Bild: MJ

Gerade gewesen

Konfirmandentag vorwiegend "outdoor"

Jurte wird erneut zum "Tagesraum"

„Bald ist es dunkel!“ Egal! Trotz der anbrechenden Dämmerung holen die Jugendmitarberiter*innen die Einzelteile des Rundzeltes aus dem Materiallager. Der Platz auf dem die Jurte am Samstag stehen soll ist definitiv feucht und matschig. Aber es nützt nichts. Wir brauchen dieses Rundzelt für den Konfirmandentag als „open-air-Tagesraum“. Denn im Freien tendiert die Ansteckungsgefahr ins Unbedenkliche, wenn denn die Abstände ordentlich eingehalten werden. Und das machen die Jugendlichen. Man merkt deutlich, dass sie es von der Schule her längst gewohnt sind, sich regelkonform zu verhalten.

Im Gemeindezentrum wird parallel dazu und mit entsprechendem Abstand an den Tischen Gemüse für die selbstgemachte Tomatensauce geschnitten. Zum „Konfitag“ soll es Nudelauflauf geben. Dazu kochen wir am Vorbereitungsabend schon einmal die Sauce vor. Auch die Nudeln sind schon fertig und werden auf die Backbleche gegeben.

Eine Stunde vor Beginn treffen des Konfirmandentreffens am nächsten Morgen kommen bereits die Teamenden zusammen. Letzte Absprachen werden getroffen. Noch einmal verinnerlichen wir die Regeln, die uns Corona aufbürdet und werfen einen Blick auf das umfangreiche Programm. Gemeinsam nehmen wir uns fest vor, dass uns Corona nicht die Freude nehmen soll. Und das gelingt tatsächlich.

Auch wenn wir es mit den Konfirmanden*innen selbst bedauern, dass alles im Moment nicht sein darf, was sonst an Konfi-Tagen an Begegnungsspielen und Auflockerungen möglich war, wird es doch ein schöner Tag. Allein, dass wir uns einmal wiedergesehen haben, ist ein Grund zur Freude. Und die  Baumwollstoff-Masken, auf der sie ihren Mutmachvers zur Konfirmation kreativ gestalten konnten, werden zum indirekten Ausdruck ihrer eigenen Vielfältigkeit und Besonderheit.

Die Teamenden :-)

Unsere lieben Konfirmanden*innen

Materiallager frisch gestrichen

Malte und Jörn schenken der alten Pfarrgartenhütte einen neuen Anstrich

„Wir entfernen erst mal den Schmutz und die alten Farbreste und dann kommt der Voranstrich drauf.“ Während Jörn mit dem groben Straßenbesen den Dreck der Jahre von den Holzplanken der Materialhütte bürstet, entfernt Malte mit einem Spachtel die hervorstehenden Farbreste. Der erste Schutzanstrich mach dem Aufbau der Hütte ist jetzt schon über 15 Jahre alt. Und das sieht man auch. An vielen Stellen blättert die Lasur ab und das das rohe Holz scheint darunter hervor. Es droht zu verwittern. Das aber wäre enorm schade. Die Hütte wirkt unscheinbar und hat doch eine hohe Wichtigkeit. In ihr sind so manche Gegenstände gelagert und vor Feuchtigkeit geschützt, die in unserer Gemeinde gut Dienste leisten. Biertischgarnituren, Stehtische, das große Schlauchboot, die Jurte. Diese und noch ein paar mehr Gegenstände liegen griffbereit in dem Materiallager und werden von dort aus nicht nur rege für die eigene Gemeindearbeit genutzt, sondern manches Mal auch an andere Gemeinden ausgeliehen.

Aus der Bluetoothbox, die die beiden Hobby-Maler mitgebracht haben klingt gute Musik in den Pfarrgarten. „Damit geht die Arbeit leichter“, beschwören die beiden und schwingen beschwingt die Pinsel mit der Vorstreichfarbe über das Holz. Diese ist – wie der Eimer mit dem Hauptanstrich – noch aus der Deckanstrichauffrischung der Giebelseiten des Gemeindezentrums übergeblieben. Dank der fleißigen Hilfe der beiden Herbstferienmaler wird nun auch die Hütte den gleichen Farbton wie das Gemeindezentrum bekommen. Damit haben dann beide Holzbauten den gleichen Schutzanstrich und Farbton, dank Malte und Jörn.

 

Abschied und Ankunft in einem Fest

Pastor Stephan Wallis – der „Neue“ in Badse

Unmittelbar vor Beginn des Abschied- und Begrüßungsgottesdienstes fällt die komplette Verstärkeranlage aus. Schlimmer hätte es eigentlich nicht kommen können. Aber eine mobile Lautsprecheranlage rettet die Situation. In wenigen Minuten ist diese zum Ersatz der defekten, festinstallierten Digitalanlage in der Martin-Lutherkirche aufgebaut. So ist auch ganz hinten in der Kirche gut hörbar, was vorn gesprochen, gebetet und gepredigt wird.

In bewegenden Worten verabschiedet sich nun Pastor Klaus-Daniel Serke von seiner Gemeinde, in der er 18 Jahre lang gelebt und gewirkt hat. Wegen Corona war sein offizieller Abschied auf diesen Erntedanktermin verschoben worden. Inhaltlich ist es eine Punktlandung. In seiner Abschiedspredigt nennt er nun exemplarisch einige der Namen, die in dieser Zeit die Teamarbeit mitgestaltet haben, ohne die der Gemeindeaufbau als solcher nicht möglich gewesen wäre. So steht der Dank im Vordergrund. Die Superintendentin Katharina Henking baut mit sehr persönlichen Worten eine gute liturgische Brücke von der Verabschiedung hin zur Amtseinführung des Nachfolgers von Klaus-Daniel Serke. Pastor Stephan Wallis predigt authentisch frisch. In seiner Antrittsansprache bietet er sich der Gemeinde als ein kompetenter Begleiter in der Gemeindeentwicklung an und knüpft damit an das Team-Leitungskonzept der Bad Salzdetfurther an. Dazu bringt er viel Erfahrung aus seiner alten Gemeinde in Hunteburg und aus seiner eigenen Biographie mit.

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßt der Posaunenchor unter der Leitung von Bernd Berdrow die geladenen Gäste auf dem Platz vor der Kirche mit fröhlichen Bläserklängen.

Die  Grußworte der Verteter*innen aus der politischen Gemeinde und den Kirchengemeindegruppen sowie der katholischen Schwesterkirche unterstreichen die Vielfarbigkeit von "Kirche in der Region Bad Salzdetfurth".  Dieser Teil wird von den Bläser*innen musikalisch und festlich umrahmt. Draußen dürfen die Blasinstrumente ja musizieren.

Und wer möchte, kann sich auch im Internet einen guten Überblick verschaffen. Dort ist der Gottesdienst eingestellt, um eben auch diejenigen einzubeziehen, die aufgrund der Pandemieregelungen leider nicht persönlich in der Kirche mit dabei sein konnten.

Pastor Klaus-Daniel Serke (li) und Pastor Stephan Wallis (re)

nach dem Gottesdienst

Pop-up unter Freiem Himmel

in jedem Ort ein "Minigottesdienst" zu Erntedank

Es ist noch ein wenig frisch am Erntedankmorgen. Aber das Vorbereitungsteam in Evensen war schon fleißig. Bereits um halb neun steht der Bistro-Tisch in der Hofeinfahrt. Darauf liegt die Gästeliste und ein Stift. Ein Desinfektionsmittelspender steht bereit.  Wenn die Gottesdienstgäste kommen, wird eine Beauftragte des Kirchenvorstandes die Kontaktdaten aufschreiben. Aufgrund der Corona-Regeln dürfen nicht mehr als 50 Gäste kommen. Diese Zahl unterschreiten wir jeweils unterschiedlich knapp. Aber schon bald wird klar, wie gut es war, dass wir uns für die „Pop-up-Variante“ entschieden haben. Durch die Minigottesdienste verteilt sich die Schar der etwas über 200 Erntedankfeiernden ganz gut auf unsere 6 Orte. Alle Pop-up- Gottesdienste beginnen mit einem Bläserstück. Draußen dürfen wir das. Und es markiert auf eine schöne Weise den Beginn des Erntedankgottesdienstes. Die sehr unterschiedlichen Orte geben dem stets gleichen Ablauf ein besonderes Gepräge. Auch das Wetter ist an diesem Tag wechselhalft, aber es bleibt verhältnismäßig warm, und vor allem bleibt es trocken.

Das Vorbereitungsteam hat sich eine schöne und abwechslungsreiche Gottesdienstform einfallen lassen. Und da wir draußen sind, dürfen wir sogar singen. Die mitgebrachten Klappstühle haben die Gottesdienstgäste in gebührendem Abstand voneinander aufgestellt. Aber der gemeinsame Gesang verbindet uns auf eine wohltuende Weise. Viele haben das  i n  den Kirchen vermisst. So ist an diesem Erntedank auch das Singen etwas, das dankbar macht.

Für die Konfirmanden gibt es an diesem Tag ebenfalls eine gute Nachricht. Der Minigottesdienst ist zeitlich betrachtet nur ein Drittel eines Normalgottesdienst, und trotzdem gibt es für den "Drittelgottesdienst" einen ganzen Punkt.

1 Meter mehr Abstand

Nach 5 Monaten Pause: Singkreis probt wieder

„Wir können nur in jeder dritten Bank Platz nehmen, damit nach vorn noch 2,5 Meter Abstand bleiben. Und achtet bitte auf die 1,5 Meter nach rechts und links!" Die Chormitglieder tragen ordnungsgemäß Masken beim Betreten des Kirchenraums. Durch die zwei – weit geöffneten Türen am Eingang und hinter dem Altar ist die Kirche gut belüftet. Das ist ein Schwerpunkt des Hygiene-Konzeptes und eine gute Voraussetzung für Veranstaltungen in der Bodenburger St. Johanniskirche. Sie hat  z w e i  Zugänge.

Chorleiterin Lisa Bockemüller und ein Chormitglied haben das E-Piano im Chorraum aufgebaut. Selbstverständlich tragen auch sie ihre Masken. Erst zu Beginn der Probe setzen wir sie ab, nachdem sich alle mit den gebührenden Abständen in den Bänken sortiert haben. Nach der Stimmbildung singen wir den ersten gemeinsamen Song! Es ist schön, endlich wieder chorisch singen zu können. Aber es ist auch seltsam. 
Standen wir „vor der Pandemie“ als Bässe noch direkt nebeneinander, besteht nun ein weiter Abstand zum nächsten Sänger und zur nächsten Sängerin. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.

