürbitten und Vaterunser stellen wir uns erneut auf den Platz vor der Johanniskirche und bilden - unter Wahrung der nötigen Abstände zueinander - einen großen Kreis. Das erneute gemeinsame Singen knüpft an die Worte der Ansprache in der Kirche an und vermittelt ein gutes Gemeinschaftsgefühl. Auch wenn wir entfernt voneinander stehen, sind wir durch das Singen trotzdem auf einer anderen Ebene miteinander verbunden. Das ist in Hinblick auf das nahende Weihnachtsfest ein bestärkendes Empfinden, das gerade in Hinblick auf die unsichere Corona-Entwicklung tröstliche Impulse schenkt und trotz allen derzeitigen Einschränkungen zuversichtlich stimmt. So wird dieser Singgottesdienst – obwohl er ganz anders verläuft, als geplant - aber dann doch irgendwie zu einem besonderen Adventslicht.

Ohne Glühwein und Plätzchen, aber trotzdem stärkend

Lebendiger Adventskalender trotz Corona

In diesem besonderen Jahr treffen wir uns ausschließlich  v o r  den Kirchen. So sind wir jeden Tag in einem anderen Ort und vor einer anderen der insgesamt sechs Sakralbauten unserer Kirchengemeinden. Gleichermaßen aber erhellen leuchtende Kerzenlichter die Plätze und Wege. Es ist überall eine stimmungsvolle und wohltuende Atmosphäre, die die Verantwortlichen schaffen. Wir beginnen mit dem ersten Lied. Da wir alle auch draußen Mundschutz tragen und mit genügend Abstand zueinander im Kreis stehen, geht das Corona-konform. Wie ein Licht sind auch die kleinen Geschichten, die jedes Mal zu diesen kleinen Adventstreffen gelesen werden. Es sind humorvolle Adventserzählungen darunter, aber auch besinnliche Texte hören wir. Die Vielfalt ist stets wieder neu überraschend. Oft gehe ich zögerlich zu den Treffen, die über 24 Abende des Adventes um 18:30 Uhr beginnen und eine gute halbe Stunde dauern. Aber immer komme ich „lichterfüllt“ nach Hause und bin froh, dass ich dabei gewesen bin. Der „lebendige Adventskalender“ ist auch gerade in diesem Jahr wieder eine wunderbare Vorbereitung auf Weihnachten. Und ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

vor der Kirche in sehlem

Vor der Kirche in Breinum

Teamenden-Treff im Dezember

Mit Mütze und Mundschutz

Der Dezember-Treff ist schon etwas Besonderes. Seit alter Tradition versammeln sich die Teamenden mit einer Nikolausmütze auf dem Kopf im Gemeindezentrum. Auch in diesem Jahr müssen wir leider die ganze Zeit einen Mundschutz tragen. Safety first!

„Willkommen an diesem speziellen Abend vor dem ersten Advent“. Routiniert begrüßt unser Moderatorenpaar Isa-Leandra und Marius alle Anwesenden. Wie immer nehmen wir zunächst die Geburtstage der Teamenden in den Blick und gratulieren. Leider dürfen wir heute nicht singen, aber Musik machen dürfen wir. So spielen wir ein Geburtstagslied ohne zu singen. Bis dahin läuft der Teamenden-Treff ganz normal. Dann aber wird es speziell.

„Wer stellt sich freiwillig zur Verfügung?“ Für das erste Spiel am Abend brauchen wir einen Freiwilligen oder eine Freiwillige. Natürlich machen wir nur Aktionen, bei denen sich der Corona-bedingte Abstand einhalten lässt. Und natürlich tragen wir dazu auch jeder und jede einen Mundschutz. Letztlich tut es dem Spaß am Spiel keinen Abbruch.

Es geht weiter. Die beiden Moderatoren haben Powerpoint-Präsentationen vorbereitet. Der Clou ist, dass die Vortragenden die einzelnen Folien gar nicht kennen. Da ist echte Spontanität und Schlagfertigkeit gefragt. Leider können wir nicht zusammen essen. Ohne Corona wäre es wieder ein schönes "Mitbring-Büfett" geworden. Aber so stärkt etwas anderes. Die Abschlussandacht fragt nach unseren Wünschen, und sie gibt Raum zum stärkenden Nachdenken. Und letztlich ist eben auch unsere Gemeinschaft eine Kraft. Das spüren wir beim Sitzen um die Kerzen im Gemeindesaal an diesem Abend auf besondere Weise. Danke Marius und Isa-Leandra für den schönen Abend.

Licht zur Andacht

mit (fast) echtem Lagerfeuer

Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt

Lebendiger Kindergottesdienst zum Reformationstag

Ob das geht, sich von eigener Schuld freizukaufen? Mit Geld? Am 31. Oktober dieses Jahres geht das für einen kurzen Moment in Bodenburg. An der Tür der St. Johanniskirche bietet eine junge Frau den wenigen Erwachsenen und zahlreichen Kindern aus dem Kindergottesdienst „Ablässe“ an. Selbstverständlich richtet sich der Preis dabei nach der Schwere des Vergehens.

Der erste Erwachsene in der Schlange vor dem Ablasshandel muss für den Erlass einer Lüge nur 3 Gold-Schoko-Taler bezahlen. Der zweite Kunde sollte eigentlich mit dem Geld von Mama Gemüse für das Mittagessen einkaufen. Stattdessen hat er jede Menge Süßigkeiten aus dem Geschäft gekauft. Das kostet natürlich etwas mehr! Da sind schon 5 Schoko-Gold-Taler fällig.

Aber das gute Gefühl, sich so schnell und bequem von seinen Verfehlungen freikaufen zu können, gleicht offensichtlich den Schmerz über den Verlust des Geldes aus. So leicht ist es auf einmal, sich von einem schlechten Gewissen freizukaufen. Ein älteres Kind stellt eine entscheidende Frage: „Wenn ich genug Geld habe, kann ich also ungestraft betrügen?". Die Kinder merken schnell, dass das eigentlich so nicht richtig ist. „Dann können die Reichen ja machen, was sie wollen, weil sie sich von allem freikaufen können? Das ist nicht gerecht!“

"Aber schaut mal, da hat einer was an die Kirchentür genagelt." Gebannt hören die Kinder zu, als die Kindergottesdienstmitarbeiterinnen Anne und Tatjana Sätze von dem Plakat lesen, die das Ablassgeschehen anprangern... Kurz zuvor waren sie durch einen kleinen Hula-Hupp-Reifen gesprungen, der eigentlich eine Zeitmaschine ist. Ruckzuck sind die Kinder so mitten in der Zeit Martin-Luthers gelandet, den sie zwar trotzdem nicht persönlich antreffen. Aber sie stoßen auf seine Spuren und feiern dann später am Gemeindezentrum ein ganz besonderes Reformationsfest - mit Stockbrot und Würstchen.

Sechs Vaterunser in 4,5 Stunden

Pop-up-Erntedank 2.0

Aus nostalgischen Gründen hat sich Kirchenvorsteher Henning Bartels für den „kleinen Deutz“ entschieden. Der Trecker passt besser zu dem älteren Anhänger und zu dem Anlass als eine hochmoderne Zugmaschine. So behält der Pop-up-Erntedank einen gewissen klassischen Charme.

Auf dem Hänger reist die Erntekrone, Klappstühle und ein Strohballen mit von Ort zu Ort. Windlicht und Kreuz sind als Kleinteile im mitfahrenden Bulli aufbewahrt. Ab der ersten Station wird der kleine Erntedank-Altar aus diesen Bestandteilen an jedem Haltepunkt neu aufgebaut. Das geht schnell und routiniert. Auch die Notenständer und Instrumente reisen mit und werden zu den Kurzgottesdiensten unter den Sitzen hervorgeholt und mit nach draußen gebracht.

Das Gottesdienst- und das Musikteam reisen diesmal in 2 Autos mit. Im Unterschied zum Pop-up-Erntedank vom letzten Jahr ist das Gesamt-Team von 5 Personen auf 10 angewachsen. In jedem unserer 6 Dörfer treffen wir auf bereits wartende Kurzgottesdienstbesucher und werden ebenso fröhlich wie erwartungsvoll empfangen. Fleißige Kirchenvorsteher*innen haben die „Pop-up-Locations“ bereits vorbereitet. Noch immer ist es ja nötig, Gästelisten zu führen.

15 Minuten dauert der vielfarbige Erntedankimpuls. Im Unterschied zum letzten Jahr darf diesmal die Gemeinde sogar mitsingen. Begleitet werden wir von einem 6–köpfigen Bläser*innen-Ensemble, das sich extra zu diesem Zweck zusammengefunden hat : Querflöte, zwei Trompeten, ein Tenorsaxophon, ein Horn und eine Posaune. So sind alle vier Stimmen besetzt.

Nach den 15 Minuten geht es ans Einpacken. Schließlich wollen wir die nächste Station in unserem nächsten Ort pünktlich erreichen.

Die um 09:00 Uhr morgens in Evensen begonnene Runde endet nach den Stopps in Sehlem, Breinum, Östrum und Wehrstedt  um 13:30 Uhr in Bodenburg. Für die beiden Teams ist diese Reise eine lange und dennoch sehr schöne Zeit. „Das ist ein wenig so wie ein kleiner Wanderzirkus, der von Ort zu Ort zieht“, illustriert ein Gottesdienstbesucher den Pop-up-Erntedank mit seinen eigenen Worten. Wir schmunzeln und werden dieses besondere Ereignis sicher noch länger im Gedächtnis behalten.

Bücherflohmarkt zum Wohle der Orgel

Es ist schönstes Sommerwetter. Fleißige Helfer haben die Bücherregale aus der Kirche und dem Pfarrhaus geholt. Sie stehen nun auf dem Platz vor der Kirche unter den Linden. Sie sind gut bestückt mit den Büchern aus der alten Gemeindebücherei. Diese ist schon seit Jahren nicht mehr in Betrieb. Mit dem Verkauf des alten Küsterhauses war auch die Schließung der Gemeindebücherei verbunden. Es kamen nicht mehr viele, um sich Bücher auszuborgen. So entschied sich der damalige Kirchenvorstand aus guten Gründen dagegen, für die Bücherei einen neuen Ort zu finden.

Schon ganz früh am Morgen sind die ersten Bücherwürmer da und stöbern. Kinderbücher, Romane, Sachliteratur… die Gemeindebücherei hatte gute Bücher im Verleih. Nun wechseln sie gegen eine Spende für die Orgel den Besitzer. So kommen am Ende des Tages  166.80 Euro als Erlös zusätzlich in den Orgelrestaurierungstopf für die nötige Instandsetzung der Orgel in St. Andreas

Bedauerlich war nur, so Ideengeberin und Organisatorin Christa Flätchen, dass wir keinen Kaffee und Kuchen anbieten konnten. Aber das wäre angesichts der ja immer noch wirksamen Pandemie nur unter hohem Aufwand realisierbar gewesen. Und trotzdem war es eine gelungene Aktion, und wir sind allen Mithelfenden zum Dank verpflichtet.

Klar und deutlich zu verstehen

Gebrauchte Sprachverstärkeranlage in St. Cäcilien eingebaut

„Und einen Lautsprecher setzen wir noch auf die Empore“. Gerhard Härich und Ralf Hoppe gehen beherzt und mit viel Umsicht ans Werk. Bevor sie mit der Installation der Lautsprecher beginnen, testen sie die Funktionalität der Gesamtanlage. Ja, es ist alles in Ordnung und funktioniert.

Dann machen sich die beiden an die Verlegung der Kabel. Zunächst verlegen sie einen kleinen Kabelkanal auf jeder Seite des Kirchenraumes. Dabei achten sie darauf, dass diese auch farblich gut zu der Kirche passen. Dann installieren die beiden Ehrenamtlichen drei weitere Lautsprecherboxen in der Kirche. So kann man künftig auch im Kirchenschiff noch besser verstehen, was im Chorraum gesagt wird. Das geht, ohne dass die Grundlautstärke für die Hörenden im Kirchenschiff ansteigt. Im Unterschied zu den herkömmlichen Verstärkeranlagen transportiert diese Anlage die Sprache nicht mit Druck über die Köpfe hinweg, sondern gezielt über die schmalen Boxen zu den Hörenden. Das ist ein speziell für Kirchen entwickeltes Verfahren und hat sich in der Vergangenheit vielfach bewährt.

Nach der Fertigstellung der Anlage machen wir eine Sprach und Hörprobe… und wir sind absolut begeistert. Nun kann man in jedem Winkel der Kirche jedes Wort, das in die Mikrofone gesprochen wird, klar und deutlich verstehen. Jetzt sind wir alle noch gespannt auf den Praxistest.

Grillen für die Evenser Geburtstagsjubilare

ein schönes Beisammensein am Gerätehaus

Es ist ein sonniger Tag und auch ganz schön warm. Aber das macht nichts. Die Geburtstagsjubilare sitzen im wohltuenden Schatten der Bäume. Liebevoll haben die Kirchenvorsteherinnen Annette Bartels und Gudrun Augustin die Tische im Garten hinterm Feuerwehrhaus in Evensen gedeckt. Und sie haben den Grill rausgeholt. Es riecht lecker nach gegrillten Bratwürsten. Im Innenraum stehen Schüsseln mit selbstgemachtem Salat. Die Gäste fühlen sich wohl. Das merkt man sofort, wenn man den Garten betritt. Pastor Forwergk hat seine Gitarre mitgebracht. Wir singen natürlich ein Geburtstagslied. Es ist der Auftakt zu einer klitzekleinen Geburtstagsansprache, in der wir vom Kirchenvorstand der Trinitatiskirchengemeinde in Sehlem, den Evenser Jubilaren die Segenswünsche der Gemeinde übermitteln. „Wie schön, dass du geboren bist…“, singen wir auch den Refrain eines bekannten Geburtstagsliedes von Rolf Zuckowski. Manche der Senioren kennen es gut von Geburtstagsfeiern ihrer Enkel. Ich frage nach den Geburtsjahren der Jubilare… Einige sind ja schon vor dem Weltkrieg geboren. So entstehen interessante und tiefer gehende Gespräche. Dann muss ich weiter und packe meine Gitarre wieder ein. Die Gäste aber bleiben noch ein wenig und kehren erst später, aber nach der – wie ich fand – erfüllten und erfüllenden Zeit wieder nach Hause zurück.

Sänger*innen-Treffen unter freiem Himmel

Singkreis nutzt die niedrigen Inzidenzzahlen des Sommers

Es ist schönstes Sommerwetter. Fleißige Helfer haben die Bücherregale aus der Kirche und dem Pfarrhaus geholt. Sie stehen nun auf dem Platz vor der Kirche unter den Linden. Sie sind gut bestückt mit den Büchern aus der alten Gemeindebücherei. Diese ist schon seit Jahren nicht mehr in Betrieb. Mit dem Verkauf des alten Küsterhauses war auch die Schließung der Gemeindebücherei verbunden. Es kamen nicht mehr viele, um sich Bücher auszuborgen. So entschied sich der damalige Kirchenvorstand aus guten Gründen dagegen, für die Bücherei einen neuen Ort zu finden.

Schon ganz früh am Morgen sind die ersten Bücherwürmer da und stöbern. Kinderbücher, Romane, Sachliteratur… die Gemeindebücherei hatte gute Bücher im Verleih. Nun wechseln sie gegen eine Spende für die Orgel den Besitzer. So kommen am Ende des Tages  166.80 Euro als Erlös zusätzlich in den Orgelrestaurierungstopf für die nötige Instandsetzung der Orgel in St. Andreas

Bedauerlich war nur, so Ideengeberin und Organisatorin Christa Flätchen, dass wir keinen Kaffee und Kuchen anbieten konnten. Aber das wäre angesichts der ja immer noch wirksamen Pandemie nur unter hohem Aufwand realisierbar gewesen. Und trotzdem war es eine gelungene Aktion, und wir sind allen Mithelfenden zum Dank verpflichtet.

