3-Minuten-Kirche

Wir feiern diese Andacht...

Liebe Gemeindeglieder

Bis zum 17. Mai 2020 müssen unsere Kirchen leider noch geschlossen bleiben. Dann werden wir die Türen unter Beachtung der derzeit gültigen Abstands- und Hygieneregeln endlich wieder öffnen können.

DIese Seite möchte Sie (vielleicht zum letzten Mal) nun zur 3-Minuten-Kirche einladen, die sie gern zu Hause… (und so mit uns verbunden) feiern dürfen.

Seien Sie herzlich gegrüßt!
Ihr Pastor Henning Forwergk

Sonntag Cantate (10. Mai 2020)

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
 

Lasst uns beten

Gott! Quelle des Lichtes und des Lebens

Wir kommen zu dir mit dem, was uns bewegt.

Unser Alltag ist im Moment geprägt von Unsicherheit.

Keiner weiß was kommt.

Diese Unsicherheit tragen wir vor dich, ebenso auch unsere Sorgen!

Sieh auf unsere Sehnsucht nach Geborgenheit.

Wir bringen dir aber auch unsere Hoffnung.

Lass sie uns zur Kraft werden - zur Stärke, die der Angst wehrt.

Lass es geschehen, dass unsere oft verpuppte Zuversicht sich als Schmetterling der Hoffnung in den Himmel emporsteigt.

Amen

„…, denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.“ 2. Chr. 5, 14b

Aus dem Predigttext: 2. Chronik 5; hier der Vers 14b

So sei Gnade mit euch und Friede, von dem, der da war, der da ist und der da kommt in Ewigkeit - Amen.

Was für ein Duft! Noch eben hatte er Schule. Sechs Stunden. Doppelstunde Mathe. Doppelstunde Chemie. Eine Stunde Physik und eine Schulstunde Religion. Er war abgekämpft und müde. Und er war hungrig! Richtig hungrig!

„Kommst Du auch“? Ja er würde auch kommen. Dorthin gehen, wohin er jeden Tag geht, wenn Schule ist.

Gestern hatte es Gemüsesuppe in der Schulmensa gegeben. Mit Grießklöschen. So überhaupt nicht seins.

Den Rucksack hat er sich über die Schulter geworfen. 10 Kilo Bücher, Hefte, Stifte und die frisch aufgefüllte Wasserflasche. So macht er sich auf den Weg. Die Schulmensa ist in einem Extra Gebäude. Schon als er die Tür öffnet schnuppert er. Das riecht verlockend. Es ist als ob ein Magnet ihn die Treppe hinauf in den Speisesaal zieht. Sollte es wirklich so sein? Kartoffelpuffer?! Sein absolutes Lieblings-essen?! Verheißungsvoll! Dieser Duft.

… denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes… Ich muss selber schmunzeln, als ich diesen Vers im Predigttext lese und mir dabei dieses Bild in den Kopf gerät - von Tim und seinem Heißhunger, den der Duft frisch gebackener Puffer heraufbeschwören kann. Frage mich, ob der Autor dieser biblischen Zeilen wohl ähnliches im Sinn hatte, als er diese Worte wählte, um seine Gotteserfahrungen an andere schriftlich weiterzugeben?

Und es reihen sich andere Bilder für mich an das erste. Ich denke an das Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover. Denke an die Stationsärztin Schwester Margret. Sie war zugleich Ordensschwester einer evangelischen Kommunität. Seit 20 Jahren arbeitete sie schon auf der Krebsstation auf der die kleinen Würmer liegen. Jungen und Mädchen mit dem Befund Krebs und über 50% von Ihnen ohne eine lange Lebensperspektive.

Aber wenn Schwester Margret durch die Zimmer zog und ihre aufmerksam, liebevolle Lebendigkeit die Räume wie mit einem besonderen Licht erfüllte, dann hatte ich das Gefühl, dass es Gottes Herrlichkeit war, die diesen Raum mit Leben erfüllte. Manchmal setzte sie sich auch eine rote Nase auf, bevor sie die Nadel der Spritze in die kleine Kindervene stieß und die schmerzgewöhnten Kinder lächelten trotzdem. Und oft genug waren es dann sogar die Kinder, die Ihre Eltern trösteten und sagten: „Was weinst du? Auf mich wartet der Liebe Gott und dort treffen wir uns wieder“. Das hatte ihnen Schwester Margret erzählt und Ihnen davon aus einem kleinen Bilderbuch vorgelesen.

Ob das mit dem Bild übereinstimmt, dass sich der Autor der Chronik zur Herrlichkeit Gottes machte, weiß ich gar nicht. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist vielleicht allein, dass wir ein Gespür für die Herrlichkeit Gottes entwickeln. Dass wir merken, wo sie fehlt und wir lernen, wie wir unser Haus öffnen, damit sie auch uns erfüllt als Zuversicht, als Hoffnung, als die Lebenskraft, die stärker ist, als der Tod. IN der Kinderklinik hat sie das jedenfalls geschafft, die Ärztin Schwester Margret. Sie hat Herzen und Räume mit dem Licht gefüllt, das sie selber aus ihrem Glauben schöpfte. Jedenfalls hat sie es mir, dem damals noch sehr jungen Pastor, so erzählt. Amen.

So bete ich...

Mit allen meinen Fragen stehe ich vor Dir, Gott.

Hilf mir Antworten zu finden, die mich weiterführen.

Auch darum bitte ich dich, wenn ich bete:

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen

Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein (1. Mose 12, 2)

Der Herr segne dich und er behüte dich. Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden Amen.

Predigttext für den Sonntag Kantate (10. Mai 2020) 2. Chronik 5, 2-5+12-14

Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird.
Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten.

Und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte:»Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus des HERRN erfüllt mit einer Wolke, so daß die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn a die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.