Dann aber gewinnt die Freude am Singen wieder die Oberhand. Nach einer Dreiviertelstunde machen wir eine Pause und gehen nach draußen auf den Platz vor der Kirche. In der Zwischenzeit lüften wir ordentlich und haben auch beim Rausgehen erneut die Masken wieder aufgesetzt, die wir draußen dann aber wieder abnehmen dürfen. Die kleinen Gesprächsgruppen verteilen sich gut auf dem Platz, und alle sprechen wir etwas lauter, damit unser entfernt gegenüberstehender Gesprächspartner uns auch versteht. Es ist einfach schön zu erleben, dass nach Monaten der corona-bedingten Außergewöhnlichkeiten nun wieder ein Hauch von Normalität einkehrt. Jedenfalls freuen wir uns alle auf den Musikgottesdienst zum 4. Advent, der dann vermutlich „outdoor“ vor der Johanniskirche stattfinden wird. Aber bis dahin ist ja auch noch ein bisschen Zeit.

Pflanzenmarkt findet trotz Corona statt

850 € für die Orgel in Wehrstedt

Machen wir es? Oder machen wir es nicht? Der Kirchenvorstand hat sorgsam die Argumente gegeneinander abgewogen und sich letztlich dafür entschieden. So findet der Pflanzenmarkt und Beachtung aller Hygiene- und Corona-Regeln 2020 tatsächlich statt.

Die Voraussetzungen sind ja auch nahezu ideal. Das Gelände um die St. Andreaskirche ist groß genug. Abstandhalten ist damit kein Problem. Mit Flatterband ist das Areal schnell abgesperrt. Und die geforderte Festlegung eines entsprechenden Ein- und Ausgangs ist kein Problem.

Eine bunte Auswahl an Pflanzen wartet auf potentielle Käufer und Käuferinnen. Und die kommen. Der Markt ist vormittags, wie auch nachmittags gut besucht. Aber zu keinem Zeitpunkt sind zu viele „Kunden“ auf dem Gelände. Dafür sorgen die Verantwortlichen am Eingang. Sorgfältig werden die Listen geführt und auf die Handdesinfektion am Eingang geachtet.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die freundlichen „Griller“ achten auf den nötigen Abstand in der Grillstation. Alle, die mit Lebensmitteln zu tun haben tragen nicht nur einen Mund- und Nasenschutz sondern auch Schutzhandschuhe. All das schränkt schon sehr ein. Aber es überwiegt die Freude. Endlich bietet sich hier mal wieder eine öffentliche Gelegenheit, sich im Dorf zu  treffen, wenn auch natürlich mit Abstand.

Das goldene Sonnenlicht und die herbstliche Wärme des Spätsommertages verstärken den Wohlfühlfaktor auf diesem wunderschönen Platz unter den Linden. Und von vielen hört man, dass dieser Pflanzenmarkt wieder ein besonders schöner gewesen sei. Er hat zudem noch 850 € in die Orgelkasse gespült. Diese stolze Summe ist für die nötige Reparatur der Orgel bestimmt und ein Segen.

So ist allen herzlich zu danken, die durch ihre Spenden an Geld und ehrenamtlicher Zeit diesen Markt möglich gemacht haben. Besonders aber sind wir Christa und Karl Flätchen dankbar, ohne deren unermüdlichen Einsatz in Vorbereitung und Nachbereitung dieser Markt sicherlich nicht stattgefunden hätte.

Am Eingang

natürlich mit Maske und Abstand

Schauen, was da ist :-)

Erhaltungsanstrich für unser Gemeindezentrum

„Holz braucht Pflege, sonst vergammelt es schnell!" Der Architekt von der Bernwards-GmbH lässt seine Hände prüfend über die äußere Holzoberfläche des Gemeindezentrums gleiten. An den wetterzugewandten Giebelseiten des Hauses ist der Schutzanstrich bereits großflächig abgewittert. Darauf hatte der Kirchenvorstand bereits Anfang letzten Jahres aufmerksam gemacht. Entsprechend wurde ein Zuschussantrag gestellt. Dieser wurde vom Bauausschuss des Kirchenkreises bewilligt.

Immerhin hat der Erhalt des Gemeindezentrums einen hohen Stellenwert in unserem Kirchspiel. Diese Bedeutung hat sich in Zeiten der Corona-Pandemie noch einmal zusätzlich verstärkt. Es gibt sonst keinen Raum in unseren drei zusammengehörigen Kirchengemeinden, der kleine Gruppen bei Wahrung des erforderlichen Abstandes beherbergen kann. Das sieht auch der Kirchenkreis als Verwalter von Zuschüssen so. Er hat  50%  an Zuschüssen zu den Gesamtkosten bewilligt. Das ist enorm und ein indirekter Nachweis für die Notwendigkeit der Maßnahme. Gerade in Zeiten knappen Geldes überlegen sich alle Beteiligten sehr genau, wo das immer mehr schrumpfende Budget eingesetzt wird.

Der Maler hat Farbgebungsvorschläge mitgebracht. „Seidenmatt sieht edler aus,“ betont er. Wie gut, dass es den gleichen Preis hat wie die glänzende Lasur. Für die Anstricharbeiten wurde eine Woche veranschlagt. Leider begannen sie um eine Woche verspätet. Der Maler war kurzzeitig in Quarantäne. Nun aber ist er wieder da, und Zusatzkosten entstehen nicht, denn die Zeitverzögerung bleibt noch im Rahmen und ist mit der vertraglich vereinbarten Stehzeit des Gerüstes abgedeckt.

1. Teamertreff nach 6 Monaten "outdoor"

12 Geburtstage nachgefeiert

Exakt fünf Monate ist es her, dass die Jugendmitarbeitenden unserer Gemeinden sich persönlich in der vertrauten Runde treffen konnten. Der aufgrund der Pandemie wichtige Lockdown hat für diese Zeit jegliche Teamertreffen unmöglich gemacht. Nun erlaubt das „Outdoor-Treffen“, dass wir uns wieder versammeln können. „12 Geburtstage dürfen wir damit nachfeiern :-). So viele Teamende hatten in der Zwischenzeit einen Geburtstag, den wir nicht wie gewohnt im Teamerkreis bedenken konnten. Das holen wir aber an diesem Abend nach und nennen feierlich die Namen der Jugendlichen, gratulieren ihnen und nehmen uns gern die Zeit dazu, die es braucht.

Nach einer wohltuenden und interessanten Gesprächs- und Austauschrunde über das derzeitige Erleben und Erfahren der Corona-Beschränkungen in der Schule und bei der Arbeit, wenden wir uns den anstehenden Möglichkeiten und inhaltlichen Themen zu. Derweil wird schon einmal die Holzkohle im Grill entzündet. Nachher in der Pause soll es eine – mit einer langen Grillzange individuell gereichte - Bratwurst geben. Die Vegetarier können sich stattdessen durch einen Teamenden etwas Käse auf das Brötchen geben lassen. Natürlich haben sich die Austeilenden und Grillenden vorher Einmal-Handschuhe übergestreift.

Während wir essen, sehen wir Bilder aus Kanada. Felix ist dort für eine längere Zeit als Austauschschüler gewesen und teilt uns mit den Bildern zugleich auch  seine Erfahrungen mit. Wir machen das im Teamertreff, weil wir es interessant finden, was in der Schule… und durch die Schule  noch so an lebensprägenden Dingen vermittelt wird und was man tun kann.

Dazu haben wir den Beamer und eine Leinwand mitten in den Gemeindegarten gestellt. Auch die gelungen Diashow sehen wir outdoor. Zur Abschlussandacht stellen wir das kürzlich selbstgebaute Buchen-Stammholzkreuz neben die Feuerschale. Zwanzig Teamerinnen und Teamer sitzen auf zehn Biertischbänken mit dem richtigen Abstand im großen Kreis rund um das Feuer und das Kreuz in der Mitte und singen passend zum Ende der Andacht und des Treffens  … „und so geh nun deinen Weg…“

Wie schön, dass wenigstens die  "Outdoor"-Teamertreffen nun wieder möglich sind. Bis auf weiteres jedenfalls ......

Kaffeetreff in der Kirche

Frauen treffen sich in St. Andreas

„Wir haben uns lange nicht gesehen“. Die Freude über das Wiedertreffen nach so langen Wochen steht vielen ins Gesicht geschrieben. Die regelmäßigen Teilnehmerinnen am "Kaffeetreff" in Wehrstedt haben sich hundertprozentig Corona-regelkonform in der St. Andreaskirche getroffen. Im Abstand von 1,50 Meter sitzen sie nebeneinander auf jeder zweiten Bank. „Eine muss ja immer frei bleiben,“ sagt Christa Flätchen als verantwortliche Leiterin dieses schönen Gemeindekreises. Bereits im Eingangsbereich hat sie die Liste der Besucherinnen geführt und sorgfältig Namen und Telefonnummern notiert. So kann im Covid-19-Ernstfall sofort telefoniert werden. Selbstverständlich tragen alle beim Hineingehen in die Kirche einen Mundschutz und die Hände werden vorher und nachher desinfiziert. Auch darin weist ein Plakat am Eingang zu St. Andreas ordnungsgemäß hin.

In der Kirche angekommen, tauschen sich die Teilnehmerinnen an diesem besonderen Nachmittag erst einmal aus. Christa Flätchen hat eine Geschichte mitgebracht, die sie nach der Begrüßung und der Austauschrunde vorliest. Gespannt hören alle zu. Und dann…? Dann feiern wir eine Andacht, in der diesmal die Gebete und die kleine Ansprache zur Stärkung beitragen, so wie sonst das gemeinsame Kaffeetrinken und die Kuchen und Torten, die normalerweise zum Genießen beim "Kaffeetreff" bereitstehen. Orgel- und Gitarrenspiel laden zum Bedenken der gehörten Worte und Gedanken ein. Nur singen dürfen wir nicht in der Kirche. Das tun wir aber draußen umso lieber und mit vielen Stimmen vereint. Auch wenn wir mit großem Abstand voneinander entfernt in einem großen Kreis stehen, verbindet uns doch die Freude am Singen des wunderbaren Paul-Gerhardt-Chorals „Geh aus mein Herz…“. Und das machen wir dann auch. Gestärkt gehen alle nach einer erfüllten Zeit in St. Andreas und der sich anschließenden kleinen Runde vor der Kirche nach Hause.

Kaffetreff in St. Andreas

Treffen zum Abschlussingen hinter der Kirche

Wir vermissen Euch

Zaun wird zur „Open-Air-Galerie“

„Ich vermisse den Kindergarten“, schreibt Chaline noch auf das Bild, das sie selbst gemalt hat. Aber das Vermissen wird durchaus auf beiden Seiten empfunden, auch wenn nur die eine Seite des Zaunes behängt ist. Denn auch die Erzieherinnen vermissen die Kinder. Das steht jedenfalls in Riesen-Druckbuchstaben dort am Zaun der Tagesstätte.

Dort, wo sonst quirliges Leben herrscht, ist es in den letzten Wochen ziemlich ruhig geblieben. Corona hat dafür gesorgt, dass auch unser Kindergarten nur im „Notbetrieb“ lief. Vor Ostern war manchmal nur ein Kind oder auch mal zwei Kinder da. Dadurch blieb es ziemlich still rund um den Kindergarten. Aber dafür wurde offensichtlich zu Hause gemalt und eben auch vermisst. Denn nun zieren einige Bilder den Zaun und machen ihn zu einer wunderschönen „Open-Air-Galerie“.

die "Open-Air Galerie"

Vermissen

Ostern unter´m Waggon

Gesellschaftsspiel zur Auferstehung

Ein Spielplan, Ereigniskarten, Osterrätsel und eine Geschichte dazu. Liebevoll hat unsere Kindergottesdienstleiterin Christine Schmidt-Hansen in Wehrstedt das Osterspiel zusammengestellt und in Tüten gepackt. Diese konnten direkt abgeholt werden. Aber gar nicht bei ihr, sondern sie waren österlich versteckt.