Vier Konfirmationen an 4 Terminen

9 Konfirmanden und Konfirmandinnen in zwei Gottesdiensten

Es ist ungewöhnlich, dass an einem Samstag im Juli um 11 Uhr die Konfirmationsglocken läuten. Aber sie tun es zur ersten „Teilkonfirmation“ des Jahrgangs 2019-2021. Wir haben die Konfirmationsgruppe in vier Konfirmationen aufgeteilt, um möglichst vielen Angehörigen der Konfirmanden und Konfirmandinnen die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben.

In dem ersten Gottesdienst sagen 5 Konfirmanden*innen „Ja“ zu ihrer Taufe. Einen Tag drauf, am Sonntag, d. 18. Juli, bestätigen erneut 4 Konfirmanden*innen ihre eigene Taufe, indem auch sie ihr Ja-Wort geben.

Diese Konfirmationen beschließen eine sehr viel andere Konfirmandenzeit. Sie war noch deutlicher durch die Pandemie geprägt. Vieles, was in einer normalen Konfirmandenzeit Freude gemacht hätte, war aufgrund der Ansteckungsgefahren durch Corona verboten. Aber wir haben trotzdem auch schöne Zeiten im Miteinander und vor allem auch neue Formen im Miteinander entdeckt. Wohl keine Konfirmandengeneration vorher hat das Spiel „Ching, Chang, Chong" digital gespielt. Und auch der Frage nach dem Glück haben wir im Rahmen eines Online-Meetings nachgespürt.

In der Vorplanung zur Konfirmation war es für alle Beteiligten noch einmal sehr schmerzlich, die Gästezahlen immer noch zu begrenzen. Aber das alles konnte der Intensität der Konfirmationen nichts anhaben. Ein besonders emotioneller Moment war - wie bereits im letzten Jahr - die Handauflegung der Eltern bei der Einsegnung.

Nun freuen wir uns noch auf die „Teilkonfirmationen“ III und IV, die wir hoffentlich dann am 11. Und 12. September feiern können. Und wir hoffen sehr, dass bis dahin das Voranschreiten der Impfungen etwas mehr Gelassenheit im Hinblick auf die Gästezahlen ermöglichen kann.

Kindergarten verabschiedet Schulkinder mit Segensandacht

  • „Ich wünsche mir gute Lehrerinnen!“
  • „Ich wünsche mir, dass die Schule auch Spaß macht.“
  • „Ich wünsche mir viele Pausen!“
  • „Ich wünsche mir viele Freunde.“
  • „Ich wünsche mir, dass ich viel lerne“.

Das sind nur einige der Wünsche, die die „Wuppis“  für sich überlegt haben. Und die taten sie bei der Abschiedsandacht im Kindergarten allen kund.

‚Wuppis‘, das sind die Kindergartenkinder, die im September in die Schule kommen.

Viele gute Wünsche begleiten sie auch seitens der Erzieherinnen, die ihre Wünsche in die Geschichte von Elia "verpackten".

Elia bekam Kraft durch einen Engel geschenkt, der ihn auf seinem Weg begleitete. Und so wurden auch die Kinder auf ihren ‚neuen‘ (Schul-)weg geschickt mit einem Engel, der sie begleitet und stärkt und schützt. Symbolisch gab es dazu einen „Reflektor-Engel“ zum Umhängen.

Segensgottesdienst für die Schulabgänger*innen von der Grundschule Bodenburg

Vierte Klasse packt die Koffer zum Schulabschluss

Bevor sie in die Kirche gehen, bekommt jeder einen Spritzer Desinfektionsmittel in die Hand gesprüht. Und natürlich tragen sie alle eine Maske. Sie müssen nicht ermahnt werden, den nötigen Abstand zueinander zu wahren. Das haben die Schulwechselnden die letzten eineinhalb Jahre verinnerlicht.

Wir beginnen den Segensgottesdienst zum Schulwechsel mit einem Lied, das irgendwie auch Programm ist: „Es ist Spitze, dass du da bist!“. Das Bewegungslied verbreitet nicht nur gute Laune. Es macht den Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen auch deutlich, dass jeder und jede von ihnen für Gott einzigartig und einmalig ist.

In die Mitte des Chorraumes stellen die beiden Klassenlehrerinnen nun einen Koffer. „Das werden manche bald tun, wenn sie in den Urlaub fahren: Kofferpacken!“. Dieses Stichwort - als ein Bild auf die Situation der Kinder -  fällt nicht schwer. Was werden sie wohl aus der Schulzeit in ihrem Lebenskoffer mitnehmen. Ein Symbol für schöne Stunden wandert ebenso in den Koffer. Auch ein Buch als Symbol für das, was sie gelernt haben, wird in den Koffer hineingelegt Auch ein Fußball als Symbol für so manches, was die Kids an spielerischer Erfahrung in der Schulzeit sammeln konnten kommt mit hinzu.

Zum guten Schluss aber stellen sich die Schülerinnen und Schüler der 4a und 4b noch einmal mit Abstand in einen Kreis auf. Dort bekommen sie von Ihren Klassenpädagogen noch den Segen zugesprochen…: "Gott sei mit dir in deinem Mut, deiner Kraft, dich von den Sorgen nicht lähmen zu lassen." Fröhlich ziehen alle nach dem Abschlusslied wieder feierlich aus der Kirche hinaus und bekommen dort noch ein Segensbändchen um das Handgelenkt gebunden. Man spürt die Ernsthaftigkeit, mit der die Kids dieses Bändchen als Mutzeichen annehmen und gestärkt für die Wege nach der Grundschule ziehen sie zunächst noch einmal in diese zurück, bevor es dann einen Tag später in die Ferien geht.

Symbole für das, was die Schulkinder zur eigenen Stärkung aus der Grundschule mitnahmen.

Weltgebetstag 2021

Diesmal nicht im März! Und seit langer Zeit erstmals wieder in St. Andreas zu Wehrstedt

Ein bunt geschmückter Altar. Mit Tüchern, Blumen, Obst und Strohhüten sind wir dem Land Vanuatu ein wenig auf die Spur gekommen. Natürlich vor allem mit den Texten und den Berichten von ganz unterschiedlichen Frauen, die dort leben. Vanuatu, dieser Inselstaat nordöstlich von Australien, hat  viel zu bieten, und es ist schon interessant, sich mit dem Leben und den Verhältnissen dort vertraut zu machen. Leider konnten wir in diesem Jahr, nicht wie sonst, landestypische Speisen genießen. Aber vielleicht wird es im nächsten Jahr wieder möglich, dann kommt die Gottesdienstordnung aus England, Wales und Nordirland. Das Vorbereitungsteam freut sich schon darauf.

Neuer Gaskocher eingeweiht

Der „mit Abstand“ beste Teamendentreff outdoor.

„Wer hat Lust, den neuen Gaskocher aufzubauen?“. „Und wer kümmert sich um die Lebensmittel und die Andacht“. Gleich nach der Begrüßungsrunde teilen wir uns auf freiwilliger Basis in drei Gruppen auf. Während die einen den Dreibeinständer für den neuen Gaskocher aus der Originalverpackung herausnehmen, holt das Essens-Team Tische, Schneideunterlagen, Messer und das Gemüse aus dem Gemeindezentrum. Die Zubereitenden der „geistigen Verkostung“ stellen sich die kleinen Bänke in einen Kreis. Corona bedingt haben uns alle lange nicht gesehen. Trotzdem verstehen sich die Jugendlichen sofort. Man spürt die gute Geinschaft, zu der die Teamenden schon vor der Pandemie gefunden hatten. In diese werden nun auch die „Neuen“ auf eine gute Weise hineingenommen. „Was is´n das für´n Ding“? Ole und Jörn haben den Windschutz entdeckt, der zu dem großen Outdoor-Gaskocher gehört. Anhand der beigelegten Bedienungsanleitung bekommen sie die fachgerechte Anbringung schnell zustande. Zu zweit heben wir die Riesen-Paella-Pfanne auf den Kocher, nachdem wir sichergestellt haben, dass die entsprechenden Gasleitungen sicher angeschlossen sind. Und trotzdem sind wir gespannt, ob alles gleich funktioniert. Aber das tut es. Wir geben ordentlich ÖL in die große Pfanne. Es zischt, als das erste Gemüse in das mittlerweile ordentlich erhitzte Fett kommt. Nur ein paar Minuten später breitet sich ein herrlicher Geruch im Pfarrgarten aus. Bis wir dann wirklich essen können braucht es noch etwas Zeit. Aber die nutzen die Andachtsvorbereiter*innen für eine sehr schöne und sehr eingängige Andacht, die wir sozusagen als zweite Stärkung nach Genuss der Gemüsepfanne dann miteinander teilen.

Feldschlamm spült auf den Sehlemer Friedhof

Schlammlawine nach Wolkenbruch

Es war nur ein vergleichsweise kurzer, aber sehr heftiger Regenschauer, der über Sehlem niederging. Das niederprasselnde Wasser schwemmte Ackerboden vom über dem Friedhof gelegene Feld. Die Schlammmassen ergossen sich dann über Wege und Grabstellen des Friedhofes. Dieser glich nach dem heftigen Regenschauer mehr einem Acker, als einem Friedhof. Wie gut, dass Friedhofsnutzer umgehend den Kirchenvorstand benachrichtigten. Solange der Schlamm liegenden Feldes ist geklärt noch feucht war, ließ er sich besser beseitigen, als im angetrockneten Zustand. Fleißige Kirchenvorsteher griffen darum umgehend in einer Art Friedhofsrettungseinsatz sofort zu Gartenschläuchen, Schaufeln und groben Besen. In einem – zweieinhalb Stunden – währenden Noteinsatz konnte zumindest der gröbste Schlamm von den Wegen und Grabflächen gespritzt werden. Trotzdem haben Wege und Grabflächen Schaden genommen. Wir hoffen aber, dass diese schnellstmöglich beseitigt werden können.

„Und es hat Zoom gemacht“...

Teamer*innentreffen online

„Könnt ihr mich hören und gut sehen.?“ Diese Fragen gehören zu den Videotreffen dazu wie die Sahne zum Zwetschgenkuchen. Nicht immer sind die Leitungen so gut, dass sie allen Teilnehmenden Bild und Ton gleich gut übertragen. Aber bei diesem Treffen stimmt es bei den meisten von Anfang an...,  nur bei zweien lässt die Datenleitung es nicht so richtig zu, dass sie mit dabei sind. Kann man(n) nicht ändern. Wir schicken stattdessen einen lieben Gruß per Whatsapp und rufen kurz an, um zu klären, ob doch noch Chancen für eine Teilnahme bestehen.

Oftmals beginnen diese Videokonferenzen mit dem Checken der Technik. So auch diese. Aber wir finden alle schnell zusammen und kommen zum Inhaltlichen. „Wie lange haben wir uns nicht gesehen?“ Wir erschrecken fast, dass der letzte Präsenz-Teamertreff schon über ein Jahr zurückliegt. Zwischenzeitlich haben wir uns noch zweimal im Chatroom getroffen. "Wie geht´s?" Eine Frage, die offensichtlich schwer zu beantworten ist. Wie beschreibt man diese Achterbahnfahrt, auf die uns Covid 19 seit 13 Monaten mitgenommen hat. Lockdown – dann wieder vorsichtige Öffnungen – dann wieder Lockdown. Noch lange nach dem offiziellen Teil bleiben einige der Teamenden online und erzählen miteinander bis spät in die Nacht. Wie gut das tut.

Nach einer ersten Austauschrunde freuen wir uns vor allem über die Jugendlichen, die aus dem letzten Konfirmandenkurs digital zu uns gefunden haben. Das macht Mut und nimmt uns die Angst, dass mit Corona vieles zu Ende geht. Nein, das wird es nicht!

Es sind tolle Jugendliche als Teamende in Bodenburg und den umliegenden Orten Sehlem, Breinum, Evensen, Östrum und Wehrstedt. Diakonin Melanie nimmt kein Blatt vor den Mund und freut sich mit uns über den Kreis der Teamenden. Und sie muss es schließlich wissen. Sie hat ihren eigentlichen Arbeitsauftrag in Gemeinden unseres Kirchenkreises rund um Coppenbrügge. Aber heute Abend spielt sie mit uns – online... „Gegenstände holen“, digitales „Schnick- schnack-schnuck“ und  "Just one". Das macht sichtlich Freude und geht auch gedanklich in die Tiefe: „Worauf freut ihr euch am allermeisten, wenn Corona vorbei ist?“

Ja, es war ein schöner Abend – und trotz des Abstandes von Haus und Ort zu Ort - haben die meisten von uns sich mal wiedergesehen. Eine Erfahrung, die Mut macht. So freuen wir uns schon auf das nächste Treffen am 12. Mai 2021 . Und wir sind gespannt, ob präsent oder nur digital.....

47 Kreuze als Anmeldung verteilt

Kinderkreuzweg in Bodenburg

„Habt Ihr euer Kreuz mitgebracht?" Tatjana Ahrens und Anne Hoppe fragen die Kinder, die am Karsamstag mit ihren Eltern und einem Kreuz nach und nach auf den schönen Platz vor der Johanniskirche kommen. „Das braucht ihr nämlich jetzt“!

Viele der Kids haben sich die indirekte „Eintrittskarte“ schon lange vorher beim „Gartencop“ gesichert. Viele tragen ihr Kreuz mit einer Schur um den Hals. Manche Kreuze werden sogar stellvertretend von Eltern getragen.

Die Kindergottesdienstleiterinnen erklären, was es mit diesen Kreuzen aus leichtem Sperrholz auf sich hat. „An jeder Station findet ihr nicht nur kleine Geschichten oder Hinweise, die sich auf den Weg von Jesus nach dem Osterfest beziehen. An jeder Station findet ihr auch jeweils eine silberne Schachtel mit Glasperlen darinnen. Davon darf sich jedes Kind dann eine nehmen und sie auf sein Kreuz kleben, wenn ihr mit der Station fertig seid.

Voller Freude, Begeisterung und Neugier ziehen die Kinder mit ihren Eltern in gutem Abstand zu den vorangehenden Gruppen los. Keiner, der sich nicht an die extra noch mal mitgegebenen Abstands-Regeln hält.

„Da vorne ist was!“. Sofort haben die Kids schon die erste Kiste am Friedhofstor entdeckt. Von der Johanniskirche aus laufen sie in Richtung alte Gärtnerei Wolfram. Die älteren Geschwisterkinder lesen den jüngeren und Eltern das vor, was es bei der ersten Station zu entdecken gibt. Da, wo die Kids noch zu klein zum Lesen sind, übernehmen Väter, Mütter oder auch Großeltern diese Aufgabe.

Dann geht es weiter „Halt, Kinder – habt ihr an die Glasperlen gedacht“. Aufgrund der Neugier, was an der nächsten Station an Überraschungen wartet, vergessen manche sogar, sich den versprochenen Stein aufs Kreuz zu kleben!  Zu groß ist die Freude auf neue Entdeckungen. Aber Gott sei Dank findet sich immer eine(r) aus der Kleingruppe, der daran erinnert. Und so sind die Kisten nach der "Aktion Kinderkreuzweg" auch ziemlich leer.

„Es war total schön“, war nicht nur die Reaktion der Kids. Auch die Erwachsenen haben den kleinen Rundgang in Bodenburg genossen.

Krippenspiel „outdoor“ auf dem Südkaufparkplatz.

Draußen und ganz viel Abstand

Machen wir es? Oder machen wir es nicht? Es ist auch diesmal eine Zwickmühle, aus der es kein Entrinnen gibt. Auf der einen Seite ist die Sehnsucht nach einem Ort groß, an dem es in diesem Jahr ein wenig vertrautes Weihnachten gibt. Auf der anderen Seite will keiner ein Gegensignal zur corona-bedingten Kontaktvermeidungsbitte setzen. Der Kompromiss den wir für das Krippenspiel in Wehrstedt finden ist jedenfalls einer, der die notwenigen Sicherheitsanforderungen optimal umsetzt. Das Gelände ist für das Outdoor-Krippenspiel der Wehrstedter Jugendkirche optimal. Vivien Hoppe hat sehr gute Vorarbeit geleistet. Das Hygienekonzept ist mit dem Gesundheitsamt und dem Kirchenvorstand abgesprochen und von beiden abgesegnet.