Wer sich über Ostern gemeinsam mit den Kindern eine Freude machen wollte und bereit war, ein neues Spiel auszuprobieren, der musste nur in den Pfarrgarten nach Wehrstedt gehen. Dann war es wichtig, unter den Waggon zu schauen. „Schau mal, da hängen die Tüten“. Schnell waren die meisten Spiele-Sets schon in eifrige Kinderhände gelangt und nach Hause transportiert. Und dann wurde gespielt… Auferstehung und suchen und finden, wie schön!

Das gab´s geschenkt

Das gab´s geschenkt... nur suchen mußte man ;-)

7 Notenständer und ein wenig Blech

Osterlied statt Gottesdienst

Es ist das herrlichste Wetter, das man sich vorstellen kann. Die Sonne lacht aus blauem Himmel und strahlt eine angenehme Wärme auf den Friedhof zu Bodenburg. Gerade eben haben die Glocken geläutet. Normalerweise wäre die Tür zu St. Johannis schon weit geöffnet. Aber an diesem Ostermorgen bleibt St. Johannis verschlossen. Ostergottesdienste dürfen in diesem besonderen Jahr 2020 nicht stattfinden. Versammlungen sind aufgrund der hohen Infektionsgefahr verboten. 

Aber muss deswegen auch die Verkündigung der Osterbotschaft in diesem Jahr ausfallen? Nein! Kreative Köpfe aus dem Kirchenkreis und unseren Gemeinden erdachten sich einen musikalischen Ostergruß und luden zu der Aktion „Ostern vom Balkon“ ein. Die Idee war, dass sich am Ostermorgen verschiedene Instrumentalisten zusammenfinden, um die Osterbotschaft eben musikalisch im wahrsten Sinne des Wortes „herauszuposaunen“. Da auf dem Lande Balkone nicht so häufig sind, trafen sich die 9 Instrumentalisten vor der Friedhofskapelle. Dort war genug Platz, um sich im gebotenen Abstand voneinander aufzustellen.

„Habt ihr eure Noten dabei?“ Das hatten die Bläser und Bläserinnen, die sich an diesem Ostersonntag treffen. Tenorhorn, Trompete, Flügelhorn und sogar eine Querflöte waren dem Aufruf der Landesposaunenwartin des Sprengels Hildesheim gefolgt. Erst wurden noch kurz die Instrumente gestimmt. Aber um 10:30 erklang das niedersachsenweit vereinbarte „Christ ist erstanden“ - wunderbar gespielt durch das Spontan-Orchester unter der ökumenisch-musikalischen Leitung von Lydia Knoll und Bernd Berdrow. Und weil es so gut klang, wurden gleich noch zwei weitere ökumenische Osterlieder gespielt. Weit über die Friedhofsgrenzen sucht sich der Klang seinen Weg und erreicht so manches Wohnhaus.

mit genügend Abstand

steh auf, nimm deine Matte und geh

Weltgebetstagsgottesdienst 2020 kam aus Simbabwe

„Eins, zwei, drei, vier…“. Luis zählt einen Takt vor. Dann spielen 5 Konfirmandinnen und Konfirmanden die afrikanischen Trommeln, als ob sie es gelernt hätten. Sofort  hat man das Gefühl, in Afrika zu sein. Die bunten Kostüme der Musikerinnen, ihre rhythmischen Spielweisen und die angenehm warme Temperatur im Gemeindezentrum ( trotz des hässlich feuchtkalten Wetters draußen) verstärken diesen Eindruck. „Kwaziwai, Salibonáni, hello“. Wir begrüßen uns in den drei verbreitetsten Sprachen des afrikanischen Landes, dessen Frauen die diesjährige Weltgebetstagsordnung verfasst haben. Immer wieder singen wir afrikanisch klingende Lieder zu den Gebeten, die auch die Nöte Simbabwes widerspiegeln.  

Die Frauen aus dem Vorbereitungsteam haben wieder einmal sehr feinfühlige, ansprechende und anschauliche Formen gefunden, das Evangelium auf die Lebenssituation der Frauen, Kinder und Männer dort in Simbabwe zu beziehen. Auch dadurch wird der diesjährige Weltgebetstag sehr kurzweilig und interessant. "Steh auf und geh“! In lebendigen Predigtgedanken und Spielszenen vermitteln uns die evangelischen und katholischen Frauen aus unseren Gemeinden, dass uns die Botschaft der Bibel auch heute noch gilt. Wir hätten jedenfalls alle Möglichkeiten, uns selbst aus den Abwarte-Lähmungen und Gleichgültigkeitsträgheiten zu befreien. Das vermittelt dieser Weltgebetstagsgottesdienst in besonderer Weise. Und manchmal braucht es dann tatsächlich nur noch einer kleinen Aufforderung zur Aktion, damit manche sich aus dem Abwarten heraus in einen neuen Aufbruch bewegen können. So unterstützt am Ende des sehr schönen Gottesdienstes eine Liste mit Unterschriften eine Petition, die um mehr Gesundheitszentren in dem krisengeschüttelten afrikanischen Land bittet.

Gemeinsam stärken wir  uns áber nicht nur an den Liedern, den bewegenden Texten und Gebeten und dem begeisterndem Trommeln der Jugendlichen. Wir stärken uns im Anschluss an den Weltgebetstagsgottesdienst auch an dem festlich gedeckten Buffet mit afrikanischen Speisen, die ein Teil der Gottesdienstbesucher und –gestalter selber vorbereitet und mitgebracht haben.

afrikanischer Trommelklang

Wir feiern zusammen

offen, zugewandt beGEISTert und fröhlich

Kv nimmt sich Zeit für Standortbestimmung und Ausblick

Der Frühstückstisch ist gedeckt. Die Auswahl am „Mitbringbuffet“ steht der in einem 5 Sterne Hotel nicht nach. Bevor es losgeht stärken wir uns mit einem gemeinschaftlichen Frühstück, das keine Wünsche offen lässt. Aber auch schon dieser angenehme Beginn ein wichtiger Teil der Arbeit. Wie von selbst kommen erste Ideen ebenso auf den Frühstückstisch, wie die frisch gebackenen Waffeln.

Nach 30 Minuten laden Frau Roesner und Herr Egbert, die erfahrenen Gemeindeberater in den Stuhlkreis. „Was läuft gut in ihren Gemeinden? Was vermissen sie?“. Die Methoden mit denen wir diesen Fragen nachgehen fördern auf anregende Weise die Findung von Antworten. Am Ende stehen zwei Listen mit Stichworten, die guter Stoff zum Weiterarbeiten sind.

Natürlich bleibt es bei der einfühlsam moderierten Bestandsaufnahme nicht stehen. „Was sind Ihre Vorstellungen und Visionen zu einer Kirche, in der sich die Generationen gut aufgehoben fühlen“. Traumkarten aus der Mitte helfen uns, die Vorstellungen zu finden und zu formulieren. Fröhlich soll Kirche sein! Und diakonisch hilfreich natürlich. Das heißt, dass die Kirche auch wichtigen Dienst am Menschen leisten soll.  Aber geht das auch noch in Zukunft mit weniger Kraft? Aber wie ist der Weg zu einer fröhlichen Kirche, in der die Ressourcen abnehmen, aber die Aufgaben zunehmen. „Da ist es auch wichtig, achtsam mit sich selbst zu sein!“ ermutigt die Gemeindeberatung. Stimmt, denn eine leere Lampe brennt bekanntlich nicht.

Einen ganzen Arbeitstag lang haben sich die Männer und Frauen aus den drei Kirchenvorständen Zeit genommen, aus der Rückschau und Standortbestimmung ein Ziel zu entwickeln. Das allein kann schon dankbar stimmen. Denn immerhin ist auch dieser Tag ein Zeitgeschenk, das die Kirchenvorsteher*innen ihrer Kirche machen. „Ja, hier ist ein großartiges und wertschätzendes Miteinander zu spüren“, stellen auch die beiden Mitarbeitenden aus der Gemeindeberatung fest.

Nicht nur  mit guten Ideen fahren wir gemeinsam am späten Nachmittag wieder nach Hause, sondern auch mit der festen Absicht: Ja, wir wollen weiterhin fröhlich eine Kirche leben, die auch in Zukunft eine gute Ausstrahlung hat und wie ein Leuchtturm wirkt.

 

Im Plenum

in Kleingruppen

Gelungene Premiere

Erster Jugendgottesdienst bewegt und berührt

„Where to go – Wohin geht´s?!“ Das war an diesem Abend für viele Jugendliche aus Bad Salzdetfurth und Umgebung offensichtlich keine Frage. „Wir freuen uns, dass ihr heute alle zu unserem ersten Jugendgottesdienst gekommen seid“. Wie ein Profi begrüßt Vivien die Gottesdienstgäste des Jugendgottesdienstes, die zu 75 Prozent unter 18 Jahre alt sind, in der vollen Martin-Luther-Kirche. Schon 5 Minuten vor Beginn ist der letzte freie Platz vergeben.

Gleich zu Beginn zieht eine offensichtlich Suchende alle Blicke auf sich. Sie geht zu einem Wegweiser mit 7 Hinweisschildern, die noch ohne Aufschrift sind. „Werd' erst mal erwachsen“! „Ohne Abi wird das nichts“. „Mach dies, mach das“. Man spürt schnell, dass das Thema des ersten Jugendgottesdienstes der Jugendmitarbeiter den Nerv trifft. „Wenn ihr die Fragen gleich mit "Ja" beantworten könnt, steht einmal kurz auf," fordert Marius die Jugendlichen auf und gibt auch gleich den ersten Impuls dazu: Freunde sind für mich zurzeit das Wichtigste.“ Fast alle erheben sich kurz von den Plätzen, um ihre Zustimmung zu signalisieren.

Besonders sind an diesem Abend aber nicht nur die Gottesdienstformen. Mathis, Luis und Henry sind zusammen „Feeling blue“. Sie machen die Musik an diesem Tag. Und sie machen das so, dass Jung und Alt restlos begeistert sind. Virtuos wechseln die drei an Stagepiano, Trompete und Schlagzeug die musikalischen Genres. Die sichtbare und spürbar enorme musikalische Spielfreude der drei jugendlichen Musiker reißt alle mit. Selbst die abgebrühtesten Nichtsänger*innen unter den Konfirmanden singen mit. Und das will wirklich schon was heißen.