Kurz nach Geschäftsschluss wird der riesige Parkplatz von Südkauf in Wehrstedt für das Ereignis vorbereitet. In Windeseile wird von Ehrenamtlichen ein abgegrenzter Einlass eingerichtet. Jetzt müssen die vorangemeldeten Gottesdienstbesucher nur noch auf der Anmeldeliste am Eingang abgehakt werden.

Selbstverständlich tragen alle ordnungsgemäße einen Mund-Nasenbedeckung und jeder hat eine entsprechende Sitzgelegenheit mitgebracht. Die Sitzbereiche sind mit Markierungen versehen und die ordnungsgemäßen Abstände damit sichergestellt.

Familie Maibaum hat die Ordnerdienste übernommen und achtet auf die Einhaltung der Corona-Regeln. Wie gut, dass der Parkplatz so riesig ist. Das gibt Sicherheit. Und auch die Sprachverstärkeranlage ist ausreichend. Man kann alles gut verstehen.

Der Krippenspielgottesdienst ist durch unsere Teamerinnen und Teamer in guter Verbindung mit Jugendlichen aus dem Ort und dem Heimatverein sorgfältig vorbereitet.  Man spürt die Freude der Krippenspieler*innen ebenso, wie die der Gottesdienstbesucher*innen. Der Veranstaltungsort ist nicht nur sehr geeignet, sondern auch hochsymbolisch. An den normalen Tagen werden hier die frisch eingekauften Lebensmittel in die Autos geladen. Ähnliches geschieht auch an diesem heiligen Abend in einer ganz anderen Weise. Jedenfalls bestätigen einige der Gottesdienstbesucher, das sie auch aus dem Krippenspiel neue Kraft und Stärke… also so etwas wie Lebensmittel, mit nach Hause genommen hätten.

Klein, aber fein

Kurzgottesdienste zur Weihnacht und Segen zum Mitnehmen

Heiligabend. Die Straßen sind noch leerer, als die Jahre zuvor. Kurz vor dem Weihnachtsfest waren  die Infektionszahlen in die Höhe geschnellt. Die Anzahl der Todesfälle pro Tag aufgrund der Pandemie schmerzt und erschreckt.

Einigen ist es darum gerade jetzt sehr wichtig, einen Ort zu haben und ihn aufzusuchen, um die eigenen Sorgen und Nöte Gott anzuvertrauen. Für andere ist es gut zu wissen, dass andere für sie mitbeten. Wieder andere fragen zurecht: „ist es nicht gerade jetzt wichtig alle Türen, also auch die Kirchentüren, geschlossen zu halten?“

Was richtig und was falsch ist, ist im Moment besonders schwer zu sagen. Was man aber sagen kann ist, dass sich unsere Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher allesamt sehr sorgfältig und ernsthaft mit der Situation auseinandergesetzt haben. Größtmögliche Sicherheit war dabei von Anfang an bei der Planung der Möglichkeiten und auch der Kurzgottesdienste besonders im Blick.

Ich bin froh, dass in unseren Gemeinden beides geschützt und in Sicherheit möglich war. Die angemeldeten Gottesdienstbesucher konnten sich in allem auf ein sorgfältig bedachtes Hygienekonzept verlassen. Gleichermaßen mussten die anderen, die sich aus ebenfalls guten Gründen gegen den Besuch eines Gottesdienstes entschieden, nicht auf den Weihnachtssegen verzichten.

Dazu hatte Günter Wöckener auf die Bitte der Kirchenvorstände hin 6 große Krippen gebaut. Sie standen über die Feiertage vor den Kirchen. Wer wollte, konnte sich von dort aus ein Teelicht mitnehmen und es an andere verschenken. Direkt daneben lagen auch Karten bereit mit einem Weihnachtssegen, den jeder für sich mit nach Hause nehmen konnte. Es gab in den Krippen auch eine Möglichkeit, dort die eignen Sorgen, Nöte und Wünsche dem „Christkind“ in einem Brief anzuvertrauen und ihn dort in einem sicheren Fach in der Krippe einzuwerfen.

Das Angebot, Licht zu verschenken und sich selbst dort aus der Krippe mit dem Weihnachtssegen zu versorgen haben viele angenommen. Wie schön!

Ablesen der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres

auf allen sechs Friedhöfen

Es ist wolkenverhangen, trüb und feucht-kühl an diesem Ewigkeitssonntag. Trotzdem finden sich die Angehörigen der Verstorbenen zahlreich auf den Friedhöfen ein. Wir sind froh, dass wir in diesem sehr speziellen Jahr unsere Idee realisieren konnten. In den Kirchen hätten nicht alle Gottesdienstgäste regelkonform Platz gefunden. Unsere Friedhöfe sind jedoch groß genug.

In mehreren Halbkreisen stehen die Angehörigen der Verstorbenen auf den Plätzen vor den Friedhofskapellen bzw. Leichenhallen in „Haushalten“ zusammen. Dort, wo sie aus verschiedenen Haushalten kommen, ist genug Abstand zu den anderen. Alle tragen einen vorgeschriebenen Mundschutz. Erneut bringt sich die Pandemie damit in Erinnerung. Viele der Anwesenden hatten deshalb zuvor schon nicht so Abschied nehmen können, wie es gut und wünschenswert gewesen wäre. Man spürt, dass dies noch immer schmerzt.

Die Andacht geht auch darauf ein und stellt ein Licht gegen die Dunkelheit, die ein Abschied immer mit sich bringt und in diesem Jahr vielleicht auch noch ganz besonders. Jedenfalls bemüht sich die ganze Gottesdienstform darum, zu trösten und hilfreich zu sein.

Zum Schluss werden noch einmal die Namen all derer vorgelesen, die in diesem Kirchenjahr 2019/20 verstorben sind. Man kann spüren, wie sich bei den Angehörigen Erinnerungsbilder beim Hören der Namen einstellen. Mit dem entzündeten Grablicht als einem Trostlicht gehen viele noch zu den Gräbern ihrer Angehörigen. Und das liturgische "Ewigkeitssonntagsteam" mit Frau Bormann, Frau Swift und Pastor Forwergk zieht weiter zum nächsten Friedhof, um dort die Trostlichter zu entzünden.

Konfirmation noch rechtzeitig vor dem "Lockdown light"

Spannend bis zum Schluss

Es war klar, dass uns das Thema „Corona“ auch noch im Herbst 2020 beschäftigen würde. Aber dass es kurz vorher noch so spannend werden würde, hätte wohl niemand gedacht. Lag der Inzidenzwert im Landkreis Hildesheim zwei Wochen vor dem geplanten Ersatztermin der Konfirmationen noch weit unter der kritischen Grenze von 50, so schnellte er in der Woche unmittelbar vor der Konfirmation in die Höhe.

Drei Tage vorher noch stellte sich die Frage, ob die Konfirmationen würden stattfinden können? Sie konnten stattfnden! Aber sie mussten, wie bereits alle Gottesdienste zuvor, unter Einhaltung der strengen Corona-Regeln gefeiert werden.

Bei Außentemperaturen von fast 20 Grad Celsius im Plusbereich konnten die beiden Türen unserer Johanniskirche weit geöffnet bleiben, ohne dass die Gäste frieren mussten. So war ein guter Luftaustausch jederzeit sichergestellt.

Die jeweils fünf Konfirmanden zogen - anders als sonst - nicht zusammen ein. Diesmal betraten sie einzeln nacheinander und mit viel Abstand zueinander die Johanniskirche durch den Eingang an der Nordseite. Sie wurden von den Eltern und allerengsten Angehörigen schon erwartet. Diese hatten in Familiengruppen nach und nach bereits die Kirche durch den Haupteingang betreten.

Da der Chorraum unserer Johanniskirche nicht groß genug ist, um dort die fünf Konfirmanden*innen mit dem entsprechenden Abstand zu platzieren, nahmen diese diesmal in den Bänken bei ihren Eltern Platz.

Ein ganz besonderer Moment wurde auch der – durch engste Angehörige - vermittelte Segen. Während Diakonin und Pastor die Namen der Konfirmanden*innen, deren Konfirmationsverse und die Segensformeln sprachen, legten die den Konfirmanden Nahestehenden und die mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft Lebenden ihnen die Hände auf. Auch das Abendmahl war sorgfältig vorbereitet worden. Jeder bekam ein Stück Brot auf einem – eigens für ihn - vorbereiteten Teller gereicht. Und wie gut, dass unsere Kirchengemeinde auch schon seit langem über Einzelkelche verfügt.

Trotz aller Einschränkungen durch Corona wurde es doch eine würdige Konfirmation. Und wir alle hoffen, dass unsere Konfirmanden*innen in allem gespürt haben, wie wichtig sie uns sind und dass sie einmalig sind.

Konfirmandentag vorwiegend "outdoor"

Jurte wird erneut zum "Tagesraum"

„Bald ist es dunkel!“ Egal! Trotz der anbrechenden Dämmerung holen die Jugendmitarberiter*innen die Einzelteile des Rundzeltes aus dem Materiallager. Der Platz auf dem die Jurte am Samstag stehen soll ist definitiv feucht und matschig. Aber es nützt nichts. Wir brauchen dieses Rundzelt für den Konfirmandentag als „open-air-Tagesraum“. Denn im Freien tendiert die Ansteckungsgefahr ins Unbedenkliche, wenn denn die Abstände ordentlich eingehalten werden. Und das machen die Jugendlichen. Man merkt deutlich, dass sie es von der Schule her längst gewohnt sind, sich regelkonform zu verhalten.

Im Gemeindezentrum wird parallel dazu und mit entsprechendem Abstand an den Tischen Gemüse für die selbstgemachte Tomatensauce geschnitten. Zum „Konfitag“ soll es Nudelauflauf geben. Dazu kochen wir am Vorbereitungsabend schon einmal die Sauce vor. Auch die Nudeln sind schon fertig und werden auf die Backbleche gegeben.

Eine Stunde vor Beginn des Konfirmandentreffens am nächsten Morgen kommen bereits die Teamenden zusammen. Letzte Absprachen werden getroffen. Noch einmal verinnerlichen wir die Regeln, die uns Corona aufbürdet und werfen einen Blick auf das umfangreiche Programm. Gemeinsam nehmen wir uns fest vor, dass uns Corona nicht die Freude nehmen soll. Und das gelingt tatsächlich.

Auch wenn wir es mit den Konfirmanden*innen selbst bedauern, dass alles im Moment nicht sein darf, was sonst an Konfi-Tagen an Begegnungsspielen und Auflockerungen möglich war, wird es doch ein schöner Tag. Allein, dass wir uns einmal wiedergesehen haben, ist ein Grund zur Freude. Und die  Baumwollstoff-Masken, auf der sie ihren Mutmachvers zur Konfirmation kreativ gestalten konnten, werden zum indirekten Ausdruck ihrer eigenen Vielfältigkeit und Besonderheit.

Die Teamenden :-)

Unsere lieben Konfirmanden*innen

Materiallager frisch gestrichen

Malte und Jörn schenken der alten Pfarrgartenhütte einen neuen Anstrich

„Wir entfernen erst mal den Schmutz und die alten Farbreste und dann kommt der Voranstrich drauf.“ Während Jörn mit dem groben Straßenbesen den Dreck der Jahre von den Holzplanken der Materialhütte bürstet, entfernt Malte mit einem Spachtel die hervorstehenden Farbreste. Der erste Schutzanstrich mach dem Aufbau der Hütte ist jetzt schon über 15 Jahre alt. Und das sieht man auch. An vielen Stellen blättert die Lasur ab und das das rohe Holz scheint darunter hervor. Es droht zu verwittern. Das aber wäre enorm schade. Die Hütte wirkt unscheinbar und hat doch eine hohe Wichtigkeit. In ihr sind so manche Gegenstände gelagert und vor Feuchtigkeit geschützt, die in unserer Gemeinde gut Dienste leisten. Biertischgarnituren, Stehtische, das große Schlauchboot, die Jurte. Diese und noch ein paar mehr Gegenstände liegen griffbereit in dem Materiallager und werden von dort aus nicht nur rege für die eigene Gemeindearbeit genutzt, sondern manches Mal auch an andere Gemeinden ausgeliehen.

Aus der Bluetoothbox, die die beiden Hobby-Maler mitgebracht haben klingt gute Musik in den Pfarrgarten. „Damit geht die Arbeit leichter“, beschwören die beiden und schwingen beschwingt die Pinsel mit der Vorstreichfarbe über das Holz. Diese ist – wie der Eimer mit dem Hauptanstrich – noch aus der Deckanstrichauffrischung der Giebelseiten des Gemeindezentrums übergeblieben. Dank der fleißigen Hilfe der beiden Herbstferienmaler wird nun auch die Hütte den gleichen Farbton wie das Gemeindezentrum bekommen. Damit haben dann beide Holzbauten den gleichen Schutzanstrich und Farbton, dank Malte und Jörn.

 

Abschied und Ankunft in einem Fest

Pastor Stephan Wallis – der „Neue“ in Badse

Unmittelbar vor Beginn des Abschied- und Begrüßungsgottesdienstes fällt die komplette Verstärkeranlage aus. Schlimmer hätte es eigentlich nicht kommen können. Aber eine mobile Lautsprecheranlage rettet die Situation. In wenigen Minuten ist diese zum Ersatz der defekten, festinstallierten Digitalanlage in der Martin-Lutherkirche aufgebaut. So ist auch ganz hinten in der Kirche gut hörbar, was vorn gesprochen, gebetet und gepredigt wird.

In bewegenden Worten verabschiedet sich nun Pastor Klaus-Daniel Serke von seiner Gemeinde, in der er 18 Jahre lang gelebt und gewirkt hat. Wegen Corona war sein offizieller Abschied auf diesen Erntedanktermin verschoben worden. Inhaltlich ist es eine Punktlandung. In seiner Abschiedspredigt nennt er nun exemplarisch einige der Namen, die in dieser Zeit die Teamarbeit mitgestaltet haben, ohne die der Gemeindeaufbau als solcher nicht möglich gewesen wäre. So steht der Dank im Vordergrund. Die Superintendentin Katharina Henking baut mit sehr persönlichen Worten eine gute liturgische Brücke von der Verabschiedung hin zur Amtseinführung des Nachfolgers von Klaus-Daniel Serke. Pastor Stephan Wallis predigt authentisch frisch. In seiner Antrittsansprache bietet er sich der Gemeinde als ein kompetenter Begleiter in der Gemeindeentwicklung an und knüpft damit an das Team-Leitungskonzept der Bad Salzdetfurther an. Dazu bringt er viel Erfahrung aus seiner alten Gemeinde in Hunteburg und aus seiner eigenen Biographie mit.

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßt der Posaunenchor unter der Leitung von Bernd Berdrow die geladenen Gäste auf dem Platz vor der Kirche mit fröhlichen Bläserklängen.

Die  Grußworte der Verteter*innen aus der politischen Gemeinde und den Kirchengemeindegruppen sowie der katholischen Schwesterkirche unterstreichen die Vielfarbigkeit von "Kirche in der Region Bad Salzdetfurth".  Dieser Teil wird von den Bläser*innen musikalisch und festlich umrahmt. Draußen dürfen die Blasinstrumente ja musizieren.

Und wer möchte, kann sich auch im Internet einen guten Überblick verschaffen. Dort ist der Gottesdienst eingestellt, um eben auch diejenigen einzubeziehen, die aufgrund der Pandemieregelungen leider nicht persönlich in der Kirche mit dabei sein konnten.