Der bewegende Jugendgottesdienst schließt mit dem Segen als einer Bestärkung, die schon der ganze Gottesdienst ausgestrahlt hat. In dem intensiven Applaus der jugendlichen Gemeinde wird deutlich, dass den Teamenden mit ihrem Gottesdienst inhaltlich und alles in allem eine Punktlandung gelungen ist. Nicht zuletzt auch dank der meisterhaften Koordination aller Vorbereitungsarbeiten durch Neele, die immer wieder alle zusammengebracht hat.

So äußern viele am Ausgang, dass dieser – zu hundert Prozent von Jugendlichen für Jugendliche gestaltete - Gottesdienst eigentlich nicht der letzte gewesen sein darf :-)

Schokoladenabschied mit Herz

Pastorin Sabrina Wascholowski feierlich entpflichtet

Nur noch ganz vorn sind ein paar wenige Plätze frei. Die restlichen Bänke in der Heinder Kirche sind 15 Minuten vor Beginn des Abschiedsgottesdienstes von Sabrina Wascholowski längst belegt. Für alle Gäste liegen Liedblätter bereit. Auf ihnen klebt je ein rotes Schokoladenherz. Ein kleines, aber eben herzliches Abschiedssignal der scheidenden Pastorin.

Ein vorletztes Mal begrüßt Sabrina Wascholowski ihre Gemeindeglieder zum Gottesdienst, denn noch einmal wird sie wiederkommen, um „ihre“ Konfirmanden zu konfirmieren. Auch dies ist ein Zeichen der besonderen Verbundenheit zu „ihren“ Jugendlichen, aber auch zu allen anderen Gemeindegruppen, die im gesamten Gottesdienst durchgängig zu spüren ist.

Sabrina Wascholowski war nur eine vergleichsweise kurze Zeit (2,5 Jahre) für die ev. Christen im Innerstetal zuständig. Auch im Abschiedsgottesdienst wird offensichtlich, dass es eine sehr intensive und sehr gute Zeit gewesen ist – für beide Seiten.

Gern erinnert sich die Pastorin an die ersten Begegnungen zurück. Davon spricht sie auch in ihrer feinfühligen Predigt. Sie schildert so, dass es unter die Haut geht. Dazu passt, dass die Redner der Abschiedsworte auch ihre Anekdoten über das vertrauensvolle Miteinander in berührenden Worten  beschreiben. Superintendentin Katharina Henking betont in der Entpflichtungsansprache ebenfalls, wie sehr sich Sabrina Wascholowski auch im Kirchenkreis und unter den Kollegen*innen als eine beherzte und team-orientierte Pfarrerin erwiesen hat. 

Offensichtlich hatte es sich herumgesprochen, dass der neue Wohnort der jungen Pastorin keinen Lebensmittelladen hat. So bekam sie als Dank im Rahmen des Abschiedes aus der Gemeinde und von den Vertretern aus der Politik zahlreiche Lebensmittel geschenkt, die allesamt im Innerste-Tal produziert waren. So wechselt sie in mehrfacher Hinsicht gut versorgt in ihre neue Gemeinde in der Landeskirche Kurhessen-Waldeck.

S.Wascholowski mit "ihren" Konfirmanden*innen

Ein Schokoherz zum Abschied

Jahrestreffen 2020

Begegnung und Informationsaustausch im ev. Gemeindezentrum Bodenburg

„Ich stelle eine Figur auf den Turm“. Dieser Ausblick in andere Zusammenhänge tut mir selber gut! Entschlossen stellt die ehrenamtliche Mitarbeiterin einen ihrer Spielkegel auf das Landschaftsbild vor sich und antwortet damit auf die Frage, was sie selber in ihrem ehrenamtlichen Engagement an Gewinn sieht. Dazu hatte Diakonin im Ehrenamt, Christine Bormann, alle Gäste des diesjährigen Jahrestreffens aufgefordert. Fast 40 ehrenamtlich Mitarbeitende aus unseren 3 verbundenen Gemeinden konnten der alljährlichen Einladung folgen und waren an diesem Sonnabendnachmittag in das evangelische Gemeindezentrum in Bodenburg gekommen.

Nach einer Andacht stärkten sich die Gäste zunächst an einem vielfältigen Kuchenbuffet, um sich dann in Tischgruppen zu einem anregenden Gedankenaustausch einzufinden. Auch in diesem Jahr sind neue Gesichter dabei. Wir erfahren in den Gesprächen, wie bunt das ist, was in unseren Gemeinden an christlich-motivierten Veranstaltungen angeboten wird. Die Angebote für Kinder, Familien und Senioren bieten für jede Altersgruppe etwas. Im Austausch hören wir aber auch immer wieder, dass es schwerer geworden ist, viele auf einen Termin zusammenzuholen. Die zunehmend ausdifferenzierte Gesellschaft spiegelt sich auch in einem zunehmend ausdifferenzierten Erwartungsprofil hinsichtlich Zeiten und Angeboten wider, die sich manchmal nur noch schwer erfüllen lassen. Trotzdem ist die Stimmung an diesem Nachmittag eine sehr gute. „Ich stelle meine Figur auf die Bank“, so sagt es eine andere Mitarbeiterin, „weil mir manchmal gar nicht die Menge der Leute wichtig ist, sondern dass es einfach gute Gespräche sind, die so wohltun, wie es eine erfüllende Pause wie diese tut.“ Und es ist offensichtlich, dass damit auch irgendwie dieses Jahrestreffen gemeint ist.

Wo stehen wir?

Gemeinsamer "Standort-Austausch"

Teamenden-Tagung in Hemeln

Vorbereitung der Konfi-Abschlussfahrt 2020

(Autorin: Mia Lehmann) Es war einmal… nämlich vom 31.1. -  3.2.2020, als sich 19 Teamer*innen aus den Gemeinden Innerstetal und Bodenburg zusammen mit Herrn Pastor Henning Forwergk und Frau Diakonin Miriam Haase auf den Weg nach Hemeln an der Weser machten.

Zwei große Ziele hatte diese Teamer-Fahrt : Als erstes wollten wir natürlich ein paar schöne Tage miteinander verleben, und zweitens wollten wir die diesjährige Konfirmanden-Abschlussfahrt vorbereiten, die unter dem Thema „Gib mir irgendetwas, das bleibt“ steht.

Sozusagen direkt vor der Haustür floss die Weser, und kaum eine Minute zu Fuß entfernt vom Haus stand eine Kirche. Jeden Morgen feierten wir dort eine kleine Morgenandacht, bevor sich dann alle heißhungrig auf das Frühstück stürzen konnten.

Nach einer kurzen Pause, in der der Frühstückstisch abgeräumt, die Spülmaschine eingeräumt und die Küche wieder auf Vordermann gebracht wurde, trafen wir uns kurz, besprachen uns und teilten uns dann in Gruppen auf, die Verschiedenes für die Konfirmandenfahrt vorbereiteten.

Nach einem leckeren Mittagessen wollten wir, so war der Plan, in Göttingen unter freiem Himmel Schlittschuhlaufen gehen. Da es aber "Schnürsenkel" regnete, konnten wir uns sowohl das Schlittschuhlaufen in Göttingen, als auch die Wanderung nach Bursfelde in das Kloster bald abschminken. Also zogen wir das Programm für den darauffolgenden Tag vor. Damit waren alle einverstanden. Dennoch fuhren wir am Abend mit den Autos nach Bursfelde, um dort im Kloster an der Abendandacht teilzunehmen.

Nach einem wundervollen Abend, einer nicht ganz so wundervollen Nacht (die Betten dort sind nicht die besten, aber die Kissen sind noch schlimmer; das nächste Mal muss man unbedingt sein eigenes mitnehmen), einer schönen Andacht, einem leckeren Frühstück und einer kurzen Besprechung begannen wir in neuen Gruppen die Konfirmandenfahrt weiter vorzubereiten. Nach dem Mittagessen beschlossen wir, trotz des schlechten Wetters Schlittschuhlaufen zu gehen, jedoch nicht in Göttingen, sondern in Kassel, wo es eine Eishalle gibt.

Der letzte Abend war noch schöner als die Abende zuvor: Es wurden zusammen Spiele gespielt, zusammen musiziert, es wurde viel gelacht oder einfach nur geredet.

Als wir uns am nächsten und letzten Tag noch einmal alle versammelten und jeder erzählte, was für ihn von dieser Fahrt besonders in Erinnerung bleibt, da merkte man, dass das für jeden etwas anderes ist. Pastor Forwergk z.B. erzählte, ihm blieben die vielen netten Menschen in Erinnerung, die vielen lustigen Sachen, die eigentlich nur aus Versehen passierten, und vieles mehr. Viele Teamer*innen erzählten, dass sie sich gern an die vielen netten Leute erinnern, die sie dort kennen lernten, einfach toll. Ein Mädchen erzählte, sie fand es prima, dass trotz des doofen Wetters alle gute Laune hatten und gut drauf waren. Eine andere Teilnehmerin war davon angetan, dass man immer jemand zum Reden hatte, besonders wenn es einem mal nicht so gut ging. Und so bedanken wir uns bei allen, die uns diese Fahrt ermöglicht haben.

Ein richtig gutes Team

Gibsbindenengel

Andacht in der Kirche

Where to go

Jugendgottesdienst - von Jugendlichen für Jugendliche

Evangelische Jugend gestaltet eigenen Gottesdienst

Sie treffen sich schon das dritte Mal. Nach der Schule und nach der Arbeit sitzen sie im evangelischen Gemeindezentrum. Sie diskutieren, planen zusammen und haben offensichtlich Freude an ihrem Tun. „Nach dem Anspiel sollte nur Musik sein, damit man besser nachdenken kann“, schlägt Isa-Leandra vor. Die anderen nicken. „Ich werde Henri informieren, dass sie etwas Passendes raussuchen!“ Neele ist Meisterin im Koordinieren. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Mit flinken Fingern tippt sie die Ideen in den Rechner. Nach und nach wächst daraus ein Gottesdienst, der die Fragen und Ideen der Jugendlichen aufnimmt.

„Wer macht ein Liedblatt?“ „Keiner“, sagt Marius und fragt, ob man nicht besser die Liedtexte per Beamer an eine Leinwand projizieren kann. Chiara legt das Plakat, das sie selber entworfen hat, in die Mitte. Sie studiert in Hildesheim Grafik-Design und bringt hier ihre Gaben und Kenntnisse in den Gottesdienstplanungsprozess ein. Die anderen staunen. Das Plakat allein ist schon ein Hingucker geworden.

Am 16. Februar ist es dann so weit. Dann werden wir den ersten Jugendgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche zu Bad Salzdetfurth feiern, um 17 Uhr. Wir sind gespannt auf den Gottesdienst von Jugendlichen für Jugendliche.