Pastor Klaus-Daniel Serke (li) und Pastor Stephan Wallis (re)

nach dem Gottesdienst

Pop-up unter freiem Himmel

in jedem Ort ein "Minigottesdienst" zu Erntedank

Es ist noch ein wenig frisch am Erntedankmorgen. Aber das Vorbereitungsteam in Evensen war schon fleißig. Bereits um halb neun steht der Bistro-Tisch in der Hofeinfahrt. Darauf liegt die Gästeliste und ein Stift. Ein Desinfektionsmittelspender steht bereit.  Wenn die Gottesdienstgäste kommen, wird eine Beauftragte des Kirchenvorstandes die Kontaktdaten aufschreiben. Aufgrund der Corona-Regeln dürfen nicht mehr als 50 Gäste kommen. Diese Zahl unterschreiten wir jeweils unterschiedlich knapp. Aber schon bald wird klar, wie gut es war, dass wir uns für die „Pop-up-Variante“ entschieden haben. Durch die Minigottesdienste verteilt sich die Schar der etwas über 200 Erntedankfeiernden ganz gut auf unsere 6 Orte. Alle Pop-up- Gottesdienste beginnen mit einem Bläserstück. Draußen dürfen wir das. Und es markiert auf eine schöne Weise den Beginn des Erntedankgottesdienstes. Die sehr unterschiedlichen Orte geben dem stets gleichen Ablauf ein besonderes Gepräge. Auch das Wetter ist an diesem Tag wechselhalft, aber es bleibt verhältnismäßig warm, und vor allem bleibt es trocken.

Das Vorbereitungsteam hat sich eine schöne und abwechslungsreiche Gottesdienstform einfallen lassen. Und da wir draußen sind, dürfen wir sogar singen. Die mitgebrachten Klappstühle haben die Gottesdienstgäste in gebührendem Abstand voneinander aufgestellt. Aber der gemeinsame Gesang verbindet uns auf eine wohltuende Weise. Viele haben das  i n  den Kirchen vermisst. So ist an diesem Erntedank auch das Singen etwas, das dankbar macht.

Für die Konfirmanden gibt es an diesem Tag ebenfalls eine gute Nachricht. Der Minigottesdienst ist zeitlich betrachtet nur ein Drittel eines Normalgottesdienst, und trotzdem gibt es für den "Drittelgottesdienst" einen ganzen Punkt.

1 Meter mehr Abstand

Nach 5 Monaten Pause: Singkreis probt wieder

„Wir können nur in jeder dritten Bank Platz nehmen, damit nach vorn noch 2,5 Meter Abstand bleiben. Und achtet bitte auf die 1,5 Meter nach rechts und links!" Die Chormitglieder tragen ordnungsgemäß Masken beim Betreten des Kirchenraums. Durch die zwei – weit geöffneten Türen am Eingang und hinter dem Altar ist die Kirche gut belüftet. Das ist ein Schwerpunkt des Hygiene-Konzeptes und eine gute Voraussetzung für Veranstaltungen in der Bodenburger St. Johanniskirche. Sie hat  z w e i  Zugänge.

Chorleiterin Lisa Bockemüller und ein Chormitglied haben das E-Piano im Chorraum aufgebaut. Selbstverständlich tragen auch sie ihre Masken. Erst zu Beginn der Probe setzen wir sie ab, nachdem sich alle mit den gebührenden Abständen in den Bänken sortiert haben. Nach der Stimmbildung singen wir den ersten gemeinsamen Song! Es ist schön, endlich wieder chorisch singen zu können. Aber es ist auch seltsam. 
Standen wir „vor der Pandemie“ als Bässe noch direkt nebeneinander, besteht nun ein weiter Abstand zum nächsten Sänger und zur nächsten Sängerin. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.

Dann aber gewinnt die Freude am Singen wieder die Oberhand. Nach einer Dreiviertelstunde machen wir eine Pause und gehen nach draußen auf den Platz vor der Kirche. In der Zwischenzeit lüften wir ordentlich und haben auch beim Rausgehen erneut die Masken wieder aufgesetzt, die wir draußen dann aber wieder abnehmen dürfen. Die kleinen Gesprächsgruppen verteilen sich gut auf dem Platz, und alle sprechen wir etwas lauter, damit unser entfernt gegenüberstehender Gesprächspartner uns auch versteht. Es ist einfach schön zu erleben, dass nach Monaten der corona-bedingten Außergewöhnlichkeiten nun wieder ein Hauch von Normalität einkehrt. Jedenfalls freuen wir uns alle auf den Musikgottesdienst zum 4. Advent, der dann vermutlich „outdoor“ vor der Johanniskirche stattfinden wird. Aber bis dahin ist ja auch noch ein bisschen Zeit.

Pflanzenmarkt findet trotz Corona statt

850 € für die Orgel in Wehrstedt

Machen wir es? Oder machen wir es nicht? Der Kirchenvorstand hat sorgsam die Argumente gegeneinander abgewogen und sich letztlich dafür entschieden. So findet der Pflanzenmarkt und Beachtung aller Hygiene- und Corona-Regeln 2020 tatsächlich statt.

Die Voraussetzungen sind ja auch nahezu ideal. Das Gelände um die St. Andreaskirche ist groß genug. Abstandhalten ist damit kein Problem. Mit Flatterband ist das Areal schnell abgesperrt. Und die geforderte Festlegung eines entsprechenden Ein- und Ausgangs ist kein Problem.

Eine bunte Auswahl an Pflanzen wartet auf potentielle Käufer und Käuferinnen. Und die kommen. Der Markt ist vormittags, wie auch nachmittags gut besucht. Aber zu keinem Zeitpunkt sind zu viele „Kunden“ auf dem Gelände. Dafür sorgen die Verantwortlichen am Eingang. Sorgfältig werden die Listen geführt und auf die Handdesinfektion am Eingang geachtet.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die freundlichen „Griller“ achten auf den nötigen Abstand in der Grillstation. Alle, die mit Lebensmitteln zu tun haben tragen nicht nur einen Mund- und Nasenschutz sondern auch Schutzhandschuhe. All das schränkt schon sehr ein. Aber es überwiegt die Freude. Endlich bietet sich hier mal wieder eine öffentliche Gelegenheit, sich im Dorf zu  treffen, wenn auch natürlich mit Abstand.

Das goldene Sonnenlicht und die herbstliche Wärme des Spätsommertages verstärken den Wohlfühlfaktor auf diesem wunderschönen Platz unter den Linden. Und von vielen hört man, dass dieser Pflanzenmarkt wieder ein besonders schöner gewesen sei. Er hat zudem noch 850 € in die Orgelkasse gespült. Diese stolze Summe ist für die nötige Reparatur der Orgel bestimmt und ein Segen.

So ist allen herzlich zu danken, die durch ihre Spenden an Geld und ehrenamtlicher Zeit diesen Markt möglich gemacht haben. Besonders aber sind wir Christa und Karl Flätchen dankbar, ohne deren unermüdlichen Einsatz in Vorbereitung und Nachbereitung dieser Markt sicherlich nicht stattgefunden hätte.

Am Eingang

natürlich mit Maske und Abstand

Schauen, was da ist :-)

Erhaltungsanstrich für unser Gemeindezentrum

„Holz braucht Pflege, sonst vergammelt es schnell!" Der Architekt von der Bernwards-GmbH lässt seine Hände prüfend über die äußere Holzoberfläche des Gemeindezentrums gleiten. An den wetterzugewandten Giebelseiten des Hauses ist der Schutzanstrich bereits großflächig abgewittert. Darauf hatte der Kirchenvorstand bereits Anfang letzten Jahres aufmerksam gemacht. Entsprechend wurde ein Zuschussantrag gestellt. Dieser wurde vom Bauausschuss des Kirchenkreises bewilligt.

Immerhin hat der Erhalt des Gemeindezentrums einen hohen Stellenwert in unserem Kirchspiel. Diese Bedeutung hat sich in Zeiten der Corona-Pandemie noch einmal zusätzlich verstärkt. Es gibt sonst keinen Raum in unseren drei zusammengehörigen Kirchengemeinden, der kleine Gruppen bei Wahrung des erforderlichen Abstandes beherbergen kann. Das sieht auch der Kirchenkreis als Verwalter von Zuschüssen so. Er hat  50%  an Zuschüssen zu den Gesamtkosten bewilligt. Das ist enorm und ein indirekter Nachweis für die Notwendigkeit der Maßnahme. Gerade in Zeiten knappen Geldes überlegen sich alle Beteiligten sehr genau, wo das immer mehr schrumpfende Budget eingesetzt wird.

Der Maler hat Farbgebungsvorschläge mitgebracht. „Seidenmatt sieht edler aus,“ betont er. Wie gut, dass es den gleichen Preis hat wie die glänzende Lasur. Für die Anstricharbeiten wurde eine Woche veranschlagt. Leider begannen sie um eine Woche verspätet. Der Maler war kurzzeitig in Quarantäne. Nun aber ist er wieder da, und Zusatzkosten entstehen nicht, denn die Zeitverzögerung bleibt noch im Rahmen und ist mit der vertraglich vereinbarten Stehzeit des Gerüstes abgedeckt.

1. Teamertreff nach 6 Monaten "outdoor"

12 Geburtstage nachgefeiert

Exakt fünf Monate ist es her, dass die Jugendmitarbeitenden unserer Gemeinden sich persönlich in der vertrauten Runde treffen konnten. Der aufgrund der Pandemie wichtige Lockdown hat für diese Zeit jegliche Teamertreffen unmöglich gemacht. Nun erlaubt das „Outdoor-Treffen“, dass wir uns wieder versammeln können. „12 Geburtstage dürfen wir damit nachfeiern :-). So viele Teamende hatten in der Zwischenzeit einen Geburtstag, den wir nicht wie gewohnt im Teamerkreis bedenken konnten. Das holen wir aber an diesem Abend nach und nennen feierlich die Namen der Jugendlichen, gratulieren ihnen und nehmen uns gern die Zeit dazu, die es braucht.

Nach einer wohltuenden und interessanten Gesprächs- und Austauschrunde über das derzeitige Erleben und Erfahren der Corona-Beschränkungen in der Schule und bei der Arbeit, wenden wir uns den anstehenden Möglichkeiten und inhaltlichen Themen zu. Derweil wird schon einmal die Holzkohle im Grill entzündet. Nachher in der Pause soll es eine – mit einer langen Grillzange individuell gereichte - Bratwurst geben. Die Vegetarier können sich stattdessen durch einen Teamenden etwas Käse auf das Brötchen geben lassen. Natürlich haben sich die Austeilenden und Grillenden vorher Einmal-Handschuhe übergestreift.

Während wir essen, sehen wir Bilder aus Kanada. Felix ist dort für eine längere Zeit als Austauschschüler gewesen und teilt uns mit den Bildern zugleich auch  seine Erfahrungen mit. Wir machen das im Teamertreff, weil wir es interessant finden, was in der Schule… und durch die Schule  noch so an lebensprägenden Dingen vermittelt wird und was man tun kann.

Dazu haben wir den Beamer und eine Leinwand mitten in den Gemeindegarten gestellt. Auch die gelungen Diashow sehen wir outdoor. Zur Abschlussandacht stellen wir das kürzlich selbstgebaute Buchen-Stammholzkreuz neben die Feuerschale. Zwanzig Teamerinnen und Teamer sitzen auf zehn Biertischbänken mit dem richtigen Abstand im großen Kreis rund um das Feuer und das Kreuz in der Mitte und singen passend zum Ende der Andacht und des Treffens  … „und so geh nun deinen Weg…“

Wie schön, dass wenigstens die  "Outdoor"-Teamertreffen nun wieder möglich sind. Bis auf weiteres jedenfalls ......

Kaffeetreff in der Kirche

Frauen treffen sich in St. Andreas

„Wir haben uns lange nicht gesehen“. Die Freude über das Wiedertreffen nach so langen Wochen steht vielen ins Gesicht geschrieben. Die regelmäßigen Teilnehmerinnen am "Kaffeetreff" in Wehrstedt haben sich hundertprozentig Corona-regelkonform in der St. Andreaskirche getroffen. Im Abstand von 1,50 Meter sitzen sie nebeneinander auf jeder zweiten Bank. „Eine muss ja immer frei bleiben,“ sagt Christa Flätchen als verantwortliche Leiterin dieses schönen Gemeindekreises. Bereits im Eingangsbereich hat sie die Liste der Besucherinnen geführt und sorgfältig Namen und Telefonnummern notiert. So kann im Covid-19-Ernstfall sofort telefoniert werden. Selbstverständlich tragen alle beim Hineingehen in die Kirche einen Mundschutz und die Hände werden vorher und nachher desinfiziert. Auch darin weist ein Plakat am Eingang zu St. Andreas ordnungsgemäß hin.

In der Kirche angekommen, tauschen sich die Teilnehmerinnen an diesem besonderen Nachmittag erst einmal aus. Christa Flätchen hat eine Geschichte mitgebracht, die sie nach der Begrüßung und der Austauschrunde vorliest. Gespannt hören alle zu. Und dann…? Dann feiern wir eine Andacht, in der diesmal die Gebete und die kleine Ansprache zur Stärkung beitragen, so wie sonst das gemeinsame Kaffeetrinken und die Kuchen und Torten, die normalerweise zum Genießen beim "Kaffeetreff" bereitstehen. Orgel- und Gitarrenspiel laden zum Bedenken der gehörten Worte und Gedanken ein. Nur singen dürfen wir nicht in der Kirche. Das tun wir aber draußen umso lieber und mit vielen Stimmen vereint. Auch wenn wir mit großem Abstand voneinander entfernt in einem großen Kreis stehen, verbindet uns doch die Freude am Singen des wunderbaren Paul-Gerhardt-Chorals „Geh aus mein Herz…“. Und das machen wir dann auch. Gestärkt gehen alle nach einer erfüllten Zeit in St. Andreas und der sich anschließenden kleinen Runde vor der Kirche nach Hause.

Kaffetreff in St. Andreas

Treffen zum Abschlussingen hinter der Kirche

Wir vermissen Euch

Zaun wird zur „Open-Air-Galerie“

„Ich vermisse den Kindergarten“, schreibt Chaline noch auf das Bild, das sie selbst gemalt hat. Aber das Vermissen wird durchaus auf beiden Seiten empfunden, auch wenn nur die eine Seite des Zaunes behängt ist. Denn auch die Erzieherinnen vermissen die Kinder. Das steht jedenfalls in Riesen-Druckbuchstaben dort am Zaun der Tagesstätte.

Dort, wo sonst quirliges Leben herrscht, ist es in den letzten Wochen ziemlich ruhig geblieben. Corona hat dafür gesorgt, dass auch unser Kindergarten nur im „Notbetrieb“ lief. Vor Ostern war manchmal nur ein Kind oder auch mal zwei Kinder da. Dadurch blieb es ziemlich still rund um den Kindergarten. Aber dafür wurde offensichtlich zu Hause gemalt und eben auch vermisst. Denn nun zieren einige Bilder den Zaun und machen ihn zu einer wunderschönen „Open-Air-Galerie“.

die "Open-Air Galerie"

Vermissen

Ostern unter´m Waggon

Gesellschaftsspiel zur Auferstehung

Ein Spielplan, Ereigniskarten, Osterrätsel und eine Geschichte dazu. Liebevoll hat unsere Kindergottesdienstleiterin Christine Schmidt-Hansen in Wehrstedt das Osterspiel zusammengestellt und in Tüten gepackt. Diese konnten direkt abgeholt werden. Aber gar nicht bei ihr, sondern sie waren österlich versteckt.

Wer sich über Ostern gemeinsam mit den Kindern eine Freude machen wollte und bereit war, ein neues Spiel auszuprobieren, der musste nur in den Pfarrgarten nach Wehrstedt gehen. Dann war es wichtig, unter den Waggon zu schauen. „Schau mal, da hängen die Tüten“. Schnell waren die meisten Spiele-Sets schon in eifrige Kinderhände gelangt und nach Hause transportiert. Und dann wurde gespielt… Auferstehung und suchen und finden, wie schön!

Das gab´s geschenkt

Das gab´s geschenkt... nur suchen mußte man ;-)

7 Notenständer und ein wenig Blech

Osterlied statt Gottesdienst

Es ist das herrlichste Wetter, das man sich vorstellen kann. Die Sonne lacht aus blauem Himmel und strahlt eine angenehme Wärme auf den Friedhof zu Bodenburg. Gerade eben haben die Glocken geläutet. Normalerweise wäre die Tür zu St. Johannis schon weit geöffnet. Aber an diesem Ostermorgen bleibt St. Johannis verschlossen. Ostergottesdienste dürfen in diesem besonderen Jahr 2020 nicht stattfinden. Versammlungen sind aufgrund der hohen Infektionsgefahr verboten. 

Aber muss deswegen auch die Verkündigung der Osterbotschaft in diesem Jahr ausfallen? Nein! Kreative Köpfe aus dem Kirchenkreis und unseren Gemeinden erdachten sich einen musikalischen Ostergruß und luden zu der Aktion „Ostern vom Balkon“ ein. Die Idee war, dass sich am Ostermorgen verschiedene Instrumentalisten zusammenfinden, um die Osterbotschaft eben musikalisch im wahrsten Sinne des Wortes „herauszuposaunen“. Da auf dem Lande Balkone nicht so häufig sind, trafen sich die 9 Instrumentalisten vor der Friedhofskapelle. Dort war genug Platz, um sich im gebotenen Abstand voneinander aufzustellen.

„Habt ihr eure Noten dabei?“ Das hatten die Bläser und Bläserinnen, die sich an diesem Ostersonntag treffen. Tenorhorn, Trompete, Flügelhorn und sogar eine Querflöte waren dem Aufruf der Landesposaunenwartin des Sprengels Hildesheim gefolgt. Erst wurden noch kurz die Instrumente gestimmt. Aber um 10:30 erklang das niedersachsenweit vereinbarte „Christ ist erstanden“ - wunderbar gespielt durch das Spontan-Orchester unter der ökumenisch-musikalischen Leitung von Lydia Knoll und Bernd Berdrow. Und weil es so gut klang, wurden gleich noch zwei weitere ökumenische Osterlieder gespielt. Weit über die Friedhofsgrenzen sucht sich der Klang seinen Weg und erreicht so manches Wohnhaus.

mit genügend Abstand

steh auf, nimm deine Matte und geh

Weltgebetstagsgottesdienst 2020 kam aus Simbabwe

„Eins, zwei, drei, vier…“. Luis zählt einen Takt vor. Dann spielen 5 Konfirmandinnen und Konfirmanden die afrikanischen Trommeln, als ob sie es gelernt hätten. Sofort  hat man das Gefühl, in Afrika zu sein. Die bunten Kostüme der Musikerinnen, ihre rhythmischen Spielweisen und die angenehm warme Temperatur im Gemeindezentrum ( trotz des hässlich feuchtkalten Wetters draußen) verstärken diesen Eindruck. „Kwaziwai, Salibonáni, hello“. Wir begrüßen uns in den drei verbreitetsten Sprachen des afrikanischen Landes, dessen Frauen die diesjährige Weltgebetstagsordnung verfasst haben. Immer wieder singen wir afrikanisch klingende Lieder zu den Gebeten, die auch die Nöte Simbabwes widerspiegeln.  

Die Frauen aus dem Vorbereitungsteam haben wieder einmal sehr feinfühlige, ansprechende und anschauliche Formen gefunden, das Evangelium auf die Lebenssituation der Frauen, Kinder und Männer dort in Simbabwe zu beziehen. Auch dadurch wird der diesjährige Weltgebetstag sehr kurzweilig und interessant. "Steh auf und geh“! In lebendigen Predigtgedanken und Spielszenen vermitteln uns die evangelischen und katholischen Frauen aus unseren Gemeinden, dass uns die Botschaft der Bibel auch heute noch gilt. Wir hätten jedenfalls alle Möglichkeiten, uns selbst aus den Abwarte-Lähmungen und Gleichgültigkeitsträgheiten zu befreien. Das vermittelt dieser Weltgebetstagsgottesdienst in besonderer Weise. Und manchmal braucht es dann tatsächlich nur noch einer kleinen Aufforderung zur Aktion, damit manche sich aus dem Abwarten heraus in einen neuen Aufbruch bewegen können. So unterstützt am Ende des sehr schönen Gottesdienstes eine Liste mit Unterschriften eine Petition, die um mehr Gesundheitszentren in dem krisengeschüttelten afrikanischen Land bittet.

Gemeinsam stärken wir  uns áber nicht nur an den Liedern, den bewegenden Texten und Gebeten und dem begeisterndem Trommeln der Jugendlichen. Wir stärken uns im Anschluss an den Weltgebetstagsgottesdienst auch an dem festlich gedeckten Buffet mit afrikanischen Speisen, die ein Teil der Gottesdienstbesucher und –gestalter selber vorbereitet und mitgebracht haben.

afrikanischer Trommelklang

Wir feiern zusammen

offen, zugewandt beGEISTert und fröhlich

Kv nimmt sich Zeit für Standortbestimmung und Ausblick

Der Frühstückstisch ist gedeckt. Die Auswahl am „Mitbringbuffet“ steht der in einem 5 Sterne Hotel nicht nach. Bevor es losgeht stärken wir uns mit einem gemeinschaftlichen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Aber auch schon dieser angenehme Beginn ein wichtiger Teil der Arbeit. Wie von selbst kommen erste Ideen ebenso auf den Frühstückstisch, wie die frisch gebackenen Waffeln.

Nach 30 Minuten laden Frau Roesner und Herr Egbert, die erfahrenen Gemeindeberater in den Stuhlkreis. „Was läuft gut in ihren Gemeinden? Was vermissen sie?“. Die Methoden mit denen wir diesen Fragen nachgehen fördern auf anregende Weise die Findung von Antworten. Am Ende stehen zwei Listen mit Stichworten, die guter Stoff zum Weiterarbeiten sind.

Natürlich bleibt es bei der einfühlsam moderierten Bestandsaufnahme nicht stehen. „Was sind Ihre Vorstellungen und Visionen zu einer Kirche, in der sich die Generationen gut aufgehoben fühlen“. Traumkarten aus der Mitte helfen uns, die Vorstellungen zu finden und zu formulieren. Fröhlich soll Kirche sein! Und diakonisch hilfreich natürlich. Das heißt, dass die Kirche auch wichtigen Dienst am Menschen leisten soll.  Aber geht das auch noch in Zukunft mit weniger Kraft? Aber wie ist der Weg zu einer fröhlichen Kirche, in der die Ressourcen abnehmen, aber die Aufgaben zunehmen. „Da ist es auch wichtig, achtsam mit sich selbst zu sein!“ ermutigt die Gemeindeberatung. Stimmt, denn eine leere Lampe brennt bekanntlich nicht.

Einen ganzen Arbeitstag lang haben sich die Männer und Frauen aus den drei Kirchenvorständen Zeit genommen, aus der Rückschau und Standortbestimmung ein Ziel zu entwickeln. Das allein kann schon dankbar stimmen. Denn immerhin ist auch dieser Tag ein Zeitgeschenk, das die Kirchenvorsteher*innen ihrer Kirche machen. „Ja, hier ist ein großartiges und wertschätzendes Miteinander zu spüren“, stellen auch die beiden Mitarbeitenden aus der Gemeindeberatung fest.

Nicht nur  mit guten Ideen fahren wir gemeinsam am späten Nachmittag wieder nach Hause, sondern auch mit der festen Absicht: Ja, wir wollen weiterhin fröhlich eine Kirche leben, die auch in Zukunft eine gute Ausstrahlung hat und wie ein Leuchtturm wirkt.

 

Im Plenum

in Kleingruppen

Gelungene Premiere

Erster Jugendgottesdienst bewegt und berührt

„Where to go – Wohin geht´s?!“ Das war an diesem Abend für viele Jugendliche aus Bad Salzdetfurth und Umgebung offensichtlich keine Frage. „Wir freuen uns, dass ihr heute alle zu unserem ersten Jugendgottesdienst gekommen seid“. Wie ein Profi begrüßt Vivien die Gottesdienstgäste des Jugendgottesdienstes, die zu 75 Prozent unter 18 Jahre alt sind, in der vollen Martin-Luther-Kirche. Schon 5 Minuten vor Beginn ist der letzte freie Platz vergeben.

Gleich zu Beginn zieht eine offensichtlich Suchende alle Blicke auf sich. Sie geht zu einem Wegweiser mit 7 Hinweisschildern, die noch ohne Aufschrift sind. „Werd' erst mal erwachsen“! „Ohne Abi wird das nichts“. „Mach dies, mach das“. Man spürt schnell, dass das Thema des ersten Jugendgottesdienstes der Jugendmitarbeiter den Nerv trifft. „Wenn ihr die Fragen gleich mit "Ja" beantworten könnt, steht einmal kurz auf," fordert Marius die Jugendlichen auf und gibt auch gleich den ersten Impuls dazu: Freunde sind für mich zurzeit das Wichtigste.“ Fast alle erheben sich kurz von den Plätzen, um ihre Zustimmung zu signalisieren.

Besonders sind an diesem Abend aber nicht nur die Gottesdienstformen. Mathis, Luis und Henry sind zusammen „Feeling blue“. Sie machen die Musik an diesem Tag. Und sie machen das so, dass Jung und Alt restlos begeistert sind. Virtuos wechseln die drei an Stagepiano, Trompete und Schlagzeug die musikalischen Genres. Die sichtbare und spürbar enorme musikalische Spielfreude der drei jugendlichen Musiker reißt alle mit. Selbst die abgebrühtesten Nichtsänger*innen unter den Konfirmanden singen mit. Und das will wirklich schon was heißen.

Der bewegende Jugendgottesdienst schließt mit dem Segen als einer Bestärkung, die schon der ganze Gottesdienst ausgestrahlt hat. In dem intensiven Applaus der jugendlichen Gemeinde wird deutlich, dass den Teamenden mit ihrem Gottesdienst inhaltlich und alles in allem eine Punktlandung gelungen ist. Nicht zuletzt auch dank der meisterhaften Koordination aller Vorbereitungsarbeiten durch Neele, die immer wieder alle zusammengebracht hat.

So äußern viele am Ausgang, dass dieser – zu hundert Prozent von Jugendlichen für Jugendliche gestaltete - Gottesdienst eigentlich nicht der letzte gewesen sein darf :-)

Schokoladenabschied mit Herz

Pastorin Sabrina Wascholowski feierlich entpflichtet

Nur noch ganz vorn sind ein paar wenige Plätze frei. Die restlichen Bänke in der Heinder Kirche sind 15 Minuten vor Beginn des Abschiedsgottesdienstes von Sabrina Wascholowski längst belegt. Für alle Gäste liegen Liedblätter bereit. Auf ihnen klebt je ein rotes Schokoladenherz. Ein kleines, aber eben herzliches Abschiedssignal der scheidenden Pastorin.

Ein vorletztes Mal begrüßt Sabrina Wascholowski ihre Gemeindeglieder zum Gottesdienst, denn noch einmal wird sie wiederkommen, um „ihre“ Konfirmanden zu konfirmieren. Auch dies ist ein Zeichen der besonderen Verbundenheit zu „ihren“ Jugendlichen, aber auch zu allen anderen Gemeindegruppen, die im gesamten Gottesdienst durchgängig zu spüren ist.

Sabrina Wascholowski war nur eine vergleichsweise kurze Zeit (2,5 Jahre) für die ev. Christen im Innerstetal zuständig. Auch im Abschiedsgottesdienst wird offensichtlich, dass es eine sehr intensive und sehr gute Zeit gewesen ist – für beide Seiten.

Gern erinnert sich die Pastorin an die ersten Begegnungen zurück. Davon spricht sie auch in ihrer feinfühligen Predigt. Sie schildert so, dass es unter die Haut geht. Dazu passt, dass die Redner der Abschiedsworte auch ihre Anekdoten über das vertrauensvolle Miteinander in berührenden Worten  beschreiben. Superintendentin Katharina Henking betont in der Entpflichtungsansprache ebenfalls, wie sehr sich Sabrina Wascholowski auch im Kirchenkreis und unter den Kollegen*innen als eine beherzte und team-orientierte Pfarrerin erwiesen hat. 

Offensichtlich hatte es sich herumgesprochen, dass der neue Wohnort der jungen Pastorin keinen Lebensmittelladen hat. So bekam sie als Dank im Rahmen des Abschiedes aus der Gemeinde und von den Vertretern aus der Politik zahlreiche Lebensmittel geschenkt, die allesamt im Innerste-Tal produziert waren. So wechselt sie in mehrfacher Hinsicht gut versorgt in ihre neue Gemeinde in der Landeskirche Kurhessen-Waldeck.

S.Wascholowski mit "ihren" Konfirmanden*innen

Ein Schokoherz zum Abschied

Jahrestreffen 2020

Begegnung und Informationsaustausch im ev. Gemeindezentrum Bodenburg

„Ich stelle eine Figur auf den Turm“. Dieser Ausblick in andere Zusammenhänge tut mir selber gut! Entschlossen stellt die ehrenamtliche Mitarbeiterin einen ihrer Spielkegel auf das Landschaftsbild vor sich und antwortet damit auf die Frage, was sie selber in ihrem ehrenamtlichen Engagement an Gewinn sieht. Dazu hatte Diakonin im Ehrenamt, Christine Bormann, alle Gäste des diesjährigen Jahrestreffens aufgefordert. Fast 40 ehrenamtlich Mitarbeitende aus unseren 3 verbundenen Gemeinden konnten der alljährlichen Einladung folgen und waren an diesem Sonnabendnachmittag in das evangelische Gemeindezentrum in Bodenburg gekommen.

Nach einer Andacht stärkten sich die Gäste zunächst an einem vielfältigen Kuchenbuffet, um sich dann in Tischgruppen zu einem anregenden Gedankenaustausch einzufinden. Auch in diesem Jahr sind neue Gesichter dabei. Wir erfahren in den Gesprächen, wie bunt das ist, was in unseren Gemeinden an christlich-motivierten Veranstaltungen angeboten wird. Die Angebote für Kinder, Familien und Senioren bieten für jede Altersgruppe etwas. Im Austausch hören wir aber auch immer wieder, dass es schwerer geworden ist, viele auf einen Termin zusammenzuholen. Die zunehmend ausdifferenzierte Gesellschaft spiegelt sich auch in einem zunehmend ausdifferenzierten Erwartungsprofil hinsichtlich Zeiten und Angeboten wider, die sich manchmal nur noch schwer erfüllen lassen. Trotzdem ist die Stimmung an diesem Nachmittag eine sehr gute. „Ich stelle meine Figur auf die Bank“, so sagt es eine andere Mitarbeiterin, „weil mir manchmal gar nicht die Menge der Leute wichtig ist, sondern dass es einfach gute Gespräche sind, die so wohltun, wie es eine erfüllende Pause wie diese tut.“ Und es ist offensichtlich, dass damit auch irgendwie dieses Jahrestreffen gemeint ist.

Wo stehen wir?

Gemeinsamer "Standort-Austausch"

Teamenden-Tagung in Hemeln

Vorbereitung der Konfi-Abschlussfahrt 2020

(Autorin: Mia Lehmann) Es war einmal… nämlich vom 31.1. -  3.2.2020, als sich 19 Teamer*innen aus den Gemeinden Innerstetal und Bodenburg zusammen mit Herrn Pastor Henning Forwergk und Frau Diakonin Miriam Haase auf den Weg nach Hemeln an der Weser machten.

Zwei große Ziele hatte diese Teamer-Fahrt : Als erstes wollten wir natürlich ein paar schöne Tage miteinander verleben, und zweitens wollten wir die diesjährige Konfirmanden-Abschlussfahrt vorbereiten, die unter dem Thema „Gib mir irgendetwas, das bleibt“ steht.

Sozusagen direkt vor der Haustür floss die Weser, und kaum eine Minute zu Fuß entfernt vom Haus stand eine Kirche. Jeden Morgen feierten wir dort eine kleine Morgenandacht, bevor sich dann alle heißhungrig auf das Frühstück stürzen konnten.

Nach einer kurzen Pause, in der der Frühstückstisch abgeräumt, die Spülmaschine eingeräumt und die Küche wieder auf Vordermann gebracht wurde, trafen wir uns kurz, besprachen uns und teilten uns dann in Gruppen auf, die Verschiedenes für die Konfirmandenfahrt vorbereiteten.