JuGo - Plakat

Themensammlung

Durch dick und dünn und Dächer

Familiengottesdienst in Breinum

„Wollt ihr nach vorn kommen“. Ja, die Kinder wollen nach vorn kommen. Sie stellen sich im Halbkreis auf und singen zum Gitarrenspiel von Kinderchorleiterin Martina Niehoff. Kinder singen so gern. Das merken wir auch in diesem besonderen Gottesdienst, der extra für Familien vorbereitet ist. Das Thema „Freundschaft“ ist durchaus eines, das jung und alt bewegt und verbindet. Was aber qualifiziert Freunde? Dieser Frage nähert sich der Gottesdienst auf kindgerechte Weise. Die Antwort findet sich in einer Klanggeschichte aus der Bibel. Passend zu der Bibelerzählung von der Heilung des Gelähmten erzeugen die Kids unterschiedliche Geräusche mit Rasseln, Topfschlagen und anderen Geräuschemachern, die dann zu hören sind, wenn von den entsprechenden Personengruppen die Rede ist, für die sie stehen. Die Freunde des Gelähmten decken sogar ein Dach ab, um ihrem Freund zu einer Begegnung mit Jesus zu verhelfen, die Heilung für den kranken Freund bringen soll. Und tatsächlich wird dieser im Glauben an Jesus auf besondere Weise eigenständig und kann wieder auf eigenen Füßen gehen. Wahre Freundschaft geht eben durch dick und dünn und Dächer.

Begrüßung in St. Marien

Parforcehörner und Wildschweinbratwurst

Hubertusmesse in St. Cäcilien

Der Klang ist gewaltig. Die Jagdhornbläser eröffnen einen ganz besonderen Gottesdienst. Lektor Andreas Wehrmann hat sich viel Zeit genommen, ihn zusammen mit der Jagdhornbläsergruppe aus Woltershausen vorzubereiten. In seiner Begrüßung beschreibt der Lektor die Besonderheit dieser Form von Blasmusik und wie sehr sie unter die Haut gehen kann.

Auch vom Thema her ist eine Hubertusmesse etwas Besonders. Sie holt die Fragestellung Mensch, Natur und Schöpfung in die Kirche. Dementsprechend ist die St. Cäcilenkirche zu diesem Abendgottesdienst mit Tannengrün und Beeren geschmückt. Der Kirchenvorstand hat das am Wochenende liebevoll vorbereitet.  Die vielen Jäger und auch die Angehörigen der Jagdhornbläser*innen fühlen sich in der derart waldorientiert geschmückten Kirche wohl. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass der Chorraum unserer Kirche durch viele Hirschbilder geziert ist. Bei der historischen Ausgestaltung stand nämlich ein Psalmwort aus dem Psalm 43 im Mittelpunkt: Wie ein Hirsch schreit nach Wasser, so schreit meine Seele zu dir Gott!

Nach dem Gottesdienst duftet es herrlich. Kirchenvorsteher, Jagdhornbläser und Jäger Björn Sandvoss haben Wildschweinbratwurst aufgelegt. Es ist eine große Runde, die sich im Anschluss an den Gottesdienst da trifft und noch einmal die schönen Eindrücke aus dem Gottesdienst Revue passieren lässt.

Parforcehörner

der besonders geschmückte Altar

Lange Schlange am Grillstand

Plätzchenbacksaison hat begonnen

Konfirmanden*innen und Jugendmitarbeiter*innen bereiten Adventsmarkt vor

„An die Formen, fertig, los!“ Der kleine Raum des Gemeindezentrums hat sich erneut in ein "Pätzchen-Backstudio" verwandelt. Innerhalb von 5 Minuten nach Konfirmandenzeit-Ende und Händewaschen sind mehr als ein Dutzend Konfirmanden*innen zu fleißigen Bäcker*innen mutiert.

„Gibst du mal die Ausstechformen rüber?“. „Ich muss erst einmal probieren, ob der Teig für den Adventsmarkt tatsächlich qualitativ geeignet ist…“ Teig zu naschen ist hier nicht verboten. Und der Teig ist tatsächlich unwiderstehlich lecker. Zwei helfende Eltern haben ihn schon einmal fertig mitgebracht, damit für die Kids keine langen Wartezeiten entstehen. „Hoffentlich bekommt hier keiner Bauchschmerzen“. Die Sorge scheint unbegründet! „Junge Mägen vertragen unglaublich viel,“ weiß Aktionsleiterin Viola Latzel aus jahrzehntelanger Erfahrung. Und doch ist es in jedem Jahr wieder erstaunlich, welche Mengen gerade auch in junge Jungenmägen hineinpassen.

Die fertigen Plätzchen kommen zum Abkühlen nach draußen, bevor sie in entsprechende Behälter verpackt werden. Das ist zumindest die Theorie. Denn es ist dunkel draußen und wer drinnen backt, kann nicht am rückwärtigen Ausgang des Gemeindezentrums Plätzchen bewachen. So bekommen auch dort noch einmal alle Gebäcksorten Beine. Doch irgendwie schaffen wir es dann doch, zumindest ein paar der Behälter mit leckerer Ware für den Adventsmarkt zu füllen. Aber das ist eigentlich auch gar nicht das Wichtige. Das Schönste ist nämlich, dass man ganz deutlich sehen und merken kann, dass es den Jugendlichen Freude macht, nach dem „Konfer“ noch zu bleiben. Und zur Belohnung für das fleißige Mithelfen und Tun gibt es zum Abendessen sogar noch Milchreis, einen Riesentopf voll! Und selbst der ist am Ende der Aktion restlos aufgegessen.

Fleißige Bäcker*innen

Erst mal abkühlen ;-)

Kirchenvorstands-Team wieder komplett

Klaus Herberg als Kirchenvorsteher ins Amt eingeführt

„Sind Sie bereit dazu, das Amt des Kirchenvorstehers in unserer Kirchengemeinde Wehrstedt zu übernehmen…, dann sagen Sie bitte: ja, mit Gottes Hilfe“. Die Bejahung von Klaus Herberg erfolgt postwendend und mit sehr sicherem Unterton. Man spürt, dass er der Berufung durch Kirchenvorstand und Kirchenkreisvorstand gern gefolgt ist. Und für den Kirchenvorstand Wehrstedt ist das ein großer Segen. Viele Jahre lang hat sich Klaus Herberg bereits im Gesangverein Wehrstedt für Ort, Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich eingesetzt. Nun bringt er seine langjährigen Erfahrungen in den Kirchenvorstand ein. Aber auch für diesen ist er bei weitem kein Fremder. Seit Jahren gehört er bereits zum Team „Männerarbeit“, welches in den vergangenen Jahren - unter der Leitung von Michael Keil -  nicht nur in überaus interessanten Gottesdiensten wichtige Impulse in die Arbeit unserer Gemeinden einfließen ließ. Mit der Berufung von Klaus Herberg schließt sich die Lücke, die durch das beruflich bedingte Ausscheiden von Frank Schünemann im Kirchenvorstand entstanden war.

„Dabei könnte es gar keinen besseren Termin für eine Kirchenvorsteher-Einführung geben, als ausgerechnet den Reformationstag“, betonte Pastor Forwergk im Festgottesdienst in der vollbesetzten St. Andreaskirche. Zahlreiche Gemeindeglieder auch aus den übrigen Orten des pfarramtlichen Verbundes hatten sich dazu in der alten Wehrkirche eingefunden. Auch der Singkreis unter der Leitung seiner Chorleiterin Lisa Bockemüller betonte durch sein Dabeisein die Bedeutung der Amtseinführung. Besonders die modernen liturgischen Gesänge aus dem neu angeschafften "Freitöne-Chorheft" wirkten in Verbindung mit den inhaltlich spannenden Gottesdiensttexten.

Wie schön, dass an diesem besonderen Tag auch das "Kirchenkaffeeteam" liebevoll Kaffee und Tee gekocht sowie leckeres Gebäck auf die Stehtische gestellt hatte. So konnten wir im Anschluss bei herrlichsten Herbstsonnenstrahlen unter den Linden bei einem wunderbaren Heißgetränk nach Wahl diesen schönen Gottesdienst nachklingen lassen.

Herzlich willkommen Klaus Herberg

Hat Gott einen Namen

Musikgottesdienst in Lechstedt

Wenn Du für Gott einen Namen finden müsstest, wie würdest du ihn nennen? Der Beamer wirft nach und nach 5 weitere Fragen an die Leinwand. Die Kirchenband InTAKT wartet schon auf den musikalischen Einsatz. Die Gitarre beginnt zu spielen, Schlagzeug und Bass kommen hinzu, dann  nehmen Saxophon, Querflöte und Keyboard das musikalische Thema auf. Die Sängerinnen setzen ein: „If god had a name…“ Der Funke springt über. Viele kennen den Song „One of us“ von Joan Osborne und summen leise mit.

Der Musikgottesdienst verbindet auch diesmal moderne Kirchensongs mit anregenden Aktionen und Wortbeiträgen. Manchmal schleicht sich auch ein weltlicher Song ein. Es ist diese besondere Mischung von stillen Nachdenkmöglichkeiten, kreativen Impulsen und vertrauten Elementen aus dem Kirchenbereich, die diesen Gottesdienst auch diesmal zu einem sehr besonderen macht. 50 Minuten lang agieren die Musiker und die Mitglieder der „Wortgruppe“ im Wechsel und doch inhaltlich gut aufeinander  bezogen. Die Gemeinde feiert mit und feiert zum Schluss sowohl die Musiker, als auch die Mitglieder der Wortgruppe, die für die Ideen und Texte verantwortlich war. Und es gibt sogar noch eine Zugabe. Nach alter Tradition schließt der Musikgottesdienst 2019 mit dem Song „Gospelrock“.

Kirchenband InTAKT

Spurensuche

Mit Pauken und Trompeten feierlich begrüßt

Tolle Teamer feiern mit neuen Vorkonfirmanden

Haste Töne? Henri hat sie. Wenn er Trompete bläst, spielen sich die Melodien der neuen Gemeindegesänge nicht nur in die Ohren, sondern  direkt ins Herz der Kirchenbesucher. Für den richtigen Rhythmus sorgt sein Bruder Luis. Intuitiv und zugleich enorm versiert haut er einen Takt aus dem Cachon, der sofort in Fleisch und Blut übergeht. Die Eltern und Vorkonfirmanden singen gerne mit oder hören begeistert zu. Die Musik nimmt den neuen Vorkonfirmanden die Nervosität. Dazu tragen auch die Sängerinnen des Gesangensembles „Salzletten“ aus Bad Salzdetfurth - unter der Leitung von Martina Niehoff - bei. Sie sind für diesen besonderen Gottesdienst aus der Nachbargemeinde angereist und bringen frische Songs mit, die sie mehrstimmig und klangvoll in die gottesdienstliche Feier hineinsingen.

Klasse ist, dass auch unsere evangelischen Jugendmitarbeiter dabei sind. Ein Teil unserer Teamer*innen hat die "Kennenlernfahrt" der neuen Vorkonfirmanden begleitet.  Man spürt, dass in den gemeinsamen Tagen des Unterwegs-Seins eine Verbindungen zwischen den älteren und den jüngeren Jugendlichen gewachsen ist. Die Vertrautheit und gute Stimmung kommt auch in den Texten zum Ausdruck, die auf Vorkonfirmandenbeiträge der „Neuen“ zurückgreift.