Nach einem leckeren Mittagessen wollten wir, so war der Plan, in Göttingen unter freiem Himmel Schlittschuhlaufen gehen. Da es aber "Schnürsenkel" regnete, konnten wir uns sowohl das Schlittschuhlaufen in Göttingen, als auch die Wanderung nach Bursfelde in das Kloster bald abschminken. Also zogen wir das Programm für den darauffolgenden Tag vor. Damit waren alle einverstanden. Dennoch fuhren wir am Abend mit den Autos nach Bursfelde, um dort im Kloster an der Abendandacht teilzunehmen.

Nach einem wundervollen Abend, einer nicht ganz so wundervollen Nacht (die Betten dort sind nicht die besten, aber die Kissen sind noch schlimmer; das nächste Mal muss man unbedingt sein eigenes mitnehmen), einer schönen Andacht, einem leckeren Frühstück und einer kurzen Besprechung begannen wir in neuen Gruppen die Konfirmandenfahrt weiter vorzubereiten. Nach dem Mittagessen beschlossen wir, trotz des schlechten Wetters Schlittschuhlaufen zu gehen, jedoch nicht in Göttingen, sondern in Kassel, wo es eine Eishalle gibt.

Der letzte Abend war noch schöner als die Abende zuvor: Es wurden zusammen Spiele gespielt, zusammen musiziert, es wurde viel gelacht oder einfach nur geredet.

Als wir uns am nächsten und letzten Tag noch einmal alle versammelten und jeder erzählte, was für ihn von dieser Fahrt besonders in Erinnerung bleibt, da merkte man, dass das für jeden etwas anderes ist. Pastor Forwergk z.B. erzählte, ihm blieben die vielen netten Menschen in Erinnerung, die vielen lustigen Sachen, die eigentlich nur aus Versehen passierten, und vieles mehr. Viele Teamer*innen erzählten, dass sie sich gern an die vielen netten Leute erinnern, die sie dort kennen lernten, einfach toll. Ein Mädchen erzählte, sie fand es prima, dass trotz des doofen Wetters alle gute Laune hatten und gut drauf waren. Eine andere Teilnehmerin war davon angetan, dass man immer jemand zum Reden hatte, besonders wenn es einem mal nicht so gut ging. Und so bedanken wir uns bei allen, die uns diese Fahrt ermöglicht haben.

Ein richtig gutes Team

Gibsbindenengel

Andacht in der Kirche

Where to go

Jugendgottesdienst - von Jugendlichen für Jugendliche

Evangelische Jugend gestaltet eigenen Gottesdienst

Sie treffen sich schon das dritte Mal. Nach der Schule und nach der Arbeit sitzen sie im evangelischen Gemeindezentrum. Sie diskutieren, planen zusammen und haben offensichtlich Freude an ihrem Tun. „Nach dem Anspiel sollte nur Musik sein, damit man besser nachdenken kann“, schlägt Isa-Leandra vor. Die anderen nicken. „Ich werde Henri informieren, dass sie etwas Passendes raussuchen!“ Neele ist Meisterin im Koordinieren. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Mit flinken Fingern tippt sie die Ideen in den Rechner. Nach und nach wächst daraus ein Gottesdienst, der die Fragen und Ideen der Jugendlichen aufnimmt.

„Wer macht ein Liedblatt?“ „Keiner“, sagt Marius und fragt, ob man nicht besser die Liedtexte per Beamer an eine Leinwand projizieren kann. Chiara legt das Plakat, das sie selber entworfen hat, in die Mitte. Sie studiert in Hildesheim Grafik-Design und bringt hier ihre Gaben und Kenntnisse in den Gottesdienstplanungsprozess ein. Die anderen staunen. Das Plakat allein ist schon ein Hingucker geworden.

Am 16. Februar ist es dann so weit. Dann werden wir den ersten Jugendgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche zu Bad Salzdetfurth feiern, um 17 Uhr. Wir sind gespannt auf den Gottesdienst von Jugendlichen für Jugendliche.

JuGo - Plakat

Themensammlung

Durch dick und dünn und Dächer

Familiengottesdienst in Breinum

„Wollt ihr nach vorn kommen“. Ja, die Kinder wollen nach vorn kommen. Sie stellen sich im Halbkreis auf und singen zum Gitarrenspiel von Kinderchorleiterin Martina Niehoff. Kinder singen so gern. Das merken wir auch in diesem besonderen Gottesdienst, der extra für Familien vorbereitet ist. Das Thema „Freundschaft“ ist durchaus eines, das jung und alt bewegt und verbindet. Was aber qualifiziert Freunde? Dieser Frage nähert sich der Gottesdienst auf kindgerechte Weise. Die Antwort findet sich in einer Klanggeschichte aus der Bibel. Passend zu der Bibelerzählung von der Heilung des Gelähmten erzeugen die Kids unterschiedliche Geräusche mit Rasseln, Topfschlagen und anderen Geräuschemachern, die dann zu hören sind, wenn von den entsprechenden Personengruppen die Rede ist, für die sie stehen. Die Freunde des Gelähmten decken sogar ein Dach ab, um ihrem Freund zu einer Begegnung mit Jesus zu verhelfen, die Heilung für den kranken Freund bringen soll. Und tatsächlich wird dieser im Glauben an Jesus auf besondere Weise eigenständig und kann wieder auf eigenen Füßen gehen. Wahre Freundschaft geht eben durch dick und dünn und Dächer.

Begrüßung in St. Marien

Parforcehörner und Wildschweinbratwurst

Hubertusmesse in St. Cäcilien

Der Klang ist gewaltig. Die Jagdhornbläser eröffnen einen ganz besonderen Gottesdienst. Lektor Andreas Wehrmann hat sich viel Zeit genommen, ihn zusammen mit der Jagdhornbläsergruppe aus Woltershausen vorzubereiten. In seiner Begrüßung beschreibt der Lektor die Besonderheit dieser Form von Blasmusik und wie sehr sie unter die Haut gehen kann.

Auch vom Thema her ist eine Hubertusmesse etwas Besonders. Sie holt die Fragestellung Mensch, Natur und Schöpfung in die Kirche. Dementsprechend ist die St. Cäcilenkirche zu diesem Abendgottesdienst mit Tannengrün und Beeren geschmückt. Der Kirchenvorstand hat das am Wochenende liebevoll vorbereitet.  Die vielen Jäger und auch die Angehörigen der Jagdhornbläser*innen fühlen sich in der derart waldorientiert geschmückten Kirche wohl. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass der Chorraum unserer Kirche durch viele Hirschbilder geziert ist. Bei der historischen Ausgestaltung stand nämlich ein Psalmwort aus dem Psalm 43 im Mittelpunkt: Wie ein Hirsch schreit nach Wasser, so schreit meine Seele zu dir Gott!

Nach dem Gottesdienst duftet es herrlich. Kirchenvorsteher, Jagdhornbläser und Jäger Björn Sandvoss haben Wildschweinbratwurst aufgelegt. Es ist eine große Runde, die sich im Anschluss an den Gottesdienst da trifft und noch einmal die schönen Eindrücke aus dem Gottesdienst Revue passieren lässt.

Parforcehörner

der besonders geschmückte Altar

Lange Schlange am Grillstand

Plätzchenbacksaison hat begonnen

Konfirmanden*innen und Jugendmitarbeiter*innen bereiten Adventsmarkt vor

„An die Formen, fertig, los!“ Der kleine Raum des Gemeindezentrums hat sich erneut in ein "Pätzchen-Backstudio" verwandelt. Innerhalb von 5 Minuten nach Konfirmandenzeit-Ende und Händewaschen sind mehr als ein Dutzend Konfirmanden*innen zu fleißigen Bäcker*innen mutiert.

„Gibst du mal die Ausstechformen rüber?“. „Ich muss erst einmal probieren, ob der Teig für den Adventsmarkt tatsächlich qualitativ geeignet ist…“ Teig zu naschen ist hier nicht verboten. Und der Teig ist tatsächlich unwiderstehlich lecker. Zwei helfende Eltern haben ihn schon einmal fertig mitgebracht, damit für die Kids keine langen Wartezeiten entstehen. „Hoffentlich bekommt hier keiner Bauchschmerzen“. Die Sorge scheint unbegründet! „Junge Mägen vertragen unglaublich viel,“ weiß Aktionsleiterin Viola Latzel aus jahrzehntelanger Erfahrung. Und doch ist es in jedem Jahr wieder erstaunlich, welche Mengen gerade auch in junge Jungenmägen hineinpassen.

Die fertigen Plätzchen kommen zum Abkühlen nach draußen, bevor sie in entsprechende Behälter verpackt werden. Das ist zumindest die Theorie. Denn es ist dunkel draußen und wer drinnen backt, kann nicht am rückwärtigen Ausgang des Gemeindezentrums Plätzchen bewachen. So bekommen auch dort noch einmal alle Gebäcksorten Beine. Doch irgendwie schaffen wir es dann doch, zumindest ein paar der Behälter mit leckerer Ware für den Adventsmarkt zu füllen. Aber das ist eigentlich auch gar nicht das Wichtige. Das Schönste ist nämlich, dass man ganz deutlich sehen und merken kann, dass es den Jugendlichen Freude macht, nach dem „Konfer“ noch zu bleiben. Und zur Belohnung für das fleißige Mithelfen und Tun gibt es zum Abendessen sogar noch Milchreis, einen Riesentopf voll! Und selbst der ist am Ende der Aktion restlos aufgegessen.

Fleißige Bäcker*innen

Erst mal abkühlen ;-)

Kirchenvorstands-Team wieder komplett

Klaus Herberg als Kirchenvorsteher ins Amt eingeführt

„Sind Sie bereit dazu, das Amt des Kirchenvorstehers in unserer Kirchengemeinde Wehrstedt zu übernehmen…, dann sagen Sie bitte: ja, mit Gottes Hilfe“. Die Bejahung von Klaus Herberg erfolgt postwendend und mit sehr sicherem Unterton. Man spürt, dass er der Berufung durch Kirchenvorstand und Kirchenkreisvorstand gern gefolgt ist. Und für den Kirchenvorstand Wehrstedt ist das ein großer Segen. Viele Jahre lang hat sich Klaus Herberg bereits im Gesangverein Wehrstedt für Ort, Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich eingesetzt. Nun bringt er seine langjährigen Erfahrungen in den Kirchenvorstand ein. Aber auch für diesen ist er bei weitem kein Fremder. Seit Jahren gehört er bereits zum Team „Männerarbeit“, welches in den vergangenen Jahren - unter der Leitung von Michael Keil -  nicht nur in überaus interessanten Gottesdiensten wichtige Impulse in die Arbeit unserer Gemeinden einfließen ließ. Mit der Berufung von Klaus Herberg schließt sich die Lücke, die durch das beruflich bedingte Ausscheiden von Frank Schünemann im Kirchenvorstand entstanden war.

„Dabei könnte es gar keinen besseren Termin für eine Kirchenvorsteher-Einführung geben, als ausgerechnet den Reformationstag“, betonte Pastor Forwergk im Festgottesdienst in der vollbesetzten St. Andreaskirche. Zahlreiche Gemeindeglieder auch aus den übrigen Orten des pfarramtlichen Verbundes hatten sich dazu in der alten Wehrkirche eingefunden. Auch der Singkreis unter der Leitung seiner Chorleiterin Lisa Bockemüller betonte durch sein Dabeisein die Bedeutung der Amtseinführung. Besonders die modernen liturgischen Gesänge aus dem neu angeschafften "Freitöne-Chorheft" wirkten in Verbindung mit den inhaltlich spannenden Gottesdiensttexten.

Wie schön, dass an diesem besonderen Tag auch das "Kirchenkaffeeteam" liebevoll Kaffee und Tee gekocht sowie leckeres Gebäck auf die Stehtische gestellt hatte. So konnten wir im Anschluss bei herrlichsten Herbstsonnenstrahlen unter den Linden bei einem wunderbaren Heißgetränk nach Wahl diesen schönen Gottesdienst nachklingen lassen.

Herzlich willkommen Klaus Herberg

Hat Gott einen Namen

Musikgottesdienst in Lechstedt

Wenn Du für Gott einen Namen finden müsstest, wie würdest du ihn nennen? Der Beamer wirft nach und nach 5 weitere Fragen an die Leinwand. Die Kirchenband InTAKT wartet schon auf den musikalischen Einsatz. Die Gitarre beginnt zu spielen, Schlagzeug und Bass kommen hinzu, dann  nehmen Saxophon, Querflöte und Keyboard das musikalische Thema auf. Die Sängerinnen setzen ein: „If god had a name…“ Der Funke springt über. Viele kennen den Song „One of us“ von Joan Osborne und summen leise mit.

Der Musikgottesdienst verbindet auch diesmal moderne Kirchensongs mit anregenden Aktionen und Wortbeiträgen. Manchmal schleicht sich auch ein weltlicher Song ein. Es ist diese besondere Mischung von stillen Nachdenkmöglichkeiten, kreativen Impulsen und vertrauten Elementen aus dem Kirchenbereich, die diesen Gottesdienst auch diesmal zu einem sehr besonderen macht. 50 Minuten lang agieren die Musiker und die Mitglieder der „Wortgruppe“ im Wechsel und doch inhaltlich gut aufeinander  bezogen. Die Gemeinde feiert mit und feiert zum Schluss sowohl die Musiker, als auch die Mitglieder der Wortgruppe, die für die Ideen und Texte verantwortlich war. Und es gibt sogar noch eine Zugabe. Nach alter Tradition schließt der Musikgottesdienst 2019 mit dem Song „Gospelrock“.

Kirchenband InTAKT

Spurensuche

Mit Pauken und Trompeten feierlich begrüßt

Tolle Teamer feiern mit neuen Vorkonfirmanden

Haste Töne? Henri hat sie. Wenn er Trompete bläst, spielen sich die Melodien der neuen Gemeindegesänge nicht nur in die Ohren, sondern  direkt ins Herz der Kirchenbesucher. Für den richtigen Rhythmus sorgt sein Bruder Luis. Intuitiv und zugleich enorm versiert haut er einen Takt aus dem Cachon, der sofort in Fleisch und Blut übergeht. Die Eltern und Vorkonfirmanden singen gerne mit oder hören begeistert zu. Die Musik nimmt den neuen Vorkonfirmanden die Nervosität. Dazu tragen auch die Sängerinnen des Gesangensembles „Salzletten“ aus Bad Salzdetfurth - unter der Leitung von Martina Niehoff - bei. Sie sind für diesen besonderen Gottesdienst aus der Nachbargemeinde angereist und bringen frische Songs mit, die sie mehrstimmig und klangvoll in die gottesdienstliche Feier hineinsingen.

Klasse ist, dass auch unsere evangelischen Jugendmitarbeiter dabei sind. Ein Teil unserer Teamer*innen hat die "Kennenlernfahrt" der neuen Vorkonfirmanden begleitet.  Man spürt, dass in den gemeinsamen Tagen des Unterwegs-Seins eine Verbindungen zwischen den älteren und den jüngeren Jugendlichen gewachsen ist. Die Vertrautheit und gute Stimmung kommt auch in den Texten zum Ausdruck, die auf Vorkonfirmandenbeiträge der „Neuen“ zurückgreift.

Diese werden von Diakonin Christel Dirksen feinfühlig in den Chorraum der Johanniskirche eingeladen, um dort von den Teamer*innen als Willkommene in unserer Gemeinde für einen kleinen Moment gefeiert zu werden. Und als Zeichen des Willkommens bekommt jede und jeder der neuen Vorkonfirmanden eine Karte mit einem aufgeklebten Spiegelfragment in die Hand. Und auf der Karte steht:"Siehe, du bist etwas ganz Besonderes".