Diese werden von Diakonin Christel Dirksen feinfühlig in den Chorraum der Johanniskirche eingeladen, um dort von den Teamer*innen als Willkommene in unserer Gemeinde für einen kleinen Moment gefeiert zu werden. Und als Zeichen des Willkommens bekommt jede und jeder der neuen Vorkonfirmanden eine Karte mit einem aufgeklebten Spiegelfragment in die Hand. Und auf der Karte steht:"Siehe, du bist etwas ganz Besonderes".

Herzlich willkommen

Die Salzletten

Treppenaufgang instand gesetzt

Noch ein paar Meter Weg dazu

„Das ist ja nur Sand und Erde!“.  Nach dem Aufnehmen der Treppenstufen am Gemeindezentrum in Bodenburg mit dem Bagger zeigt sich das ganze Ausmaß des Schadens. Wühlmäuse und Ratten haben das Fundament der Eingangstreppe  unterhöhlt. Nun ist klar, warum die massiven Stufen in den letzten Jahren schief und krumm lagen. Im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mussten wir nun die Instandsetzung der Treppe veranlassen. Schließlich soll keiner der Besucher des Gemeindezentrums in Gefahr geraten. Durch das Absacken des Untergrundes hatten sich immer mehr Unebenheiten bei den Treppenstufen ergeben. So war  erhöhte Stolpergefahr gegeben.

Aber auch der vor 7 Jahren notdürftig ausgebesserte Weg von der Treppe zum Haupteingang war ebenfalls abgesackt. „Das muss ordentlich gemacht werden“. Der Rat des Fachmannes war eindeutig. So mussten die ursprünglich auf den Treppenbereich begrenzten Sanierungsarbeiten noch um ein paar  Meter Weg ausgeweitet werden. „Wenn das schwere Gerät schon mal da ist, macht es auch Sinn, die Zuwegung grundsätzlich in Ordnung zu bringen!“ Gesagt, getan. Mit etwas Glück ist neue alte Treppenanlage bald fertig.

Instandsetzung der Treppenanlage

Trotz Tageskühle besondere Wärme

Stimmungsvoller Erntedankgottesdienst in Evensen

Die Hofscheune in Evensen ist bis auf den letzten Platz besetzt. Schnell werden noch die letzten Biertischbänke aus den umliegenden Häusern geholt. Und trotzdem müssen noch manche in der wundervoll geschmückten Scheune stehen.

Obwohl es immer noch ziemlich kühl ist, wird uns schnell warm ums Herz. Zauberhaft führen uns Kinder aus dem Johannis-Kindergarten vor, wie das Brot auf dem Acker wächst. Dazu haben sie sich zu kleinen Weizenkörnern verkleidet. Sie legen sich auf das braune Tuch und verwandeln sich nach einer kurzen Zeit auf dem Boden in lebendige Weizenähren. Stolz betrachten Eltern und Großeltern der Kinder ebenso wie die Gottesdienstgäste das Wunder, das dort in unserer Mitte geschieht. Die "Weizenkinder" halten zusammen und bilden ein „Himmelsbrot“ aus eitel Freude. Allen Gottesdienstbesuchern wird es warm ums Herz.

Nach dem Gottesdienst sind wir alle zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Bäckerinnen und Bäcker aus unseren 6 Orten waren fleißig. Das Kuchenbuffet ist reichlich mit leckerem Blechkuchen gefüllt. Und der Kaffee tut gut. Auch in diesem Jahr hat die Stiftung den Apfelsaft aus selbstgepflückten Äpfeln mitgebracht. Der daraus bereitete Apfelpunsch ist heiß und lecker. 602,25 €  kommen im Rahmen der Kollekte für die Diakonie der Landeskirche zusammen. Auch darin erfahren wir, wie eine gute Gemeinschaft für andere zur Bestärkung wird.

Volle Erntedankscheune

Lebendige "Weizenkörner" in der Erde

Guter Start in die Konfirmandenzeit

Neue Konfirmanden*innen fahren zur Auftakt-Freizeit

„Willkommen bei uns zu euerm genialen Start-Wochenende“ . Die Begrüßung durch die Teamenden der Konfirmandenfahrt ist herzlich! Alle sollen sich schnell wohl fühlen. So starten wir mit einem guten Abendessen in das Abenteuerwochenende, zu dem sich die neuen Konfirmanden*innen auf dem Wohldenberg treffen. Gemeinsames stärkt nicht nur, sondern verbindet auch.

„Wir treffen uns gleich nach dem Essen im Gemeinschaftsraum!“ Gesagt, getan. Gespannt und auch ein wenig aufgeregt sitzen die Kids nach dem Essen im Kreis. Auch hier werden sie noch einmal freundlich begrüßt. Die folgenden Angebote haben die Teamenden der diesjährigen Vorkonfirmandenfahrt liebevoll vorbereitet. Schnell schwinden die Vorbehalte, und die Jugendlichen merken schon bald, wie viel Freude das gemeinsame Tun macht. Wie im Flug vergeht der erste Abend.

Der nächste Tag bringt nicht nur neue intensive Eindrücke. Er bringt auch die Konfirmanden*innen einander näher. Viel tragen dazu die gemeinsam zu lösenden Aufgaben bei. Auch hier haben die Teamenden liebevoll interessante Stationen gebildet, an denen sich die Jugendlichen gemeinsam ausprobieren und ihre Stärken ergänzen können. Dazu haben alle die Möglichkeit, über sich selbst und die eigenen Stärken nachzudenken und zu forschen, was jeder von ihnen besonders gut kann.

Angesichts der vielen spannenden Elemente der  Freizeit gehen die Tage schnell rum. Und ehe sichs alle versehen, ist schon wieder Sonntag. „Schade, dass wir schon wieder fahren müssen“, ist nicht nur ein Gedanke der Jugendmitarbeiter, die erneut diese Freizeit wirklich gut und spannend gestaltet haben.

Unsere neuen Konfirmanden*innen

Mit zwei Bullys und einem PKW

Jugendliche sammeln Äpfel für die Johannis-Stiftung

„Und wie kamen Sie auf die Idee, eine Stiftung zu gründen?“ Außergewöhnlich aufmerksam hören die Kids dem Stiftungsgründer zu:  Gustav Bartens berichtet von einer Zeit, die die Konfirmanden*innen nur vom Erzählen her kennen. Aber durch die sehr persönlichen Worte unseres Stiftungsgründers wird es auf einmal emotional sehr dicht und authentisch. „Viele Kinder mussten damals ohne Väter aufwachsen, und die Mütter hatten oft wenig Zeit“, berichtet Gustav Bartens. Für ihn selbst wurde das Pfarrhaus seinerzeit zu einer Heimat. „Und von dem, was ich damals dort an Halt und Gutem erfahren habe, möchte ich gern was zurückgeben!“

Man spürt förmlich, dass die Worte und Gedanken des Gründers der Johannis-Stiftung in offene Ohren und offene Herzen gehen. So ist es auch nicht schwer, die Konfirmanden*innen um ihre Mithilfe zu bitten. Mit zwei Bullys und einem Pkw fahren wir zur Domwiese, auf der die Apfelbäume stehen. Dankenswerterweise hatte der Bürgermeister schon vorher der Apfelpflückaktion zugestimmt. Mit Eimern und Apfelpflückgeräten machen sich die Kids auf den Weg. „Kann ich da nicht einfach auf den Baum klettern und schütteln“, fragt einer der Konfirmanden. „Ja, aber sei vorsichtig!“ Kurze Zeit später fallen die reifen Äpfel zu Boden, und die anderen müssen nur noch sammeln.

Am nächsten Tag bringen andere Ehrenamtliche die Ernte der Jugendlichen zum Mosten. 40 Stück 5-Liter-Kartons sind die stolze Ausbeute, die Geld in die Kasse der Stiftung bringt. Manche der Jugendlichen haben so viel Freude am Pflücken und Sammeln, dass sie  nach der Konfirmandenzeit sogar noch zu einer zweiten Wiese mitkommen.  Und wer den Saft probieren will, der ist herzlich zum Erntedankfest in Evensen eingeladen. Dort werden die Äpfel dann in Saftform, oder als leckerer Apfelpunsch verkauft und der Erlös dem Stiftungsstock der Johannisstiftung zugeführt. Und der Zinserlös wird dann u.a. wieder Jugendliche unterstützen. Denn dafür ist die Stiftung gedacht.

Die fleißigen Apfelpflücker*innen

Mister Mac Nugget hat spontan einen Bruder bekommen

Familienfreizeit 2019 in Hirschhagen

„Ssssssssst“… ruckzuck ist die Holzschraube drin. Marie hat schon die nächste in der Hand. Schnell haben die Kinder raus, wie sie mit dem Akkuschrauber die Schrauben in die vorgefertigten Holzteile drehen müssen. Sogar Papa staunt. Dann ist sie fertig. Eine Schatztruhe pro Familie entsteht. Dort kommen zunächst die sichtbaren Schätze hinein, die Kinder in der Familienfreizeit sammeln konnten. „Ich habe einen „Edelstein“ aus der Abendandacht mitgenommen“, erzählt Francesca stolz und öffnet den Deckel ihrer Schatzkiste, um den farbigen Glas-Muggelstein dort sicher aufzubewahren.

Viele haben auch ihre „Gaben-drink-karten“ dort aufbewahrt. Zwei Teile flüssige „Geduld“; ein Teil „Vertrauen“ und viel "Toleranz"… Die Flaschen mit den Säften haben neue Etiketten bekommen. Wo Orangensaft drin war, steht „Zuverlässigkeit“ drauf, und jeder kann nach eigenem Geschmack aus den Flaschen mit den verschiedenen Säften nachtanken und sein Rezept auf der Gabenkarte vermerken.

Bei schönstem Wetter verbrachten wir alle so viel Zeit wie möglich im herrlichen Außenbereich des Freizeitheimes Hirschhagen. Die „Kleinen“ konnten fast unbegrenzt spielen und Schätze entdecken, die aber auch die „Großen“ sichtbar fanden: Freude an dem Spaß der Kinder, eine schöne Gemeinschaft und innere Stärkung durch zauberhafte Meditationen und Andachten. Nur Mr. Mac Nugget war an diesem Wochenende so gehetzt, dass das Spielleitungsteam schnell mal eben einen Bruder erfinden musste, der sich für den erschöpften Mac Nugget jagen und finden ließ, um sich dann von seinem Goldwahn heilen zu lassen.

Jubelkonfirmation in Bodenburg

„Zweite Reihe hinten bin ich“

Das Foto macht die Runde am Tisch. Schnell haben die Konfirmanden von damals sich selber wiederentdeckt. „Zweite Reihe hinten…, der zweite von rechts, das bin ich“. „Aber wie hieß der hier noch mal?“. Alle kramen in ihren Erinnerungen. Die Fotos lösen mehr aus, als dass sie vergessene Namen neu ins Gedächtnis zaubern. Manch eine alte Geschichte erwacht zu neuem Leben. „Weißt du noch?“.

Es war natürlich eine prägende Zeit, die Konfirmandenzeit damals. Das ist bei den goldenen Konfirmanden*innen nicht anders, als bei den diamantenen und eisernen, auch wenn mehr als 10 Jahre zwischen den Jubelgästen liegen. „Vieles war früher noch strenger!“. Darin sind sich fast alle einig. Und auch, dass man als Konfirmand damals noch jeden Sonntag in die Kirche „durfte“. Mit einem Zwinkern in den Augen betont der Erzähler das „durfte“.

„Aber geschadet hat es uns damals nicht“, betont der Jubiläumskonfirmand, der heute mit vielen Gleichaltrigen zusammen feiert. „Und heute war ich sehr gern in der Kirche“, staunt der Berichtende über die Erfahrung aus dem Jubelgottesdienst.  „Es tut doch sehr gut, mal unabgelenkt von allem und vor Gott über die Welt und sich selbst einmal nachzudenken“, fügt der Erzähler noch hinzu. „Schließlich haben wir hier alle nicht mehr endlos Zeit, oder“? Die meisten nicken und für einen kurzen Moment spürt man eine Ernsthaftigkeit, die zu Herzen geht. Aber dann wird es auch wieder fröhlich, ohne dass die Tiefe der Gespräche verloren geht. Ja, es lohnt tatsächlich, zu einer Jubelkonfirmation zu kommen und mit der Reife des Alters auf die Jugendjahre zu blicken. Darin sind sich tatsächlich auch die meisten einig und wollen auf jeden Fall das nächste mal wiederkommen. „Wenn es die Gesundheit zulässt“!

Jubiläumskonfirmationen in Sehlem

"Kraftstoff" Segen

In der St. Cäcilien-Kirche ist es warm – richtig warm! Seit dem frühen Vormittag fällt die Sonne durch die großen Fenster. Manch einem Gottesdienstgast steht der Schweiß auf der Stirn. Das tut aber der Feier keinen Abbruch. Die Freude über das Wiedersehen nach langen Jahren steht vielen ins Gesicht geschrieben. Der Gesang der knapp 50 Jubelkonfirmanden und Konfirmandinnen füllt die Kirche mit Wohlklang. Wie schön klingt doch diese wunderbare Kirche. „Habt guten Mut, Euren Lebensweg weiter zu gehen!“ Der Segen Gottes wird fühlbar in der frohgemuten Stimmung nach der Jubiläumskonfirmation.

Nach dem Gottesdienst ist es gar nicht so leicht, ein schattiges Plätzchen für das Foto zu finden. Für das große Gruppenfoto wird dann doch die Kirche selbst ein sehr fotogener Hintergrund. Dann ist Aufbruch zum Essen. Die Autokaravane bewegt sich Richtung Maiental. Dort hat Nico Ullrich schon lecker gekocht. Erst die Suppe, dann Buffet und zum Dessert gibt es neben Mousse au Chocolat oder Kompott gibt es sogar noch die ersten Bilder der Jubiläumskonfirmation zu sehen.

„Manchmal haben die Jungs Maikäfer in den Konfer mitgebracht und dort freigelassen“. „Wir Mädchen waren natürlich ganz brav…“! Mit einem verschmitztem Blick erzählt die „eiserne“ Konfirmanden Anekdoten von „damals“ und man sieht das Leuchten in den Augen derer, die mit ihr an alte Geschichten denken. Es war doch irgendwie eine schöne Zeit, so wie jetzt.

In der Kirche :-)

Gruppenfoto - alle Jubelkonfirmanden zusammen

Regionales Treffen der Kirchenvorstände im Pfarrgarten Bodenburg

Gereifte Erfahrungen treffen auf neue Ideen

„Grün!“ „Rot!“ „Blau!“  In null Komma nix finden die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sich in drei Gruppen zusammen. Dann ist einen Moment Zeit, sich zu der gestellten Impulsfrage zu äußern. „Ich bin im Kirchenvorstand, weil…“. Gespannt und aufmerksam hören die Frauen und Männer aus der evangelischen Kirchenregion Bad Salzdetfurth sich gegenseitig zu. Sie entdecken Ähnlichkeiten in der Motivation aber durchaus auch interessante Unterschiede.

Nach wenigen Minuten intensiven Austauschs setzt erneut die Musik ein und die Farbkegel werden wieder fröhlich getauscht. Eine zweite Runde beginnt und ein zweiter Impuls wird in die Runde gerufen: „Ich finde an Kirche gut…“.

Der regionale Kirchenvorstehertag im Pfarrgarten zu Bodenburg beginnt mit einer fröhlichen Begegnungsaktion anhand derer es nicht schwer wird, ins Gespräch zu kommen. Nicht alle kennen sich. Manche Kirchenvorsteher*innen sind schon Jahrzehnte im Amt, andere sind das erste Mal dabei. Aber das ist gerade das spannende. In der Austauschrunde treffen gereifte Erfahrungen auf neue Ideen und Visionen und aus allem zusammen bilden sich die Grundideen für ein gemeinsames Tun zur Weiterentwicklung der evangelischen Kirchenregion.

„Aber in erster Linie möchten wir Ihnen heute Danke sagen“! Darin sind sich die Hauptamtlichen einig. Gerade die Ehrenamtlichen in der Kirchenleitung bekommen vieles ab. Oft werden sie angesprochen, wenn es mal klemmte. „Und trotzdem treten Sie weiterhin frohgemut für Ihre Kirche ein“.  In der Dankesrede wird echte Anerkennung laut. „Immer mehr sind sie sind es, die Kirche in den Orten repräsentieren.“

Um den Dank nicht nur in Worte zu fassen, greifen die Diakoninnen und Pastoren*innen zur Grillzange und legen Bratwürstchen und Steaks auf den Grill. „Heute möchten wir Sie einmal bewirten und bedienen, die sie sonst so viel für andere tun“, betonen die Hauptamtlichen und drücken damit ihr Wertschätzung des Ehrenamtes auf ganz praktische Weise aus. Und so wird es in mehrfacher Hinsicht ein nahrhafter und stärkender Nachmittag im Pfarrgarten zu Bodenburg.

Guten Appetit

Leckeres auf dem Grill

Alle Latten am Zaun :-)

Der alte Jägerzaun um das Pfarrhaus in Wehrstedt musste dringend erneuert werden, da das Holz bereits an mehreren Stellen morsch und brüchig geworden war. Der KV beschloss deshalb die Anschaffung einer neuen Zaunanlage und entschloss sich für einen kesseldruck-imprägnierten Nordik-Lattenzaun.

Nachdem das Material geliefert war, erklärten sich Georg Stassig, Lothar Grosche und Karl Flätchen bereit, die Montage zu übernehmen. Bei hochsommerlichen Temperaturen kostete es so manchen Tropfen Schweiß, bis Latte für Latte angeschraubt war.

Christa Flätchen sorgte mit Getränken und kleinen Stärkungen dafür, dass die Kräfte und die gute Laune nicht verloren gingen. Nach insgesamt 56 Stunden war das Werk vollbracht und der Lohnaufwand für die Montage gespart. Der KV freut sich sehr über diese freiwillige Eigenleistung und bedankt sich ganz herzlich bei den fleißigen Helfern.

 

Im Fluss ist es „cool"

Teamer*innen in einem Boot

Der Temperaturfühler vom VW-Bulli zeigt 35 Grad. Es ist 11 Uhr morgens. „Habt ihr Sonnenschutzcreme dabei ?“ Die Teamer*innen haben Sonnenschutz dabei und manche sogar auch eine Kopfbedeckung. Doch die meiste Zeit paddeln wir unter Bäumen entlang. So ist es zwar warm, aber schattig. „Kommst du mit ins Wasser?“. Mutig lassen sich zwei der ingesamt 9 Teamer*innen ins Wasser gleiten. „Ist das schön!“. Das kühle Nass der Leine fühlt sich ganz anders an. Es ist viel samtiger als das gechlorte Wasser einer Badeanstalt. „Wie super die Schwimmweste trägt!“ Wie nebenbei machen die Jugendlichen diese Erfahrung, von der sie später dann vielleicht den Konfirmanden erzählen können. Glaube kann das ja auch: tragen und oben halten.

Die fünf Stunden auf dem Boot vergehen rasend schnell. Zwischendurch singen wir sogar die modernen Kirchenlieder, die wir sonst auch beim Teamertreff singen. Ich staune, wie viel von den Liedertexten bei den Jugendlichen im Kopf sind, ohne dass sie diese auswendig lernen mussten. Dann haben wir unser Ziel unterhalb der Marienburg erreicht. Alle helfen dabei mit, das Boot und die Sachen an das Ufer zu tragen. Man merkt, dass die Verantwortlichkeit füreinander während der Bootstour alle noch einmal dichter miteinander verbunden hat. Beim Anlanden hat jeder und jede nicht nur die eigenen Bedürfnisse im Blick. „Soll ich deine Schuhe mit rausnehmen?“

Wieder zurück schmeißen wir im Garten unseres Gemeindezentrums den Grill an. Das Zusammensitzen und –essen ist ein schöner Abschluss eines herrlichen Tages, an dem wir wichtiges gelernt haben. Nicht nur baden im Fluss, sondern auch Teamer*in zu sein ist „cool“!

h.forwergk

die Zaunbauer... :-)

So wie er einmal war, ist er wieder geworden

Noch auf Land...

Bild: Henning Forwergk

Warten auf die Rückfahrt :-)

Bild: Henning Forwergk

Konfirmandentreffen mit Teamern

 

Der Brief an mich selbst…

 

Vor zwei Jahren hat sie ihn geschrieben. Jetzt hält sie ihn erneut in der Hand. Vorsichtig öffnet sie das Kuvert. Und dann liest sie ihn. Den Brief, den sie sich selbst vor zwei Jahren geschrieben hat. Ein sichtlich spannender Moment.

Das legendäre Konfirmiertentreffen zeigt nicht nur Erinnerungsbilder aus Konfirmandenzeit und Konfirmation. Es ist auch der Moment, in dem den Konfirmierten die Materialien überreicht werden, die aus der Konfirmandenzeit gesammelt wurden. Und dazu gehört eben auch ein Brief an sich selbst, den sich die Konfirmanden vor zwei Jahren als „Anfänger“ in der Konfirmandenzeit selber schrieben.

Wieder einmal haben die Teamer*innen diesen Tag liebevoll vorbereitet. Und bis auf drei sind alle da. Noch einmal  schauen wir zurück in eine wirklich schöne Zeit. Und dann schauen wir nach vorn. Lebhaft und sehr authentisch berichten die älteren Teamer*innen den aufmerksamen Konfirmierten, was sie dazu bewogen hat, Teamerin und Teamer zu werden. Und sie berichten davon, was sie als Teamer bereits an Erfahrungen gesammelt haben. Viele erzählen in diesem Zusammenhang von Freude und einer guten Gemeinschaft. Und dazu sind an diesem Tag auch die  Konfirmierten eingeladen.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

5. Taufengelwanderung verläuft fröhlich trotz Starkregen

Bischof in Bodenburg

„Gott hat uns längst einen Engel gesandt“. Mit dieser gesungenen Botschaft eröffnet das Vokalensemble „Klangfarben“ - unter der Leitung von Dorothea Bartels - die Eröffnungsandacht zur fünften Taufengel-Wanderung des Kirchenkreises Hildesheimer Land – Alfeld. Aus diesem Bereich haben sich  rund 130 Taufengelwanderer in der Bodenburger St. Johanniskirche versammelt. Viele haben einen kleinen Rucksack und einen Wanderstab mit dabei. Auch der Landesbischof trägt Wanderschuhe. In sein  berührendes, geistliches Wort gibt er auch biographische Erinnerungen. Die Grabinschrift auf dem Grabstein seines Großvaters habe in immer daran erinnert, dass wir alle Wandernde sind. In spannender und freier Erzählmanier finden sich intensive Parallelen zwischen der Taufengel-Wanderung und dem Gang der Jünger*innen nach Emmaus. „Dabei ist ER - Gott -  wie mit seinen Jüngern wohl auch mit uns unterwegs, auch wenn wir  oft erst im Nachhinein in ihm einem Begleiter auf dem Weg erkennen“, erzählt der Bischof.

 

Beim Aufbruch nach Wehrstedt öffnet dann der Himmel seine Schleusen. Über die erste Wegstrecke durch den Park wird der Regen noch von den Bäumen abgehalten. Dann aber schüttet es heftig. Doch es ist ein warmer Regen, und die Stimmung bleibt fröhlich und wird es sogar immer mehr. „Gottes Wahrheit ist Schutz und Schirm“. Am ersten Rastplatz fallen diese Worte des Psalm 91 in offene Ohren und in offene Herzen. Viele rettende Regenschirme werden zum Bild für die Gedanken dieses besonderen Gebets.

Kurz vor Wehrstedt hört es dann auf zu regnen, und schnell klart sich der Himmel wieder auf. So können sich dann doch noch ein paar Wanderer auf den trockengewischten Bänken unter den Linden vor der Kirche ein wenig ausruhen. Andere strömen in den Gemeindesaal und versorgen sich dort am reichlich gedeckten Tisch mit Brot, Käse und Getränken.

 

In der Abschlussandacht wird im Vortrag des Engelforschers Dr. Uwe Wolff die Leidenschaft für sein Fachgebiet deutlich. Man spürt, wie sehr er über seine Forschung mit den Engeln verbunden ist. Nach dem Schlussgebet tragen die tapferen und regendurchweichten Teamer Ole, Vincent, Jonas und Mario den hölzernen Taufengel noch einmal in die Mitte der Gäste, und jeder Teilnehmer unterschreibt mit seinem Namen. So wird dieser Engel aus Holz einmal mehr auf Gottes Geheiß zu einem lebendigen Mittelpunkt, um den sich Jung und Alt versammeln und auf sehr fröhliche Art und Weise bereits erste Erinnerungen an diese spektakuläre Wanderung mit unserem Landesbischof Ralf Meister austauschen.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

"als Be-GEIST-erte leben"


Pfingstmontagschristival 2019

Mit einem ordentlichen „Wumms“ haut Pauli die Becken zusammen und Ole auf die Pauke. Der bekennende Nicht-Sänger Manfred aus dem Nachbarort erwischt sich selbst beim Intonieren des "Halleluja" von Händel. Marlene lässt fünfe grade sein und schnippst einen 10er in das Spendenglas. „Ist für das super-leckere Stück Kuchen, das Stück Marzipan-Sahne und den kräfteweckenden Kaffee“; sagt sie. Davon hat sie ihrer Banknachbarin gleich einen mitgebracht. Andreas faltet aus dem Liederblatt nach dem Gottesdienst einen Papierflieger. „Schau nur, wie der von der unsichtbaren Luft getragen wird“, raunt er seinem Sohnemann zu. Der hat sich breitschlagen lassen, mitzukommen. Aber er sieht nicht unzufrieden aus.

Ein wundervolles Pfingstfest liegt hinter uns. Hunderte Besucher sind in den Pfarrgarten zu Bodenburg geströmt, und die meisten haben ihn mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen. Wie war das mit der entliehenen DVD und der Quittung der Stadtbibliothek „Jesus liebt dich, für drei Wochen verlängert“? Dafür gab es von jungen Nachwuchsmusikern einen feeling blues auf die Ohren, und die 145 Jahre alte Kapelle hat uns superschön "den Marsch geblasen". Der katholische Mitbruder hat uns alle beim Gottesdienst im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich ins ökumenische Pfingstgebet genommen, auch wenn die Worte aus katholischem Mund kamen. Der evangelische Mitbruder hat uns vorgeführt, dass eine Predigt länger als 7 Minuten dauern kann und trotzdem spannend ist und wert, sie bis zum Ende zu hören. Evangelische und  katholische Jugendliche haben begeistert Kindern das Nistkastenbasteln und Spielen vorgemacht. Sie haben gezeigt, dass ein Miteinander im guten Geist viel mehr Freude macht, als wenn jeder nur noch für sich auf den Handybildschirm starrt und auf Botschaften wartet, die dann doch nicht kommen.

Dabei war die Botschaft, auf die es ankommt, vor 2000 Jahren schon gesagt. Jetzt aber bekommt sie erneut Hand und Fuß im ökumenischen Miteinander der Musiker, der Sänger*innen und der Ehrenamtlichen. Auch das Hand-in-Hand-Vorbereiten ist nicht nur eine Gepflogenheit, sondern eine Freude, weil viele Hände für ein schnelleres Ende sorgen, zumindest bei der Arbeit. Denn für das fröhliche Miteinander des Pfingstmontagschristivals nehmen wir uns jedes Jahr Zeit ! Gott sei Dank oder ...?

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Jugendliche engagieren sich für Bodenburg


Echte Müll-Finde-Füchse

„Hat jeder ein Paar Handschuhe?“ Nachdem sich auch die letzten Jugendlichen einen Handschutz besorgt haben, kann es losgehen. Im Pavillon wird noch schnell ein Foto  mit leeren Eimern gemacht. Dann brechen die Kids in einzelnen Gruppen auf und durchforsten den Bodenburger Schlosspark. „Für das Team, das am meisten Müll in den Eimern sammelt, gibt es eine Tafel Schokolade!“ Die evangelischen und katholischen Jugendlichen entwickeln sich zu echten "Müll-Finde-Füchsen". Da liegt doch tatsächlich eine volle Windel im Gebüsch. Jana rückt mit Spezialwerkzeug an. Sie hat eine der zwei Müllzangen ergattert, die bei besonders ekligem Müll zum Einsatz kommen.

Binnen einer Stunde ist der Schlosspark müllfrei, so emsig waren die Jugendlichen bei der Arbeit. Im Schlosspark übernehmen Hans-Werner Kalkmann und eine Künstlerin, die wir gerade zufällig vor dem Bullenstall treffen, als Jury die Bestimmung der Gewinner und die Preisverleihung. Erstgenannter stockt den ausgelobten Finderlohn sogar noch um eine halbe Packung "Merci" auf, die er spontan aus seinem Künstleratelier holt und den Jugendlichen schenkt. So eine Initiative muss einfach belohnt werden!

Der Abend wird zu einem ökumenischen Grillabend. In der Küche und draußen im Garten werden gemischt-konfessionell Möhren geschrappt und Gurken geschnitten. Derweil kümmert sich eine ökumenische Jungengruppe um den Grill. Dann essen wir gemeinsam, und die 45 Jugendlichen werden alle satt!

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Konfirmation 2019 in Sehlem


Feierlicher Festgottesdienst in St. Cäcilien

Sie sehen allesamt sehr, sehr chic aus, "unsere" Konfirmanden*innen aus Sehlem. Die festliche Kleidung steht Ihnen gut. Wie über Nacht sind aus den 6 Jungen und Mädchen junge Erwachsene geworden. Kleider machen Leute? Nicht nur! Da ist mehr in den Augen der Konfirmanden*innen zu sehen. Fast zwei Jahre lang haben sie sich auf diesen Moment vorbereitet. Hinter ihnen liegen zwei gemeinsame Freizeiten und eine Konfirmandenzeit, in der ihre Fragen Raum und Zeit hatten, gestellt zu werden. Das „Ja, mit Gottes Hilfe“ als ihre eigene Antwort, ob sie der Spur Jesu weiterhin folgen wollen, klingt kräftig und sehr authentisch. In der langen Zeit miteinander ist nicht nur eine gute Gemeinschaft gewachsen. Bei manch einem, und bei manch einer hat die freiwillige Religionszeit etwas in Bewegung gebracht. Das spürt man. Der feierliche Gottesdienst nimmt unsere Heranwachsenden hinein in einen Moment, der Ihnen noch hoffentlich lange Schutz und Schirm und innere Kraft sein will, so wie es fast alle Konfirmationsverse als Glaubenswunsch in Worte fassen.

 

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk

Was wird mit dem Pfarrhaus Breinum


Informationsabend in St. Marien.

Diesmal ist es kein Gottesdienst zu dem sich die Breinumer Gemeinde in der St. Marienkirche trifft. Es geht an diesem Abend darum, über den Zustand des Pfarrhauses zu berichten. Vorn im Chorraum steht eine Leinwand. Wir sehen zunächst Bilder, die den Zustand des Hauses abbilden. Für manche der zahlreich erschienenen Breinumer ist es der erste Eindruck, den sie sich selbst von der Pfarrwohnung machen können. Diese ist in der Tat in einem bedenklichen Zustand. Besonders das Bad hat gelitten. Über lange Zeit ist offensichtlich Wasser aus der Toilette unbemerkt in den Fußboden der ersten Etage geflossen. Das hat die Holzlehmdecke in Mitleidenschaft gezogen. Noch weiß keiner, wie gravierend der dadurch entstandene Schaden ist. Das ist ja das Fatale, dass man bei einem Fachwerkaus so manche Schäden erst entdeckt, wenn man unter die Oberfläche schaut.

Natürlich wurden in der Zwischenzeit Gutachten über den Umfang und die Kosten einer nötigen Sanierung erstellt. Allein für die Renovierung der oberen Wohnung nennt die Kostenschätzung der Bernward-Gmbh einen Betrag von über 100.000 Euro, die aufgebracht werden müsste, um die Wohnung wieder in einen vermietbaren Zustand zu bringen. Die Gesamtkosten schätzt ein durch den Kirchenkreis in Auftrag gegebenes Gutachten aus dem 2015 bereits auf 300.000 Euro. Das sind Kosten, die die Kirchengemeinde als Eigentümer nicht aufbringen kann, zumal keinerlei Zuschüsse zu erwarten sind.

Von Anfang an machen die Kirchenvorsteher deutlich, dass dieser Abend ausschließlich der Information gilt. So werden natürlich keine Beschlüsse gefasst. Aber – auch dank der Fachkompetenz mancher Veranstaltungsbesucher - entstehen doch eine Reihe von Ideen, wie unter Umständen die Gemeinderäume und vor allem die Toiletten für die kommenden Jahre in Breinum erhalten werden können.

Bild: Henning Forwergk
Bild: Henning Forwergk