Herzlich willkommen

Die Salzletten

Treppenaufgang instand gesetzt

Noch ein paar Meter Weg dazu

„Das ist ja nur Sand und Erde!“.  Nach dem Aufnehmen der Treppenstufen am Gemeindezentrum in Bodenburg mit dem Bagger zeigt sich das ganze Ausmaß des Schadens. Wühlmäuse und Ratten haben das Fundament der Eingangstreppe  unterhöhlt. Nun ist klar, warum die massiven Stufen in den letzten Jahren schief und krumm lagen. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mussten wir nun die Instandsetzung der Treppe veranlassen. Schließlich soll keiner der Besucher des Gemeindezentrums in Gefahr geraten. Durch das Absacken des Untergrundes hatten sich immer mehr Unebenheiten bei den Treppenstufen ergeben. So war  erhöhte Stolpergefahr gegeben.

Aber auch der vor 7 Jahren notdürftig ausgebesserte Weg von der Treppe zum Haupteingang war ebenfalls abgesackt. „Das muss ordentlich gemacht werden“. Der Rat des Fachmannes war eindeutig. So mussten die ursprünglich auf den Treppenbereich begrenzten Sanierungsarbeiten noch um ein paar  Meter Weg ausgeweitet werden. „Wenn das schwere Gerät schon mal da ist, macht es auch Sinn, die Zuwegung grundsätzlich in Ordnung zu bringen!“ Gesagt, getan. Mit etwas Glück ist neue alte Treppenanlage bald fertig.

Instandsetzung der Treppenanlage

Trotz Tageskühle besondere Wärme

Stimmungsvoller Erntedankgottesdienst in Evensen

Die Hofscheune in Evensen ist bis auf den letzten Platz besetzt. Schnell werden noch die letzten Biertischbänke aus den umliegenden Häusern geholt. Und trotzdem müssen noch manche in der wundervoll geschmückten Scheune stehen.

Obwohl es immer noch ziemlich kühl ist, wird uns schnell warm ums Herz. Zauberhaft führen uns Kinder aus dem Johannis-Kindergarten vor, wie das Brot auf dem Acker wächst. Dazu haben sie sich zu kleinen Weizenkörnern verkleidet. Sie legen sich auf das braune Tuch und verwandeln sich nach einer kurzen Zeit auf dem Boden in lebendige Weizenähren. Stolz betrachten Eltern und Großeltern der Kinder ebenso wie die Gottesdienstgäste das Wunder, das dort in unserer Mitte geschieht. Die "Weizenkinder" halten zusammen und bilden ein „Himmelsbrot“ aus eitel Freude. Allen Gottesdienstbesuchern wird es warm ums Herz.

Nach dem Gottesdienst sind wir alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Bäckerinnen und Bäcker aus unseren 6 Orten waren fleißig. Das Kuchenbuffet ist reichlich mit leckerem Blechkuchen gefüllt. Und der Kaffee tut gut. Auch in diesem Jahr hat die Stiftung den Apfelsaft aus selbstgepflückten Äpfeln mitgebracht. Der daraus bereitete Apfelpunsch ist heiß und lecker. 602,25 €  kommen im Rahmen der Kollekte für die Diakonie der Landeskirche zusammen. Auch darin erfahren wir, wie eine gute Gemeinschaft für andere zur Bestärkung wird.

Volle Erntedankscheune

Lebendige "Weizenkörner" in der Erde

Guter Start in die Konfirmandenzeit

Neue Konfirmanden*innen fahren zur Auftakt-Freizeit

„Willkommen bei uns zu euerm genialen Start-Wochenende“ . Die Begrüßung durch die Teamenden der Konfirmandenfahrt ist herzlich! Alle sollen sich schnell wohl fühlen. So starten wir mit einem guten Abendessen in das Abenteuerwochenende, zu dem sich die neuen Konfirmanden*innen auf dem Wohldenberg treffen. Gemeinsames stärkt nicht nur, sondern verbindet auch.

„Wir treffen uns gleich nach dem Essen im Gemeinschaftsraum!“ Gesagt, getan. Gespannt und auch ein wenig aufgeregt sitzen die Kids nach dem Essen im Kreis. Auch hier werden sie noch einmal freundlich begrüßt. Die folgenden Angebote haben die Teamenden der diesjährigen Vorkonfirmandenfahrt liebevoll vorbereitet. Schnell schwinden die Vorbehalte, und die Jugendlichen merken schon bald, wie viel Freude das gemeinsame Tun macht. Wie im Flug vergeht der erste Abend.

Der nächste Tag bringt nicht nur neue intensive Eindrücke. Er bringt auch die Konfirmanden*innen einander näher. Viel tragen dazu die gemeinsam zu lösenden Aufgaben bei. Auch hier haben die Teamenden liebevoll interessante Stationen gebildet, an denen sich die Jugendlichen gemeinsam ausprobieren und ihre Stärken ergänzen können. Dazu haben alle die Möglichkeit, über sich selbst und die eigenen Stärken nachzudenken und zu forschen, was jeder von ihnen besonders gut kann.

Angesichts der vielen spannenden Elemente der  Freizeit gehen die Tage schnell rum. Und ehe sichs alle versehen, ist schon wieder Sonntag. „Schade, dass wir schon wieder fahren müssen“, ist nicht nur ein Gedanke der Jugendmitarbeiter, die erneut diese Freizeit wirklich gut und spannend gestaltet haben.

Unsere neuen Konfirmanden*innen

Mit zwei Bullys und einem PKW

Jugendliche sammeln Äpfel für die Johannis-Stiftung

„Und wie kamen Sie auf die Idee, eine Stiftung zu gründen?“ Außergewöhnlich aufmerksam hören die Kids dem Stiftungsgründer zu:  Gustav Bartens berichtet von einer Zeit, die die Konfirmanden*innen nur vom Erzählen her kennen. Aber durch die sehr persönlichen Worte unseres Stiftungsgründers wird es auf einmal emotional sehr dicht und authentisch. „Viele Kinder mussten damals ohne Väter aufwachsen, und die Mütter hatten oft wenig Zeit“, berichtet Gustav Bartens. Für ihn selbst wurde das Pfarrhaus seinerzeit zu einer Heimat. „Und von dem, was ich damals dort an Halt und Gutem erfahren habe, möchte ich gern was zurückgeben!“

Man spürt förmlich, dass die Worte und Gedanken des Gründers der Johannis-Stiftung in offene Ohren und offene Herzen gehen. So ist es auch nicht schwer, die Konfirmanden*innen um ihre Mithilfe zu bitten. Mit zwei Bullys und einem Pkw fahren wir zur Domwiese, auf der die Apfelbäume stehen. Dankenswerterweise hatte der Bürgermeister schon vorher der Apfelpflückaktion zugestimmt. Mit Eimern und Apfelpflückgeräten machen sich die Kids auf den Weg. „Kann ich da nicht einfach auf den Baum klettern und schütteln“, fragt einer der Konfirmanden. „Ja, aber sei vorsichtig!“ Kurze Zeit später fallen die reifen Äpfel zu Boden, und die anderen müssen nur noch sammeln.

Am nächsten Tag bringen andere Ehrenamtliche die Ernte der Jugendlichen zum Mosten. 40 Stück 5-Liter-Kartons sind die stolze Ausbeute, die Geld in die Kasse der Stiftung bringt. Manche der Jugendlichen haben so viel Freude am Pflücken und Sammeln, dass sie  nach der Konfirmandenzeit sogar noch zu einer zweiten Wiese mitkommen.  Und wer den Saft probieren will, der ist herzlich zum Erntedankfest in Evensen eingeladen. Dort werden die Äpfel dann in Saftform, oder als leckerer Apfelpunsch verkauft und der Erlös dem Stiftungsstock der Johannisstiftung zugeführt. Und der Zinserlös wird dann u.a. wieder Jugendliche unterstützen. Denn dafür ist die Stiftung gedacht.

Die fleißigen Apfelpflücker*innen

Mister Mac Nugget hat spontan einen Bruder bekommen

Familienfreizeit 2019 in Hirschhagen

„Ssssssssst“… ruckzuck ist die Holzschraube drin. Marie hat schon die nächste in der Hand. Schnell haben die Kinder raus, wie sie mit dem Akkuschrauber die Schrauben in die vorgefertigten Holzteile drehen müssen. Sogar Papa staunt. Dann ist sie fertig. Eine Schatztruhe pro Familie entsteht. Dort kommen zunächst die sichtbaren Schätze hinein, die Kinder in der Familienfreizeit sammeln konnten. „Ich habe einen „Edelstein“ aus der Abendandacht mitgenommen“, erzählt Francesca stolz und öffnet den Deckel ihrer Schatzkiste, um den farbigen Glas-Muggelstein dort sicher aufzubewahren.

Viele haben auch ihre „Gaben-drink-karten“ dort aufbewahrt. Zwei Teile flüssige „Geduld“; ein Teil „Vertrauen“ und viel "Toleranz"… Die Flaschen mit den Säften haben neue Etiketten bekommen. Wo Orangensaft drin war, steht „Zuverlässigkeit“ drauf, und jeder kann nach eigenem Geschmack aus den Flaschen mit den verschiedenen Säften nachtanken und sein Rezept auf der Gabenkarte vermerken.

Bei schönstem Wetter verbrachten wir alle so viel Zeit wie möglich im herrlichen Außenbereich des Freizeitheimes Hirschhagen. Die „Kleinen“ konnten fast unbegrenzt spielen und Schätze entdecken, die aber auch die „Großen“ sichtbar fanden: Freude an dem Spaß der Kinder, eine schöne Gemeinschaft und innere Stärkung durch zauberhafte Meditationen und Andachten. Nur Mr. Mac Nugget war an diesem Wochenende so gehetzt, dass das Spielleitungsteam schnell mal eben einen Bruder erfinden musste, der sich für den erschöpften Mac Nugget jagen und finden ließ, um sich dann von seinem Goldwahn heilen zu lassen.

Jubelkonfirmation in Bodenburg

„Zweite Reihe hinten bin ich“

Das Foto macht die Runde am Tisch. Schnell haben die Konfirmanden von damals sich selber wiederentdeckt. „Zweite Reihe hinten…, der zweite von rechts, das bin ich“. „Aber wie hieß der hier noch mal?“. Alle kramen in ihren Erinnerungen. Die Fotos lösen mehr aus, als dass sie vergessene Namen neu ins Gedächtnis zaubern. Manch eine alte Geschichte erwacht zu neuem Leben. „Weißt du noch?“.

Es war natürlich eine prägende Zeit, die Konfirmandenzeit damals. Das ist bei den goldenen Konfirmanden*innen nicht anders, als bei den diamantenen und eisernen, auch wenn mehr als 10 Jahre zwischen den Jubelgästen liegen. „Vieles war früher noch strenger!“. Darin sind sich fast alle einig. Und auch, dass man als Konfirmand damals noch jeden Sonntag in die Kirche „durfte“. Mit einem Zwinkern in den Augen betont der Erzähler das „durfte“.

„Aber geschadet hat es uns damals nicht“, betont der Jubiläumskonfirmand, der heute mit vielen Gleichaltrigen zusammen feiert. „Und heute war ich sehr gern in der Kirche“, staunt der Berichtende über die Erfahrung aus dem Jubelgottesdienst.  „Es tut doch sehr gut, mal unabgelenkt von allem und vor Gott über die Welt und sich selbst einmal nachzudenken“, fügt der Erzähler noch hinzu. „Schließlich haben wir hier alle nicht mehr endlos Zeit, oder“? Die meisten nicken und für einen kurzen Moment spürt man eine Ernsthaftigkeit, die zu Herzen geht. Aber dann wird es auch wieder fröhlich, ohne dass die Tiefe der Gespräche verloren geht. Ja, es lohnt tatsächlich, zu einer Jubelkonfirmation zu kommen und mit der Reife des Alters auf die Jugendjahre zu blicken. Darin sind sich tatsächlich auch die meisten einig und wollen auf jeden Fall das nächste mal wiederkommen. „Wenn es die Gesundheit zulässt“!

Jubiläumskonfirmationen in Sehlem

"Kraftstoff" Segen

In der St. Cäcilien-Kirche ist es warm – richtig warm! Seit dem frühen Vormittag fällt die Sonne durch die großen Fenster. Manch einem Gottesdienstgast steht der Schweiß auf der Stirn. Das tut aber der Feier keinen Abbruch. Die Freude über das Wiedersehen nach langen Jahren steht vielen ins Gesicht geschrieben. Der Gesang der knapp 50 Jubelkonfirmanden und Konfirmandinnen füllt die Kirche mit Wohlklang. Wie schön klingt doch diese wunderbare Kirche. „Habt guten Mut, Euren Lebensweg weiter zu gehen!“ Der Segen Gottes wird fühlbar in der frohgemuten Stimmung nach der Jubiläumskonfirmation.

Nach dem Gottesdienst ist es gar nicht so leicht, ein schattiges Plätzchen für das Foto zu finden. Für das große Gruppenfoto wird dann doch die Kirche selbst ein sehr fotogener Hintergrund. Dann ist Aufbruch zum Essen. Die Autokaravane bewegt sich Richtung Maiental. Dort hat Nico Ullrich schon lecker gekocht. Erst die Suppe, dann Buffet und zum Dessert gibt es neben Mousse au Chocolat oder Kompott gibt es sogar noch die ersten Bilder der Jubiläumskonfirmation zu sehen.

„Manchmal haben die Jungs Maikäfer in den Konfer mitgebracht und dort freigelassen“. „Wir Mädchen waren natürlich ganz brav…“! Mit einem verschmitztem Blick erzählt die „eiserne“ Konfirmanden Anekdoten von „damals“ und man sieht das Leuchten in den Augen derer, die mit ihr an alte Geschichten denken. Es war doch irgendwie eine schöne Zeit, so wie jetzt.

In der Kirche :-)

Gruppenfoto - alle Jubelkonfirmanden zusammen

Regionales Treffen der Kirchenvorstände im Pfarrgarten Bodenburg

Gereifte Erfahrungen treffen auf neue Ideen

„Grün!“ „Rot!“ „Blau!“  In null Komma nix finden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sich in drei Gruppen zusammen. Dann ist einen Moment Zeit, sich zu der gestellten Impulsfrage zu äußern. „Ich bin im Kirchenvorstand, weil…“. Gespannt und aufmerksam hören die Frauen und Männer aus der evangelischen Kirchenregion Bad Salzdetfurth sich gegenseitig zu. Sie entdecken Ähnlichkeiten in der Motivation aber durchaus auch interessante Unterschiede.

Nach wenigen Minuten intensiven Austauschs setzt erneut die Musik ein und die Farbkegel werden wieder fröhlich getauscht. Eine zweite Runde beginnt und ein zweiter Impuls wird in die Runde gerufen: „Ich finde an Kirche gut…“.

Der regionale Kirchenvorstehertag im Pfarrgarten zu Bodenburg beginnt mit einer fröhlichen Begegnungsaktion anhand derer es nicht schwer wird, ins Gespräch zu kommen. Nicht alle kennen sich. Manche Kirchenvorsteher*innen sind schon Jahrzehnte im Amt, andere sind das erste Mal dabei. Aber das ist gerade das spannende. In der Austauschrunde treffen gereifte Erfahrungen auf neue Ideen und Visionen und aus allem zusammen bilden sich die Grundideen für ein gemeinsames Tun zur Weiterentwicklung der evangelischen Kirchenregion.

„Aber in erster Linie möchten wir Ihnen heute Danke sagen“! Darin sind sich die Hauptamtlichen einig. Gerade die Ehrenamtlichen in der Kirchenleitung bekommen vieles ab. Oft werden sie angesprochen, wenn es mal klemmte. „Und trotzdem treten Sie weiterhin frohgemut für Ihre Kirche ein“.  In der Dankesrede wird echte Anerkennung laut. „Immer mehr sind sie sind es, die Kirche in den Orten repräsentieren.“

Um den Dank nicht nur in Worte zu fassen, greifen die Diakoninnen und Pastoren*innen zur Grillzange und legen Bratwürstchen und Steaks auf den Grill. „Heute möchten wir Sie einmal bewirten und bedienen, die sie sonst so viel für andere tun“, betonen die Hauptamtlichen und drücken damit ihr Wertschätzung des Ehrenamtes auf ganz praktische Weise aus. Und so wird es in mehrfacher Hinsicht ein nahrhafter und stärkender Nachmittag im Pfarrgarten zu Bodenburg.

Guten Appetit

Leckeres auf dem Grill

Alle Latten am Zaun :-)

Der alte Jägerzaun um das Pfarrhaus in Wehrstedt musste dringend erneuert werden, da das Holz bereits an mehreren Stellen morsch und brüchig geworden war. Der KV beschloss deshalb die Anschaffung einer neuen Zaunanlage und entschloss sich für einen kesseldruck-imprägnierten Nordik-Lattenzaun.

Nachdem das Material geliefert war, erklärten sich Georg Stassig, Lothar Grosche und Karl Flätchen bereit, die Montage zu übernehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen kostete es so manchen Tropfen Schweiß, bis Latte für Latte angeschraubt war.

Christa Flätchen sorgte mit Getränken und kleinen Stärkungen dafür, dass die Kräfte und die gute Laune nicht verloren gingen. Nach insgesamt 56 Stunden war das Werk vollbracht und der Lohnaufwand für die Montage gespart. Der KV freut sich sehr über diese freiwillige Eigenleistung und bedankt sich ganz herzlich bei den fleißigen Helfern.

 

Im Fluss ist es „cool"

Teamer*innen in einem Boot

Der Temperaturfühler vom VW-Bulli zeigt 35 Grad. Es ist 11 Uhr morgens. „Habt ihr Sonnenschutzcreme dabei ?“ Die Teamer*innen haben Sonnenschutz dabei und manche sogar auch eine Kopfbedeckung. Doch die meiste Zeit paddeln wir unter Bäumen entlang. So ist es zwar warm, aber schattig. „Kommst du mit ins Wasser?“. Mutig lassen sich zwei der ingesamt 9 Teamer*innen ins Wasser gleiten. „Ist das schön!“. Das kühle Nass der Leine fühlt sich ganz anders an. Es ist viel samtiger als das gechlorte Wasser einer Badeanstalt. „Wie super die Schwimmweste trägt!“ Wie nebenbei machen die Jugendlichen diese Erfahrung, von der sie später dann vielleicht den Konfirmanden erzählen können. Glaube kann das ja auch: tragen und oben halten.

Die fünf Stunden auf dem Boot vergehen rasend schnell. Zwischendurch singen wir sogar die modernen Kirchenlieder, die wir sonst auch beim Teamertreff singen. Ich staune, wie viel von den Liedertexten bei den Jugendlichen im Kopf sind, ohne dass sie diese auswendig lernen mussten. Dann haben wir unser Ziel unterhalb der Marienburg erreicht. Alle helfen dabei mit, das Boot und die Sachen an das Ufer zu tragen. Man merkt, dass die Verantwortlichkeit füreinander während der Bootstour alle noch einmal dichter miteinander verbunden hat. Beim Anlanden hat jeder und jede nicht nur die eigenen Bedürfnisse im Blick. „Soll ich deine Schuhe mit rausnehmen?“

Wieder zurück schmeißen wir im Garten unseres Gemeindezentrums den Grill an. Das Zusammensitzen und –essen ist ein schöner Abschluss eines herrlichen Tages, an dem wir wichtiges gelernt haben. Nicht nur baden im Fluss, sondern auch Teamer*in zu sein ist „cool“!

h.forwergk

die Zaunbauer... :-)

So wie er einmal war, ist er wieder geworden

Noch auf Land...

Bild: Henning Forwergk

Warten auf die Rückfahrt :-)

Bild: Henning Forwergk

Konfirmandentreffen mit Teamern

 

Der Brief an mich selbst…

 

Vor zwei Jahren hat sie ihn geschrieben. Jetzt hält sie ihn erneut in der Hand. Vorsichtig öffnet sie das Kuvert. Und dann liest sie ihn. Den Brief, den sie sich selbst vor zwei Jahren geschrieben hat. Ein sichtlich spannender Moment.

Das legendäre Konfirmiertentreffen zeigt nicht nur Erinnerungsbilder aus Konfirmandenzeit und Konfirmation. Es ist auch der Moment, in dem den Konfirmierten die Materialien überreicht werden, die aus der Konfirmandenzeit gesammelt wurden. Und dazu gehört eben auch ein Brief an sich selbst, den sich die Konfirmanden vor zwei Jahren als „Anfänger“ in der Konfirmandenzeit selber schrieben.

Wieder einmal haben die Teamer*innen diesen Tag liebevoll vorbereitet. Und bis auf drei sind alle da. Noch einmal  schauen wir zurück in eine wirklich schöne Zeit. Und dann schauen wir nach vorn. Lebhaft und sehr authentisch berichten die älteren Teamer*innen den aufmerksamen Konfirmierten, was sie dazu bewogen hat, Teamerin und Teamer zu werden. Und sie berichten davon, was sie als Teamer bereits an Erfahrungen gesammelt haben. Viele erzählen in diesem Zusammenhang von Freude und einer guten Gemeinschaft. Und dazu sind an diesem Tag auch die  Konfirmierten eingeladen.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

5. Taufengelwanderung verläuft fröhlich trotz Starkregen

Bischof in Bodenburg

„Gott hat uns längst einen Engel gesandt“. Mit dieser gesungenen Botschaft eröffnet das Vokalensemble „Klangfarben“ - unter der Leitung von Dorothea Bartels - die Eröffnungsandacht zur fünften Taufengel-Wanderung des Kirchenkreises Hildesheimer Land – Alfeld. Aus diesem Bereich haben sich  rund 130 Taufengelwanderer in der Bodenburger St. Johanniskirche versammelt. Viele haben einen kleinen Rucksack und einen Wanderstab mit dabei. Auch der Landesbischof trägt Wanderschuhe. In sein  berührendes, geistliches Wort gibt er auch biographische Erinnerungen. Die Grabinschrift auf dem Grabstein seines Großvaters habe in immer daran erinnert, dass wir alle Wandernde sind. In spannender und freier Erzählmanier finden sich intensive Parallelen zwischen der Taufengel-Wanderung und dem Gang der Jünger*innen nach Emmaus. „Dabei ist ER - Gott -  wie mit seinen Jüngern wohl auch mit uns unterwegs, auch wenn wir  oft erst im Nachhinein in ihm einem Begleiter auf dem Weg erkennen“, erzählt der Bischof.

 

Beim Aufbruch nach Wehrstedt öffnet dann der Himmel seine Schleusen. Über die erste Wegstrecke durch den Park wird der Regen noch von den Bäumen abgehalten. Dann aber schüttet es heftig. Doch es ist ein warmer Regen, und die Stimmung bleibt fröhlich und wird es sogar immer mehr. „Gottes Wahrheit ist Schutz und Schirm“. Am ersten Rastplatz fallen diese Worte des Psalm 91 in offene Ohren und in offene Herzen. Viele rettende Regenschirme werden zum Bild für die Gedanken dieses besonderen Gebets.

Kurz vor Wehrstedt hört es dann auf zu regnen, und schnell klart sich der Himmel wieder auf. So können sich dann doch noch ein paar Wanderer auf den trockengewischten Bänken unter den Linden vor der Kirche ein wenig ausruhen. Andere strömen in den Gemeindesaal und versorgen sich dort am reichlich gedeckten Tisch mit Brot, Käse und Getränken.

 

In der Abschlussandacht wird im Vortrag des Engelforschers Dr. Uwe Wolff die Leidenschaft für sein Fachgebiet deutlich. Man spürt, wie sehr er über seine Forschung mit den Engeln verbunden ist. Nach dem Schlussgebet tragen die tapferen und regendurchweichten Teamer Ole, Vincent, Jonas und Mario den hölzernen Taufengel noch einmal in die Mitte der Gäste, und jeder Teilnehmer unterschreibt mit seinem Namen. So wird dieser Engel aus Holz einmal mehr auf Gottes Geheiß zu einem lebendigen Mittelpunkt, um den sich Jung und Alt versammeln und auf sehr fröhliche Art und Weise bereits erste Erinnerungen an diese spektakuläre Wanderung mit unserem Landesbischof Ralf Meister austauschen.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

"als Be-GEIST-erte leben"


Pfingstmontagschristival 2019

Mit einem ordentlichen „Wumms“ haut Pauli die Becken zusammen und Ole auf die Pauke. Der bekennende Nicht-Sänger Manfred aus dem Nachbarort erwischt sich selbst beim Intonieren des "Halleluja" von Händel. Marlene lässt fünfe grade sein und schnippst einen 10er in das Spendenglas. „Ist für das super-leckere Stück Kuchen, das Stück Marzipan-Sahne und den kräfteweckenden Kaffee“; sagt sie. Davon hat sie ihrer Banknachbarin gleich einen mitgebracht. Andreas faltet aus dem Liederblatt nach dem Gottesdienst einen Papierflieger. „Schau nur, wie der von der unsichtbaren Luft getragen wird“, raunt er seinem Sohnemann zu. Der hat sich breitschlagen lassen, mitzukommen. Aber er sieht nicht unzufrieden aus.

Ein wundervolles Pfingstfest liegt hinter uns. Hunderte Besucher sind in den Pfarrgarten zu Bodenburg geströmt, und die meisten haben ihn mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen. Wie war das mit der entliehenen DVD und der Quittung der Stadtbibliothek „Jesus liebt dich, für drei Wochen verlängert“? Dafür gab es von jungen Nachwuchsmusikern einen feeling blues auf die Ohren, und die 145 Jahre alte Kapelle hat uns superschön "den Marsch geblasen". Der katholische Mitbruder hat uns alle beim Gottesdienst im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich ins ökumenische Pfingstgebet genommen, auch wenn die Worte aus katholischem Mund kamen. Der evangelische Mitbruder hat uns vorgeführt, dass eine Predigt länger als 7 Minuten dauern kann und trotzdem spannend ist und wert, sie bis zum Ende zu hören. Evangelische und  katholische Jugendliche haben begeistert Kindern das Nistkastenbasteln und Spielen vorgemacht. Sie haben gezeigt, dass ein Miteinander im guten Geist viel mehr Freude macht, als wenn jeder nur noch für sich auf den Handybildschirm starrt und auf Botschaften wartet, die dann doch nicht kommen.

Dabei war die Botschaft, auf die es ankommt, vor 2000 Jahren schon gesagt. Jetzt aber bekommt sie erneut Hand und Fuß im ökumenischen Miteinander der Musiker, der Sänger*innen und der Ehrenamtlichen. Auch das Hand-in-Hand-Vorbereiten ist nicht nur eine Gepflogenheit, sondern eine Freude, weil viele Hände für ein schnelleres Ende sorgen, zumindest bei der Arbeit. Denn für das fröhliche Miteinander des Pfingstmontagschristivals nehmen wir uns jedes Jahr Zeit ! Gott sei Dank oder ...?

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Jugendliche engagieren sich für Bodenburg


Echte Müll-Finde-Füchse

„Hat jeder ein Paar Handschuhe?“ Nachdem sich auch die letzten Jugendlichen einen Handschutz besorgt haben, kann es losgehen. Im Pavillon wird noch schnell ein Foto  mit leeren Eimern gemacht. Dann brechen die Kids in einzelnen Gruppen auf und durchforsten den Bodenburger Schlosspark. „Für das Team, das am meisten Müll in den Eimern sammelt, gibt es eine Tafel Schokolade!“ Die evangelischen und katholischen Jugendlichen entwickeln sich zu echten "Müll-Finde-Füchsen". Da liegt doch tatsächlich eine volle Windel im Gebüsch. Jana rückt mit Spezialwerkzeug an. Sie hat eine der zwei Müllzangen ergattert, die bei besonders ekligem Müll zum Einsatz kommen.

Binnen einer Stunde ist der Schlosspark müllfrei, so emsig waren die Jugendlichen bei der Arbeit. Im Schlosspark übernehmen Hans-Werner Kalkmann und eine Künstlerin, die wir gerade zufällig vor dem Bullenstall treffen, als Jury die Bestimmung der Gewinner und die Preisverleihung. Erstgenannter stockt den ausgelobten Finderlohn sogar noch um eine halbe Packung "Merci" auf, die er spontan aus seinem Künstleratelier holt und den Jugendlichen schenkt. So eine Initiative muss einfach belohnt werden!

Der Abend wird zu einem ökumenischen Grillabend. In der Küche und draußen im Garten werden gemischt-konfessionell Möhren geschrappt und Gurken geschnitten. Derweil kümmert sich eine ökumenische Jungengruppe um den Grill. Dann essen wir gemeinsam, und die 45 Jugendlichen werden alle satt!

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Konfirmation 2019 in Sehlem


Feierlicher Festgottesdienst in St. Cäcilien

Sie sehen allesamt sehr, sehr chic aus, "unsere" Konfirmanden*innen aus Sehlem. Die festliche Kleidung steht Ihnen gut. Wie über Nacht sind aus den 6 Jungen und Mädchen junge Erwachsene geworden. Kleider machen Leute? Nicht nur! Da ist mehr in den Augen der Konfirmanden*innen zu sehen. Fast zwei Jahre lang haben sie sich auf diesen Moment vorbereitet. Hinter ihnen liegen zwei gemeinsame Freizeiten und eine Konfirmandenzeit, in der ihre Fragen Raum und Zeit hatten, gestellt zu werden. Das „Ja, mit Gottes Hilfe“ als ihre eigene Antwort, ob sie der Spur Jesu weiterhin folgen wollen, klingt kräftig und sehr authentisch. In der langen Zeit miteinander ist nicht nur eine gute Gemeinschaft gewachsen. Bei manch einem, und bei manch einer hat die freiwillige Religionszeit etwas in Bewegung gebracht. Das spürt man. Der feierliche Gottesdienst nimmt unsere Heranwachsenden hinein in einen Moment, der Ihnen noch hoffentlich lange Schutz und Schirm und innere Kraft sein will, so wie es fast alle Konfirmationsverse als Glaubenswunsch in Worte fassen.

 

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Was wird mit dem Pfarrhaus Breinum


Informationsabend in St. Marien.

Diesmal ist es kein Gottesdienst zu dem sich die Breinumer Gemeinde in der St. Marienkirche trifft. Es geht an diesem Abend darum, über den Zustand des Pfarrhauses zu berichten. Vorn im Chorraum steht eine Leinwand. Wir sehen zunächst Bilder, die den Zustand des Hauses abbilden. Für manche der zahlreich erschienenen Breinumer ist es der erste Eindruck, den sie sich selbst von der Pfarrwohnung machen können. Diese ist in der Tat in einem bedenklichen Zustand. Besonders das Bad hat gelitten. Über lange Zeit ist offensichtlich Wasser aus der Toilette unbemerkt in den Fußboden der ersten Etage geflossen. Das hat die Holzlehmdecke in Mitleidenschaft gezogen. Noch weiß keiner, wie gravierend der dadurch entstandene Schaden ist. Das ist ja das Fatale, dass man bei einem Fachwerkaus so manche Schäden erst entdeckt, wenn man unter die Oberfläche schaut.

Natürlich wurden in der Zwischenzeit Gutachten über den Umfang und die Kosten einer nötigen Sanierung erstellt. Allein für die Renovierung der oberen Wohnung nennt die Kostenschätzung der Bernward-Gmbh einen Betrag von über 100.000 Euro, die aufgebracht werden müsste, um die Wohnung wieder in einen vermietbaren Zustand zu bringen. Die Gesamtkosten schätzt ein durch den Kirchenkreis in Auftrag gegebenes Gutachten aus dem 2015 bereits auf 300.000 Euro. Das sind Kosten, die die Kirchengemeinde als Eigentümer nicht aufbringen kann, zumal keinerlei Zuschüsse zu erwarten sind.

Von Anfang an machen die Kirchenvorsteher deutlich, dass dieser Abend ausschließlich der Information gilt. So werden natürlich keine Beschlüsse gefasst. Aber – auch dank der Fachkompetenz mancher Veranstaltungsbesucher - entstehen doch eine Reihe von Ideen, wie unter Umständen die Gemeinderäume und vor allem die Toiletten für die kommenden Jahre in Breinum erhalten werden können.

Teamenden-Treff im Dezember

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk